Von der Stoppuhr zur Smartwatch - Warum Service mehrdimensional tickt.

Von der Stoppuhr zur Smartwatch - Warum Service mehrdimensional tickt.
Mitschnitt-Länge: 35 Minuten
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Mitschrift verfügbar
Transformation von Service-KPIs: Von der Average Handling Time zu mehrdimensionalen, kundenorientierten Metriken im Telekommunikationssektor.

Katja Schlootz, Abteilungsleiterin bei Deutsche Glasfaser, beleuchtet in ihrer Keynote auf der Shift/CX Customer Service Management Konferenz 2025 die Transformation von eindimensionalen Service-KPIs zu mehrdimensionalen, wirkungsorientierten Ansätzen. Der Vortrag richtet sich an Führungskräfte und Teamleiter im Kundenservice großer Telekommunikationsunternehmen und bietet praxisnahe Einblicke in die Ablösung klassischer Kennzahlen wie der Average Handling Time durch nachhaltige, kundenorientierte Metriken. Schlootz legt besonderen Wert auf die Befähigung der Mitarbeitenden und die Schaffung nachhaltiger Kundenerlebnisse im Spannungsfeld zwischen Technologieeinsatz und menschlicher Servicekompetenz.

Im Mittelpunkt steht die Abkehr von der traditionellen Steuerung über die Average Handling Time hin zu einem mehrdimensionalen Serviceverständnis, das Aspekte wie Freundlichkeit, Nachhaltigkeit und emotionale Kundenbindung umfasst. Schlootz stellt Projekte wie den FCR 7 vor, der die Nachhaltigkeit von Lösungen misst, und das Projekt "The West is Still Unwitten", das die schriftliche Kommunikation optimiert. Sie betont, dass die Transformation im Kundenservice nicht nur die Geschwindigkeit, sondern vor allem die Wirkung der Lösungen in den Fokus rückt. Die Smartwatch dient als Analogie für eine mehrdimensionale Steuerung, die nicht nur misst, sondern auch Impulse für nachhaltige Kundenbeziehungen gibt.

Service ist keine Stoppuhr, die nur die Zeit misst. Service tickt mehrdimensional, weil Service ein richtig gutes Gefühl erzeugen soll. – Katja Schlootz

Wir haben die Transformation gelebt, wir leben sie auch immer noch und wir nehmen die Leute mit auf die Reise. – Katja Schlootz

Kunden zählen keine Sekunden, sie zählen auf uns. Sie zählen auf unsere Haltung, auf unsere Fähigkeit, nachhaltig zu lösen und unsere Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. – Katja Schlootz

  • Service ist mehrdimensional und erfordert einen Wechsel von reinen Zeit-KPIs wie der AHT hin zu wirkungsorientierten Metriken.
  • Der FCR 7 misst die Nachhaltigkeit von Lösungen und zeigt, ob Kundenanliegen wirklich final gelöst wurden.
  • Kundenerlebnisse entstehen durch individuelle, emotionale und nachhaltige Lösungen, nicht durch durchschnittliche Bearbeitungszeiten.
  • Transformation im Kundenservice gelingt durch abteilungsübergreifende Zusammenarbeit und gezielte Mitarbeiterbefähigung.
  • Technologie wie KI unterstützt, darf aber nicht die natürliche Intelligenz und den menschlichen Service ersetzen.

Die Transformation von eindimensionalen Service-KPIs hin zu mehrdimensionalen, wirkungsorientierten Ansätzen im Kundenservice ist von strategischer Relevanz für Telekommunikationsunternehmen, die sich in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Markt behaupten müssen. Der Beitrag beleuchtet das Spannungsfeld zwischen traditioneller Effizienzorientierung und der Notwendigkeit, Kundenerlebnisse ganzheitlich zu gestalten. Dabei wird der blinde Fleck der reinen Zeitmessung adressiert, die oft zu Lasten der tatsächlichen Kundenzufriedenheit geht. Die Herausforderung besteht darin, die Verantwortung für den Serviceerfolg von der reinen Bearbeitungszeit auf die Qualität und Nachhaltigkeit der Lösungen zu verschieben. Diese Denkweise erfordert ein Umdenken in der Führungskultur, da sie strukturelle Widersprüche zwischen kurzfristiger Effizienz und langfristiger Kundenbindung offenlegt.

Der Beitrag liefert handlungsrelevante Prinzipien, die Führungskräfte im Kundenservice zur Reflexion und Anpassung ihrer Strategien anregen. Er empfiehlt, die Mitarbeiterbefähigung in den Mittelpunkt zu stellen, um nachhaltige Kundenerlebnisse zu schaffen. Die Einführung von Metriken wie FCR 7 und die Optimierung der schriftlichen Kommunikation zeigen, wie operative Praxis und strategische Ziele in Einklang gebracht werden können. Diese Ansätze verschieben die Perspektive von einer rein quantitativen zu einer qualitativen Bewertung des Kundenservice, was einen kulturellen Wandel erfordert. Die Zielgruppe wird aufgefordert, die Transformation als kontinuierlichen Prozess zu verstehen, der nicht nur auf Zahlen, sondern auf die Haltung und Verantwortung der Mitarbeitenden abzielt. Der Beitrag leistet somit einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung des Kundenservice, indem er die Bedeutung eines mehrdimensionalen Verständnisses von Service betont.

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