Im Gespräch mit Monika Staubli zur Notwendigkeit von Empathie im Customer Service

Folge 100

Im Gespräch mit Monika Staubli zur Notwendigkeit von Empathie im Customer Service

Empathie im Kundenservice: Wie Technologie nonverbale Signale kompensiert und Kundenzufriedenheit trotz ungelöster Anliegen steigert.

Im Rahmen der Shift/CX Talks beleuchtet Monika Staubli die Rolle von Empathie im technologisch gestützten Kundenservice. Das Interview bietet eine tiefgehende Analyse, wie Empathie als Schlüsselkompetenz durch technologische Unterstützung und organisatorischen Wandel die Kundenzufriedenheit und Loyalität steigern kann. Staubli bringt ihre Expertise als Senior Account Executive bei Genesis und Vorstandsmitglied des Schweizer Call Net Netzwerks ein, um praxisnahe Einblicke in die Integration empathischer Kompetenzen in Serviceprozesse zu geben. Der Beitrag hebt die Bedeutung von proaktivem Handeln hervor und zeigt auf, wie Technologie, etwa durch CRM-Lösungen und Agent Assist, Mitarbeitende dabei unterstützt, empathische Interaktionen zu fördern.


Staubli definiert Empathie im Kundenservice als die Fähigkeit, die Gefühle des Gegenübers zu verstehen und gleichzeitig professionell zu bleiben. Sie betont, dass Technologie nonverbale Signale kompensieren kann, indem sie Kontextinformationen bereitstellt. Eine Studie von Genesis und Statista zeigt, dass Empathie selbst bei ungelösten Anliegen die Kundenzufriedenheit signifikant erhöht. Staubli diskutiert die Herausforderungen des Change Managements und die Notwendigkeit, organisatorische Silos abzubauen, um eine ganzheitliche Customer Experience zu ermöglichen. Sie sieht in der Integration von KI in den Kundenservice und der Förderung eines empathischen Mindsets zentrale Aufgaben für die Zukunft. Abschließend zieht sie Parallelen zur Einführung des Taschenrechners, um den fortlaufenden Prozess der Anpassung und Weiterbildung im technologisch gestützten Kundenservice zu verdeutlichen.

Empathie ist mehr als ein Buzzword; sie ist eine mächtige Fähigkeit, die über das bloße Einfühlungsvermögen hinausgeht und proaktives Handeln erfordert. – Monika Staubli


Technologie ist nur ein Werkzeug, das es ermöglicht, empathisch zu agieren. Der menschliche Aspekt und empathische Führung bleiben entscheidend. – Monika Staubli


Empathie kann Prozessschwächen ausgleichen. Selbst wenn ein Anliegen nicht gelöst wird, kann sie die Kundenzufriedenheit erheblich steigern. – Monika Staubli

  • Empathie ist eine Schlüsselkompetenz im Kundenservice, die Kundenzufriedenheit und Loyalität maßgeblich beeinflusst.
  • Technologie kann Empathie unterstützen, indem sie Kontextinformationen bereitstellt und proaktive Handlungsempfehlungen ermöglicht.
  • Proaktives Routing und die Vermeidung von Wiederholungen sind zentrale Aspekte für eine empathische Kundeninteraktion.
  • Organisatorische Silos behindern die effektive Nutzung von Technologien und müssen durch Change Management abgebaut werden.
  • Empathische Führung steigert die Innovationskraft und Stressbewältigung der Mitarbeitenden, was sich positiv auf die Kundeninteraktion auswirkt.

Empathie im technologisch gestützten Kundenservice ist nicht nur ein strategisches Element zur Steigerung der Kundenzufriedenheit, sondern auch ein kultureller Imperativ für Unternehmen, die in einem zunehmend digitalisierten Umfeld agieren. Der Beitrag beleuchtet die Herausforderung, Empathie in einer Umgebung zu bewahren, in der nonverbale Signale fehlen und Technologie als Brücke zwischen Unternehmen und Kunden fungiert. Ein zentrales Spannungsfeld liegt in der Balance zwischen Effizienz und empathischer Interaktion, die durch proaktives Handeln und die Nutzung von Kontextinformationen erreicht werden kann. Hierbei wird deutlich, dass organisatorische Silos und traditionelle KPIs wie die Average Handling Time oft im Widerspruch zu einer empathischen Kundenbetreuung stehen. Die Diskussion um die Verantwortungsverschiebung von der IT zu den Business-Einheiten zeigt, dass ein Umdenken in der Führung notwendig ist, um die Potenziale technologischer Lösungen voll auszuschöpfen und einen kulturellen Wandel hin zu mehr Empathie zu fördern.


Der Beitrag liefert wertvolle Reflexionsimpulse für Führungskräfte, indem er die Bedeutung empathischer Führung und die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Change Managements hervorhebt. Er fordert dazu auf, bestehende Strukturen zu hinterfragen und die Integration von Technologien wie Agent Assist und CRM-Lösungen als Mittel zur Förderung empathischer Interaktionen zu nutzen. Die Perspektive verschiebt sich von einer rein operativen Effizienz hin zu einem strategischen Ziel, das die Kundenloyalität durch empathische Betreuung stärkt. Die aufgezeigten Prinzipien betonen die Rolle von Empathie als unverzichtbare Kompetenz, die durch Technologie unterstützt, aber nicht ersetzt werden kann. Unternehmen sind aufgefordert, sowohl technologisch als auch organisatorisch die Voraussetzungen zu schaffen, um eine konsistente, empathische Kundeninteraktion zu gewährleisten und damit langfristig Wettbewerbsvorteile zu sichern.

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