Erfolgsfaktoren für das Management der digitalen Omni-Channel-Experience

Erfolgsfaktoren für das Management der digitalen Omni-Channel-Experience
Mitschnitt-Länge: 50 Minuten
Mitschrift verfügbar

Kanalübergreifende Customer Journeys, modulare Architekturen und Business-IT-Alignment für konsistente digitale Experiences im Unternehmen.

Fach- und Führungskräfte aus Digital Customer Experience, Customer Lifecycle Management und IT-Architektur diskutieren im Panel die Herausforderungen und Lösungsansätze für eine konsistente digitale Experience in komplexen Unternehmensstrukturen. Im Fokus stehen kanalübergreifende Customer Journeys, die Integration von Daten und Systemen sowie die Transformation gewachsener IT- und Organisationslandschaften. Die Panelist:innen bringen Perspektiven aus Beratung, Publishing und Automotive ein und beleuchten, wie Unternehmen durch Business-IT-Alignment, modulare Architekturen und datenbasierte Priorisierung die Customer Journey optimieren können. Praxisbeispiele und Erfahrungsberichte zeigen, wie unterschiedliche Branchen mit der Heterogenität von Nutzerverhalten und Touchpoints umgehen und welche organisatorischen und technologischen Voraussetzungen für eine flexible, skalierbare Experience-Architektur notwendig sind.

Im Austausch werden zentrale Erfolgsfaktoren wie eine einheitliche Datengrundlage, kanalindividuelle Feature-Entwicklung und die Überwindung von Silostrukturen herausgearbeitet. Die Diskussion verdeutlicht, dass Unternehmen spezifische Ziele und Erlebnisse für jeden Kanal definieren sollten, statt eine Vereinheitlichung der Journey anzustreben. Composable Architecture und modulare Systemlandschaften bieten Flexibilität, sind aber abhängig von Unternehmensgröße und -struktur. Die Panelist:innen betonen die Bedeutung von Business-IT-Alignment, Fehlerkultur und kontinuierlichem Upskilling für die nachhaltige Umsetzung kundenzentrierter Lösungen. Empfehlungen umfassen die Erfassung und Analyse von Verhaltensdaten, die Entwicklung eines klaren Zielbilds sowie die Stärkung der organisatorischen Fähigkeiten zur schnellen Anpassung an Veränderungen.

Wir brauchen ein Zielbild, das alle Kanäle und Touchpoints umfasst – und den Mut, in Modulen zu starten, statt auf das große, perfekte Ganze zu warten. – Dr. Oliver Bohl

Konsistenz im Markenerlebnis ist Pflicht, aber die Experience muss sich an jedem Kanal und Kontext gezielt unterscheiden – Begeisterung ist nicht überall das Ziel. – Svenja Niemeyer

Ohne Verhaltensdaten und die Bereitschaft, Fehler zuzulassen, bleibt Customer Experience Management Stückwerk – Try and Error ist Pflicht. – Antje Holtermann

Business und IT müssen an einem Strang ziehen, sonst bleibt der beste Tech-Stack ungenutzt in der Garage stehen. – Dirk Nölke

  • Eine konsistente Customer Experience erfordert eine einheitliche Datengrundlage und die Integration von Systemen sowie Prozessen über alle Kanäle hinweg.

  • Die spezifischen Anforderungen und das Nutzerverhalten an jedem Touchpoint müssen analysiert und kanalindividuell adressiert werden, statt eine Gleichschaltung der Journey zu verfolgen.
  • Organisatorische Silos und gewachsene IT-Landschaften sind zentrale Hindernisse für die Umsetzung einer kanalübergreifenden Experience und erfordern einen transformatorischen Ansatz sowie ein klares Zielbild.
  • Composable Architecture und modulare Systemlandschaften bieten Flexibilität, Skalierbarkeit und Interoperabilität, sind aber nicht für jede Unternehmensgröße oder -struktur gleichermaßen geeignet.
  • Business-IT-Alignment, Fehlerkultur und kontinuierliches Upskilling sind Schlüsselfaktoren, um innovative, kundenzentrierte Lösungen nachhaltig zu implementieren.

Kanalübergreifende Customer Experience in komplexen Organisationen bleibt ein strategisches Spannungsfeld zwischen technologischer Machbarkeit, organisationaler Realität und kultureller Transformation. Die Diskussion legt offen, dass der eigentliche Engpass nicht in fehlenden Tools oder Daten liegt, sondern in der Fähigkeit, Silostrukturen zu überwinden und ein gemeinsames Zielbild zu etablieren. Hier prallen klassische Prozesslogik und die notwendige Kundenzentrierung aufeinander: Während gewachsene IT-Landschaften und Verantwortungsbereiche Beharrungskräfte erzeugen, erfordert die Gestaltung konsistenter Erlebnisse eine radikale Neuausrichtung von Denk- und Arbeitsweisen. Die Panelbeiträge machen deutlich, dass die Gleichschaltung der Customer Journey ein Denkfehler ist; stattdessen müssen Unternehmen kanalindividuelle Ziele und Erlebnisse definieren, ohne dabei die übergreifende Datenintegration und Steuerungsfähigkeit aus dem Blick zu verlieren. Die Herausforderung verschärft sich durch die Parallelität von monolithischen und modularen Architekturen, die jeweils eigene Transformationsbarrieren und Zielkonflikte mit sich bringen.

Für die Praxis verdichtet sich daraus ein Set an Prinzipien, das weit über technische Lösungen hinausweist: Unternehmen müssen die Fähigkeit zur kontinuierlichen Priorisierung und Anpassung entwickeln, Fehlerkultur und Upskilling institutionalisieren und Business-IT-Alignment als Führungsaufgabe verstehen. Die Diskussion fordert dazu auf, nicht nur technische Modularisierung, sondern auch organisatorische Flexibilität konsequent umzusetzen und die Verantwortung für Customer Experience klar zu verankern. Die Perspektive verschiebt sich von der reinen Prozessoptimierung hin zu einer lernenden Organisation, die datenbasiert agiert und kanalübergreifend denkt. Damit liefert der Beitrag einen Impuls, Customer Experience Management als fortlaufenden Transformationsprozess zu begreifen, der strategische Zielsetzungen, operative Exzellenz und kulturellen Wandel integriert.

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