Conversation Café - Conversational Experience Management

Conversation Café - Conversational Experience Management
Mitschnitt-Länge: 90 Minuten
Mitschrift verfügbar

Wie generative KI das Conversation Design verändert: Kontrolle, Monitoring und Integration von GPT-basierten Modellen im B2B-Kontext.

Im Fokus dieses Panels steht die Integration generativer KI in Conversational AI-Projekte für B2B-Unternehmen und Serviceagenturen. Die Diskussion beleuchtet, wie sich die Anforderungen an Conversation Design durch den Einsatz von GPT-basierten Modellen verändern und welche Herausforderungen bei Kontrolle, Monitoring und Anbindung an Geschäftsprozesse entstehen. Praxisbeispiele aus dem Agenturalltag und die differenzierte Betrachtung von Use Cases verdeutlichen, wie sich die Rolle der Conversation Designer erweitert – insbesondere durch neue Kompetenzfelder wie Prompt Engineering und Monitoring.

Zentrale Themen sind die gezielte Kontrolle von KI-generierten Inhalten, der Umgang mit Bias in Trainingsdaten und die effiziente Integration von Conversational AI in bestehende Unternehmensprozesse. Die Sprecherin empfiehlt, domänenspezifische Daten als Wissensbasis zu nutzen und systematische Prüfprozesse zu etablieren, um Risiken wie Halluzinationen und gesellschaftlich vorgeprägte Antworten zu minimieren. Die Diskussion adressiert zudem technische Schutzmechanismen, Datenschutzanforderungen und die Bedeutung kontinuierlicher Qualitätssicherung. Neue Tools und Plattformen wie spezialisierte GPTs und der GPT-Store werden als Treiber für maßgeschneiderte Lösungen und die Weiterentwicklung des Conversation Designs identifiziert.

Mit generativer KI können wir Conversation Design endlich so gestalten, wie wir es immer wollten – weg von vorgefertigten Flows, hin zu wirklich freien Dialogen. – Laura Grimm

Das größte Risiko liegt nicht in Halluzinationen, sondern darin, dass KI-Modelle gesellschaftliche Vorurteile und problematische Inhalte aus ihren Trainingsdaten ungefiltert reproduzieren. – Laura Grimm

Wir dürfen generative KI nicht unreflektiert in Conversational-Projekte integrieren – Monitoring, Datenkontrolle und ein differenzierter Umgang mit Domänenwissen sind zwingend notwendig. – Laura Grimm

  • Generative KI ermöglicht neue Freiheitsgrade im Conversation Design, erfordert aber differenzierte Kontrolle und Monitoring.

  • Bias und gesellschaftliche Vorurteile in Sprachmodellen stellen ein zentrales Risiko dar und müssen durch gezielte Datenkontrolle und eigenes Domänenwissen adressiert werden.
  • Die Integration von Conversational AI in Geschäftsprozesse wird durch generative KI erleichtert, insbesondere bei FAQ- und Produktempfehlungsbots.
  • Prompt Engineering und Monitoring-Tools sind neue Kompetenzfelder im Conversation Design, die für Qualität und Sicherheit der Anwendungen entscheidend sind.
  • Die Nutzung generativer KI darf nicht unreflektiert erfolgen; differenzierte Prüfprozesse und technische Schutzmechanismen sind unerlässlich.

Die Integration generativer KI in Conversational AI-Projekte verschiebt die Verantwortung für Qualität und Kontrolle von der reinen Technologie auf die Organisationen selbst. Die Diskussion um Bias, Halluzinationen und die Anbindung an Geschäftsprozesse macht deutlich, dass klassische Steuerungsmodelle an ihre Grenzen stoßen. Der Paradigmenwechsel liegt darin, dass nicht mehr allein technische Exzellenz, sondern vor allem die Fähigkeit zur differenzierten Kontrolle und kontinuierlichen Validierung über den Erfolg entscheidet. Damit entsteht ein neues Spannungsfeld zwischen dem Wunsch nach Automatisierung und Effizienzsteigerung einerseits und der Notwendigkeit, gesellschaftliche und unternehmensspezifische Werte aktiv in die Systeme einzubringen. Die eigentliche Herausforderung besteht weniger in der Implementierung der Technologie, sondern in der Entwicklung von Prozessen und Kompetenzen, die eine verantwortungsvolle Nutzung ermöglichen. Hier werden blinde Flecken sichtbar: Wer trägt die Verantwortung für fehlerhafte oder diskriminierende KI-Antworten? Wie lassen sich technische Freiheitsgrade mit regulatorischen und ethischen Anforderungen in Einklang bringen? Die Diskussion legt offen, dass die Einführung generativer KI nicht nur ein technisches, sondern vor allem ein kulturelles Transformationsprojekt ist.

Für die Zielgruppe ergibt sich daraus ein klarer Handlungsauftrag: Die Integration generativer KI in Conversational-Projekte verlangt nach neuen Prinzipien der Qualitätssicherung, die weit über klassische Test- und Freigabeprozesse hinausgehen. Die Empfehlung, eigene Datenquellen zu nutzen, gezielte Prüfprozesse zu etablieren und technische Schutzmechanismen einzubauen, fordert Unternehmen heraus, ihre bisherigen Rollenmodelle und Verantwortlichkeiten zu überdenken. Gleichzeitig verschiebt sich der Kompetenzschwerpunkt im Conversation Design hin zu Prompt Engineering und Monitoring, was eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Teams erfordert. Der Beitrag liefert damit nicht nur praxisnahe Impulse für die operative Umsetzung, sondern stößt auch eine strategische Reflexion über die Rolle von KI im Unternehmen an. Er fordert dazu auf, die Einführung generativer KI als Chance für einen bewussten, verantwortungsvollen und nachhaltigen Wandel zu begreifen, der technologische Innovation mit unternehmensspezifischen Zielen und Werten verbindet.

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