Agentic AI - Mehr Schein als Sein?

Agentic AI - Mehr Schein als Sein?
Mitschnitt-Länge: 40 Minuten
Mitschrift verfügbar
Agentic AI: Von Chatbots zu autonomen Agenten. Erfahren Sie, wie Unternehmen Prozesse effizienter gestalten und Herausforderungen meistern.

Prof. Dr. Peter Gentsch beleuchtet in seiner Keynote auf der Shift/CX AI & Agentic Automation Konferenz 2025 die transformative Rolle von Agentic AI und Reasoning-Modellen in der Automatisierung von Unternehmensprozessen. Der Vortrag richtet sich an Verantwortliche für digitale Transformation in großen B2B-Unternehmen und CTOs im Retail-Sektor. Gentsch bietet eine tiefgehende Analyse der aktuellen experimentellen Phase der KI-Anwendung und hebt die Notwendigkeit hervor, Bedeutung und Kontext in die Systeme zu integrieren. Er diskutiert die Unterschiede zwischen Agentic AI und traditionellen Assistenzsystemen und beschreibt ein Reifegradmodell, das Unternehmen von einfachen Chatbots zu autonomen Agenten führt.

Im Zentrum der Keynote stehen die Herausforderungen der Agentic Governance und die Bedeutung von Kontextualisierung und implizitem Wissen. Gentsch erklärt, wie Reasoning-Modelle Transparenz und Interaktivität erhöhen und die Blackbox-Charakteristik von GPT-Systemen reduzieren. Er illustriert die Potenziale von Agentic AI durch Beispiele aus dem Marketing und Vertrieb, wo Agenten bereits signifikante Umsätze generieren. Zudem thematisiert er die Integration von Agenten in kreative Prozesse und die Notwendigkeit neuer KPIs für die Sichtbarkeit in Sprachmodellen. Abschließend betont Gentsch die kulturellen und organisatorischen Herausforderungen bei der Implementierung von Agentic AI und empfiehlt, spezialisierte Agenten schrittweise in bestehende Workflows zu integrieren.

Wir sind eher im Labor als in der Factory. Jetzt sagen böse Zungen, naja, jetzt haben wir Gen-AI noch nicht mal im richtigen Griff, jetzt kommt der neue heiße Scheiß, Agentic AI. – Prof. Dr. Peter Gentsch

Ein Agent hat ein Ziel, er handelt weitgehend autonom und er lernt. Wenn man die drei Kriterien ansetzt in der unternehmerischen Praxis, dann gibt es da nicht so viel, weil meistens dann eher Assistenzsysteme. – Prof. Dr. Peter Gentsch

Reasoning Modelle kombiniert mit Agenten sind für mich der wahre Game-Changer momentan in der AI-Diskussion. – Prof. Dr. Peter Gentsch

  • Agentic AI unterscheidet sich von Assistenzsystemen durch Autonomie, Zielorientierung und Lernfähigkeit.
  • Reasoning Modelle ermöglichen eine höhere Transparenz und Interaktivität im Vergleich zu GPT-basierten Systemen.
  • Agentic Governance ist entscheidend, um die Autonomie von Agenten zu kontrollieren und Risiken wie Task Drift oder Endlosschleifen zu minimieren.
  • Die Kombination von Agentic AI und Reasoning Modellen bietet Potenzial für End-to-End-Automatisierung und kreative Prozesse wie Ideation.
  • Kontextualisierung und die Integration von implizitem Wissen sind Schlüsselfaktoren für den erfolgreichen Einsatz von Agentic AI.

Agentic AI stellt eine bedeutende Weiterentwicklung in der Automatisierung von Unternehmensprozessen dar, indem sie Autonomie, Zielorientierung und Lernfähigkeit vereint. Diese Technologie fordert Unternehmen heraus, ihre bisherigen Strukturen und Verantwortlichkeiten zu überdenken. Der Übergang von assistenzbasierten Systemen zu autonomen Agenten offenbart ein Spannungsfeld zwischen dem Wunsch nach Effizienz und der Angst vor Kontrollverlust. Die Herausforderung liegt in der Balance zwischen Autonomie und Governance, um Risiken wie Task Drift oder ethische Grenzüberschreitungen zu minimieren. Gleichzeitig wird die Notwendigkeit deutlich, implizites Wissen und Kontextualisierung stärker in die Systeme zu integrieren, um deren Effektivität zu steigern. Diese Entwicklungen werfen Fragen zur kulturellen Anpassungsfähigkeit und zur Bereitschaft auf, Verantwortung an Maschinen zu delegieren.

Der Beitrag von Prof. Dr. Peter Gentsch liefert wertvolle Impulse für die strategische Ausrichtung von Unternehmen, die Agentic AI integrieren wollen. Er empfiehlt, spezialisierte Agenten in bestehende Workflows zu integrieren, um schrittweise Erfahrungen mit deren Autonomie zu sammeln. Unternehmen sollten sich darauf konzentrieren, ihre Daten so zu strukturieren, dass sie von Sprachmodellen optimal genutzt werden können, und gleichzeitig eigene Governance-Plattformen entwickeln. Die Kombination aus menschlichen und agentischen Teams kann Innovation und Effizienz steigern, erfordert jedoch eine neue Denkweise im Umgang mit Technologie und Verantwortung. Gentsch fordert dazu auf, die kulturellen und organisatorischen Barrieren zu überwinden, um die Potenziale von Agentic AI voll auszuschöpfen und die eigene Relevanz im digitalen Zeitalter zu sichern.

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