Customer Journey Orchestrierung in komplexen, silo-orientierten Energieunternehmen steht im Mittelpunkt eines dialogischen Impuls-Talks, der die Verbindung von Kundenzentrierung und Geschäftszielen aus strategischer und operativer Perspektive beleuchtet. Zwei erfahrene CX-Strategen diskutieren, wie gezieltes Involvement verschiedener Stakeholder-Ebenen, individuelle Zielanalysen und die Übersetzungsleistung zwischen Customer Experience und unternehmensspezifischen Zielsystemen gelingen. Besonderes Augenmerk liegt auf der Segmentierung und Priorisierung von Stakeholdern nach ihrem Wertbeitrag für die Transformation sowie auf der Herausforderung, Silos zu überwinden und CX-Maßnahmen in unterschiedlichen Geschäftsmodellen – reguliert und unreguliert – wirksam zu verankern.
Im Austausch werden zentrale Argumentationslinien deutlich: Erfolgreiche Customer Journey Orchestrierung setzt voraus, dass die individuellen Zielstrukturen und Motivationen der Stakeholder transparent gemacht und CX-Initiativen darauf zugeschnitten werden. Klassische Methoden wie Personas und Journey Maps dienen als Ausgangspunkt, werden aber gezielt erweitert, um Multiplikatoren mit dem größten Hebel zu identifizieren und spezifisch anzusprechen. Die Speaker betonen, dass nicht alle Stakeholder gleichermaßen involviert werden müssen; entscheidend ist die Fokussierung auf die relevanten Gruppen und die Integration von CX-Maßnahmen in deren Arbeitsrealität. Die Sichtbarmachung und Anerkennung von Erfolgen, auch auf kleiner Ebene, wird als Schlüsselfaktor für nachhaltige Veränderung und Motivation herausgestellt. Abschließend wird die kontinuierliche Übersetzungsarbeit zwischen Kundenzentrierung und Geschäftszielen als zentrale Aufgabe für CX-Verantwortliche in komplexen Organisationen beschrieben.
