Diskussion: Customer Journey Management im Wandel - was müssen wir jetzt ändern?

Diskussion: Customer Journey Management im Wandel - was müssen wir jetzt ändern?
Mitschnitt-Länge: 45 Minuten
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Customer Journey Management als kontinuierlicher Wandel: Change-Kompetenz, Ownership und KI als Hebel für messbaren Business Impact.

Erfahrene Fach- und Führungskräfte aus Banken, Versicherungen und großen B2B-Unternehmen diskutieren, wie Customer Journey Management als kontinuierlicher Transformationsprozess in komplexen Organisationen etabliert werden kann. Im Mittelpunkt stehen die Anforderungen an Change-Kompetenz, cross-funktionale Zusammenarbeit und die Integration neuer Technologien wie Künstliche Intelligenz. Die Panelisten bringen unterschiedliche Perspektiven aus Beratung, Praxis und Organisationsentwicklung ein und beleuchten, wie sich Rollen, Verantwortlichkeiten und Methoden im Customer Experience Management weiterentwickeln. Besonderes Augenmerk liegt auf der Messbarkeit des Business Impacts und der Verknüpfung von operativen KPIs mit strategischen Zielgrößen.

Im Austausch werden zentrale Herausforderungen und Lösungsansätze herausgearbeitet: Die fehlende Verankerung von Transformationsmanagement, die Notwendigkeit klarer Verantwortlichkeiten und die Bedeutung von cross-funktionalen Projekten stehen im Fokus. Methoden wie OKR, Lean Innovation und Service Blueprint werden als Hebel für nachhaltige Veränderung diskutiert. Die Integration von KI-Tools wie ChatGPT eröffnet neue Potenziale, stößt aber auf Datenschutz- und Akzeptanzhürden. Die Panelisten betonen, dass Customer Experience Teams Ownership für Leistungsketten übernehmen und Business Cases für den Impact ihrer Maßnahmen entwickeln müssen. Die Diskussion verdeutlicht, dass Customer Journey Management als „Living Journey“ verstanden werden sollte, die kontinuierlich validiert und an neue Anforderungen angepasst wird.

Viele Unternehmen wissen, was Customer Journey Management ist – aber sie unterschätzen, wie komplex es wird, wenn Prozesse und Strukturen wirklich verändert werden müssen. – Wolf Nöding

Customer Experience Management darf nicht im Operativen steckenbleiben; die eigentliche Kraft liegt in cross-funktionalen Projekten, die Silos überwinden und echte Transformation ermöglichen. – Annika Björck

Solange Unternehmen Customer Experience nur als kurzfristiges Kostensparprogramm sehen, statt als strategische Investition in Loyalität und Wertschöpfung, bleibt der Wandel Stückwerk. – Stefan Kolle

Customer Journeys sind keine statischen Modelle – sie müssen als lebende, kontinuierlich weiterentwickelte Innovationsräume verstanden und gestaltet werden. – Wolf Nöding

  • Customer Journey Management ist ein kontinuierlicher Wandel und benötigt Change-Kompetenz sowie cross-funktionale Zusammenarbeit, um nachhaltig Wirkung zu entfalten.

  • Die Integration von Künstlicher Intelligenz in Customer Experience-Prozesse bietet große Potenziale, ist aber durch Datenschutz und organisatorische Hürden limitiert.
  • Der Hauptfehler im Customer Journey Management ist das Fehlen eines klaren Transformationsmanagements und die mangelnde Verankerung von Verantwortlichkeiten und Kompetenzen.
  • Messbarkeit und Nachweis des Customer Experience Impacts, etwa durch Customer Lifetime Value und Business Cases, sind entscheidend für die Akzeptanz im Top-Management.
  • Customer Experience Teams müssen operative Verantwortung in cross-funktionalen Projekten übernehmen und Ownership für Leistungsketten und Prozesse entwickeln.

Customer Journey Management in großen Organisationen steht exemplarisch für den Wandel von der punktuellen Optimierung hin zu einem kontinuierlichen, systemisch verankerten Transformationsprozess. Die Diskussion legt offen, dass der eigentliche Engpass nicht im Mangel an Methoden oder Technologien liegt, sondern in der fehlenden Integration von Change-Kompetenz, klaren Verantwortlichkeiten und einer übergreifenden Steuerung. Die Panelisten machen deutlich, dass viele Unternehmen zwar einzelne Initiativen vorantreiben, jedoch an Silostrukturen, unklaren Rollen und mangelnder politischer Durchsetzungskraft der CX-Verantwortlichen scheitern. Besonders kritisch ist die Tendenz, Customer Experience als operatives Projekt im Marketing zu verorten, statt sie als strategische Führungsaufgabe zu begreifen. Die Integration von Künstlicher Intelligenz verschärft bestehende Zielkonflikte: Während Automatisierung und datenbasierte Entscheidungen Effizienzpotenziale eröffnen, bleiben Datenschutz, kurzfristige Einsparziele und fehlende Ownership zentrale Barrieren. Der blinde Fleck liegt in der Annahme, dass neue Tools allein den Wandel treiben – tatsächlich entscheidet die Fähigkeit, cross-funktionale Zusammenarbeit und kontinuierliche Innovation zu institutionalisieren.

Der Beitrag fordert dazu auf, Customer Journey Management als dynamisches, unternehmensweites Steuerungsmodell zu etablieren, das sowohl operative als auch strategische Ziele integriert. Entscheidend ist die Entwicklung von Change-Kompetenz im CX-Team, die Fähigkeit zur politischen Navigation im Unternehmen und die Bereitschaft, Verantwortung für abteilungsübergreifende Wertschöpfungsketten zu übernehmen. Die Panelisten empfehlen, Business Impact systematisch über KPIs wie Customer Lifetime Value zu belegen und CX-Maßnahmen als Business Cases zu kommunizieren, um Akzeptanz im Top-Management zu sichern. Gleichzeitig verschiebt der Beitrag die Perspektive: Nicht die Einführung neuer Technologien steht im Zentrum, sondern die Entwicklung einer kontinuierlichen Innovationskultur, die Customer und Employee Journeys als lebende Systeme begreift. Für die Zielgruppe bedeutet das, operative Praxis, strategische Steuerung und kulturellen Wandel konsequent zu verzahnen und Customer Experience als Führungsaufgabe mit messbarem Beitrag zum Unternehmenserfolg zu positionieren.

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