Alles AI im Conversational Business 2024?

Alles AI im Conversational Business 2024?
Mitschnitt-Länge: 35 Minuten
Präsentationsunterlagen verfügbar
Mitschrift verfügbar

Wie generative AI Conversational Interfaces im Kundenservice verändert, welche Governance-Strukturen nötig sind und wo regulatorische Hürden liegen.

Im Panel diskutieren Fachverantwortliche aus Design und Technologie die Integration generativer AI in Conversational Interfaces im Kundenservice großer Unternehmen. Im Mittelpunkt stehen die Herausforderungen, die sich aus der schnellen technologischen Entwicklung, regulatorischen Vorgaben wie dem EU AI Act und dem Bedarf an neuen Governance-Strukturen ergeben. Die Diskussion zeichnet sich durch die Verbindung von Design- und Technologieperspektive aus und adressiert die Notwendigkeit, klassische regelbasierte Systeme mit generativer AI zu kombinieren, um unterschiedliche Use Cases und Anforderungen an Datenschutz, Transparenz und Flexibilität abzudecken.

Die Panelisten betonen, dass die Einführung generativer AI einen deutlichen Entwicklungssprung ermöglicht, Unternehmen jedoch weiterhin mit Altlasten, Prozessunsicherheiten und unzureichender Backend-Infrastruktur konfrontiert sind. Die Kontrolle über AI-generierte Inhalte, systematisches Testing und gezieltes Prompt Engineering werden als zentrale Methoden hervorgehoben, um regulatorische Anforderungen zu erfüllen und die Qualität der Konversationen zu sichern. Die Diskussion zeigt, dass Governance-Layer, Grounding der Modelle und die transparente Kommunikation mit Nutzern neue Kompetenzfelder für Conversational Design schaffen. Unternehmen müssen entscheiden, welche Daten sie ausgeben, wie sie Nutzer über AI-Einsatz informieren und an welchen Punkten sie die Kontrolle behalten wollen. Die Panelisten sehen Offenheit für neue Technologien, systematisches Testen und ein tiefes Verständnis der eigenen Kundenbedürfnisse als zentrale Erfolgsfaktoren für die nächsten Entwicklungsschritte.

Die Möglichkeiten, Conversational-Projekte umzusetzen, haben sich technologisch im letzten Jahr enorm verändert – aber viele Unternehmen kämpfen noch mit Legacy-Prozessen und sind aus Kundensicht nicht auf der Höhe der Zeit. – Benjamin Gebauer

Generative AI bietet viele neue Freiheiten, aber sie schmälert nicht die Bedeutung des Conversational Designs – unser Fokus verschiebt sich auf das Setzen von Rahmenbedingungen und systematisches Testen, weil wir weniger Kontrolle haben. – Laura Grimm

Wir brauchen jetzt einen Governance-Layer für generative AI im Kundenservice: Kontrolle, Leitplanken und dokumentierte Prüfungen sind entscheidend, um das volle Potenzial sicher und datenschutzkonform auszuschöpfen. – Björn Negelmann

  • Die Integration generativer AI hat einen Quantensprung gemacht, aber viele Unternehmen kämpfen noch mit Legacy-Systemen und Backend-Infrastruktur.

  • Conversational Design bleibt essenziell, verschiebt aber den Fokus auf Moderation, Prompt Engineering und systematisches Testing.
  • Der EU AI Act und Datenschutzanforderungen erfordern neue Governance-Strukturen und Kontrolle über AI-generierte Inhalte im Kundenservice.
  • Eine Mischung aus klassischen regelbasierten Systemen und generativer AI ist aktuell notwendig, da nicht alle Use Cases mit generativer AI abgedeckt werden können.
  • Erfolgreiche Projekte benötigen Offenheit für neue Technologien, systematisches Testen und ein tiefes Verständnis der eigenen Kundenbedürfnisse.

Die Integration generativer AI in den Kundenservice verschiebt die Verantwortung für Qualität, Kontrolle und Compliance von der reinen Technologieentwicklung hin zu einer neuen Schnittstelle aus Design, Governance und operativer Steuerung. Im Zentrum steht nicht mehr die Frage, ob generative AI eingesetzt werden kann, sondern wie Unternehmen die daraus entstehenden Freiheitsgrade produktiv und sicher nutzen. Das Panel macht deutlich, dass die eigentliche Transformation weniger in der Technologie selbst liegt, sondern in der Art, wie Organisationen mit Unsicherheit, regulatorischem Druck und der Notwendigkeit zur kontinuierlichen Anpassung umgehen. Die Diskrepanz zwischen technologischer Machbarkeit und organisationaler Realität wird zum blinden Fleck: Während die Systeme technisch zu Multilanguage-Dialogen und personalisierten Interaktionen fähig sind, bremsen Altlasten, fragmentierte Backend-Infrastrukturen und fehlende Governance-Strukturen die Umsetzung. Die klassische Trennung zwischen Design und Technik verliert an Bedeutung, stattdessen entstehen neue Verantwortungsräume rund um Prompt Engineering, Testdesign und die Moderation von AI-generierten Inhalten. Der AI Act und Datenschutzanforderungen wirken dabei nicht als reine Innovationsbremse, sondern als Katalysator für die Entwicklung robuster Governance-Modelle und die bewusste Steuerung von AI-Einsatzszenarien.

Für die Praxis bedeutet das: Unternehmen müssen ihre Prozesse, Kontrollmechanismen und das Verständnis für Kundenbedürfnisse parallel zur technischen Entwicklung weiterentwickeln. Der Beitrag fordert dazu auf, Governance nicht als Compliance-Last, sondern als strategisches Gestaltungsfeld zu begreifen, in dem Transparenz, gezielte Eingriffsmöglichkeiten und systematisches Testing zentrale Erfolgsfaktoren sind. Die Empfehlung, klassische und generative Systeme koexistieren zu lassen, verschiebt den Fokus von der reinen Tool-Auswahl hin zur Frage, wie hybride Architekturen und flexible Übergänge gestaltet werden. Die Paneldiskussion liefert damit einen Impuls, bestehende Denkmodelle zu hinterfragen und die Verantwortung für AI-basierte Kundenerlebnisse neu zu verorten: Nicht die Technologie entscheidet über den Erfolg, sondern die Fähigkeit, regulatorische Anforderungen, Designprinzipien und operative Exzellenz in ein konsistentes Steuerungsmodell zu überführen.

Der Zugriff auf das Video umfasst eine textuelle Aufarbeitung, die bereits mit einem Freemium-Account zugänglich ist.

Jetzt direkten Zugang freischalten!

Registriere Dich für einen Freemium-Zugang für die Shift/CX Plattform und erhalte direkten Zugang zum Mitschnitt und der Dokumentation.

Darüber hinaus bietet der Freemium-Account folgendes:
  • Zugang zu allen Freemium-Inhalten der Mediathek
  • Drei Credits für Freischaltung von Premium-Inhalten
  • Monatlicher Content-Newsletter mit redaktionell freigeschalteten Premium-Inhalten
  • Zugang zu geschlossener Linkedin-Gruppe
  • Besondere Plattform-Angebote
  • Kostenlos für immer!

Jetzt registieren & Zugang erhalten: