Im Gespräch mit Dr. Sarah Seyr zum Age of Intent - und wie weit wir bei der Erkennung von Kundenanlässen sind!?

Folge 45

Im Gespräch mit Dr. Sarah Seyr zum Age of Intent - und wie weit wir bei der Erkennung von Kundenanlässen sind!?
Mitschnitt-Länge: 45 Minuten
Mitschrift verfügbar

Kundenintentionen erkennen und nutzen: Dr. Sarah Seyr zeigt, wie KMU datengetriebene Customer Journeys optimieren können.

Dr. Sarah Seyr, Dozentin und Beraterin, beleuchtet in einem Interview die Erkennung und Nutzung von Kundenintentionen zur Optimierung datengetriebener Customer Journeys in kleinen und mittleren Unternehmen. Der Beitrag bietet eine tiefgehende Analyse der dynamischen Erstellung von Kundenprofilen und der Integration verschiedener Datenquellen. Besonders hervorzuheben ist der Einsatz von Open-Source-Technologien, die speziell auf die Anforderungen kleinerer Unternehmen zugeschnitten sind. Die Diskussion richtet sich an Verantwortliche für Marketing Automation und Customer Experience in KMU und bietet praxisnahe Einblicke in die Automatisierung von Customer Journeys.


Im Interview erläutert Seyr, wie die Erkennung von Kundenintentionen als zentraler Bestandteil für zielgerichtete Kommunikation dient. Sie beschreibt die Notwendigkeit, dynamische Profile kontinuierlich zu aktualisieren, um relevante Interaktionen zu ermöglichen. Methoden wie Customer Journey Mapping und Funnel-Analyse werden als Werkzeuge zur Identifikation von Mikromomenten in der Customer Journey hervorgehoben. Seyr betont, dass auch kleinere Unternehmen durch den Einsatz passender Tools und Methoden datengetriebene Automatisierung umsetzen können. Die Integration von Daten aus verschiedenen Kanälen ermöglicht ein ganzheitliches Kundenverständnis, während die Nutzung von Technologien wie Chatbots und CRM-Systemen die Customer Journey weiter optimiert.

Es geht nicht um die große Fragestellung, warum ich mich für das Produkt interessiere, sondern um die Mikromomente in der Entscheidungssituation. – Dr. Sarah Seyr


Die Integration der einzelnen Tools ist nicht so eine große Sache. Es geht darum, den persönlichen Mix zu finden und mit einer gewissen Offenheit dabei zu bleiben. – Dr. Sarah Seyr


Der Deal muss klar sein: Du interessierst dich für meinen Content, und ich möchte verstehen, ob du ein potenzieller Kunde für mich bist. – Dr. Sarah Seyr

  • Customer Intents sind entscheidend, um zielgerichtete Mehrwerte und Inhalte anzubieten.
  • Dynamische Kundenprofile müssen kontinuierlich aktualisiert werden, um relevante Interaktionen zu ermöglichen.
  • Auch kleine Unternehmen können datengetriebene Automatisierung und Integrationen umsetzen, wenn sie die richtigen Tools und Methoden nutzen.
  • Die Integration von Daten aus verschiedenen Kanälen ist essenziell, um ein ganzheitliches Bild des Kunden zu erhalten.
  • Ein klarer Mehrwert muss Kunden angeboten werden, um deren Einwilligung zur Datennutzung zu erhalten.

Die Fähigkeit, Kundenintentionen präzise zu erkennen und zu nutzen, ist für kleine und mittlere Unternehmen von strategischer Bedeutung, um in einem zunehmend datengetriebenen Marktumfeld wettbewerbsfähig zu bleiben. Der Beitrag beleuchtet die Herausforderung, dass viele Unternehmen zwar über die technischen Mittel verfügen, jedoch oft an der operativen Umsetzung scheitern. Ein zentraler blinder Fleck ist die Unterschätzung der Dynamik in der Customer Journey, die durch statische Webseiten und unzureichende Segmentierung nicht adäquat abgebildet wird. Diese Diskrepanz zwischen strategischem Anspruch und operativer Realität offenbart strukturelle Widersprüche, die durch eine stärkere Integration von Datenquellen und eine kontinuierliche Aktualisierung dynamischer Kundenprofile überwunden werden müssen. Der Beitrag macht deutlich, dass die Transformation hin zu einer intent-basierten Kundenkommunikation nicht nur technologische Anpassungen erfordert, sondern auch einen kulturellen Wandel in der Unternehmensführung, der die Zusammenarbeit zwischen Marketing und Produktentwicklung intensiviert.


Aus dem Beitrag lassen sich mehrere handlungsrelevante Prinzipien ableiten, die Unternehmen zur Weiterentwicklung ihrer Customer Journey anregen. Die Empfehlung, Interaktionen und Inhalte dynamisch an das aktuelle Kundenstadium anzupassen, fordert Unternehmen auf, ihre bisherigen Ansätze zu überdenken und stärker auf Automatisierung und KI-gestützte Logiken zu setzen. Dies verschiebt die Perspektive von einer reinen Segmentierung hin zu einer individualisierten Kundenansprache, die auf Echtzeitdaten basiert. Der Beitrag inspiriert dazu, die operative Praxis mit strategischen Zielen zu verknüpfen und dabei die kulturellen Barrieren zu überwinden, die einer effektiven datengetriebenen Automatisierung im Wege stehen. Unternehmen werden ermutigt, offen für neue Technologien zu bleiben und kontinuierlich zu prüfen, welche Kanäle und Tools am besten zur eigenen Strategie passen, um so einen echten Mehrwert für Kunden zu schaffen und langfristig erfolgreich zu sein.

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