Zwei erfahrene CX-Verantwortliche aus der Prozessautomatisierung und Industrie diskutieren die Herausforderungen und Lösungsansätze beim Aufbau holistischer Experience-Management-Programme im B2B-Umfeld. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich fragmentierte Kundenstrukturen, lange Entscheidungsprozesse und zahlreiche Stakeholder in ein zentrales, steuerbares Customer-Experience-System überführen lassen. Die Gesprächspartner beleuchten, wie sich die Komplexität im B2B von standardisierten B2C-Prozessen unterscheidet und welche methodischen Ansätze für die Konsolidierung von Kundendaten und die Integration von Stakeholder-Feedback notwendig sind. Praxisbeispiele aus Unternehmen mit 1.000 bis 20.000 Mitarbeitenden zeigen, wie Customer-Journey-Mapping, Stakeholder-Analysen und die Einführung zentraler Datenplattformen als Basis für ein nachhaltiges Experience-Management dienen.
Im Austausch werden konkrete Methoden wie qualitative Stakeholder-Interviews, Workshops zur Identifikation von „Moments of Truth“ und die Nutzung von KPI-Dashboards zur Erfolgsmessung vorgestellt. Die Experten erläutern, wie Customer-Journey-Maps nicht nur als Visualisierung, sondern als operatives Steuerungsinstrument eingesetzt werden, um Maßnahmen zu priorisieren und Verantwortlichkeiten zuzuordnen. Die Verbindung von qualitativen und quantitativen Daten, die Einbindung verschiedener Fachbereiche sowie die Verankerung von CX-Prinzipien in der Unternehmenskultur stehen im Fokus. Herausforderungen wie Change Management, Akzeptanz in produktorientierten Organisationen und die Auswahl flexibler CX-Tools werden anhand konkreter Maßnahmen adressiert. Die Diskussion verdeutlicht, dass ein ganzheitliches Experience-Management im B2B kontinuierliche Anpassung, klare Governance-Strukturen und eine enge Verzahnung mit den Geschäftsprozessen erfordert.
