From Punk CX to Punk XL - Extending the experience leadership in a holistic, integrated and systematic way

From Punk CX to Punk XL - Extending the experience leadership in a holistic, integrated and systematic way
Mitschnitt-Länge: 20 Minuten
Mitschrift verfügbar

Wie radikale, kreative Ansätze Experience Leadership neu definieren und Differenzierung jenseits von Standards ermöglichen.

Adrian Swinscoe adressiert in seiner Keynote die Notwendigkeit, Customer Experience (CX) jenseits standardisierter, prozessgetriebener Ansätze neu zu denken. Im Zentrum steht ein holistisches, systemisches Verständnis von Experience Leadership, das gesellschaftliche und unternehmensinterne Veränderungen integriert. Die Metapher des „Punk“ dient als Impuls für einen kreativen, regelbrechenden Zugang, der Differenzierung nicht durch Benchmarking, sondern durch originelle, identitätsbasierte Gestaltung ermöglicht. Der Beitrag richtet sich an Verantwortliche für CX-Transformation in großen Organisationen und fordert dazu auf, Experience als Bestandteil von Unternehmensidentität, Mitarbeitererlebnis und gesellschaftlicher Verantwortung zu begreifen.

Im Vortrag entwickelt Swinscoe das Konzept der „Punk Customer Experience“ und erweitert es zu „Experience Leadership XL“. Er argumentiert, dass CX radikale, kreative Ansätze benötigt, um echte Veränderung für Kunden, Mitarbeitende und Gesellschaft zu bewirken. Die COVID-19-Pandemie wird als Katalysator für notwendige Transformationen beschrieben, die Prioritäten und Führungsmodelle neu definieren. Swinscoe betont die Bedeutung von Enablement, klaren Leitplanken und individueller Verantwortung für nachhaltige Veränderung. Konkrete Beispiele aus seinem Netzwerk illustrieren, wie wertebasierte Servicekultur und kreative CX-Strategien in der Praxis umgesetzt werden. Abschließend fordert er die Zuhörenden auf, sich aktiv mit der eigenen Identität auseinanderzusetzen und Experience Leadership als multidimensionalen, systemischen Ansatz zu verstehen, der über klassische CX-Grenzen hinausgeht.

Zu viele Customer Experience Programme scheitern, weil sie nur kopieren, was andere tun – wer Kunst schaffen will, darf nicht nach Zahlen malen. – Adrian Swinscoe

Die Experience-Branche braucht mehr Punk: Wir müssen Regeln brechen, Risiken eingehen und uns trauen, anders zu denken, um echte Veränderungen für Kunden und Mitarbeitende zu erreichen. – Adrian Swinscoe

Erfahrung ganzheitlich zu führen heißt, Wirkung auf Kunden, Mitarbeitende, Communities und Gesellschaft systematisch zu verbinden – das ist Experience Leadership auf dem nächsten Level. – Adrian Swinscoe

  • Customer Experience ist zu stark standardisiert und benötigt einen radikalen, punk-inspirierten Ansatz, um echte Veränderungen für Kunden und Mitarbeitende zu bewirken.

  • Die Pandemie hat gezeigt, dass Unternehmen in der Lage sind, in kürzester Zeit grundlegende Veränderungen vorzunehmen, wenn sie sich auf das Wesentliche konzentrieren.
  • Experience Leadership muss holistisch, integriert und systemisch gedacht werden und die Auswirkungen auf Kunden, Mitarbeitende, Community und Gesellschaft berücksichtigen.
  • Organisationen müssen sich ihrer Werte und Identität bewusst werden und diese als Basis für differenzierende und kreative Customer Experience nutzen.
  • Führungskräfte und Teams sollten sich nicht auf Benchmarking und Nachahmung verlassen, sondern durch eigene, kreative Ansätze und Empathie echte Differenzierung schaffen.

Experience Leadership XL adressiert die strategische Notwendigkeit, Customer Experience radikal aus der Komfortzone standardisierter Prozesse und Benchmarks zu lösen. Das Kernthema ist die Überwindung eines Denkfehlers: Die Annahme, Differenzierung entstehe durch das Kopieren von Best Practices, führt zu Austauschbarkeit und Innovationsstau. Die Keynote macht sichtbar, wie Verantwortungsverschiebung und kulturelle Trägheit verhindern, dass Unternehmen ihre Identität als Quelle kreativer, gesellschaftlich relevanter Erlebnisse nutzen. Sie legt offen, dass klassische CX-Programme zu eng greifen, wenn sie nicht systemisch und multidimensional gedacht werden. Der Beitrag konfrontiert die Zielgruppe mit dem Zielkonflikt zwischen Effizienz und echter Transformation: Wer sich auf Prozessoptimierung und Benchmarking beschränkt, verpasst die Chance, Experience Leadership als Treiber für unternehmensweite und gesellschaftliche Veränderung zu etablieren.

Im Zentrum stehen Prinzipien wie radikale Eigenverantwortung, bewusste Identitätsarbeit und die Integration von Mitarbeiter- und Kundenerlebnis. Die Keynote fordert Führungskräfte auf, sich von reaktiver Anpassung an externe Zwänge zu lösen und stattdessen proaktiv kreative Differenzierung zu gestalten. Sie verschiebt die Perspektive von kurzfristiger Prozessverbesserung hin zu nachhaltigem, wertebasiertem Wandel, der alle Stakeholder einbezieht. Für die operative Praxis bedeutet das: Führung muss Räume für Eigeninitiative schaffen, klare Leitplanken definieren und systemisches Denken fördern. Strategisch eröffnet der Beitrag die Option, Experience Leadership als kulturellen Hebel zu nutzen, der weit über Kundenkontaktpunkte hinauswirkt und gesellschaftliche Verantwortung einschließt. Damit liefert er der Zielgruppe einen Impuls, bestehende Routinen zu hinterfragen und Experience Management als integralen Bestandteil der Unternehmensidentität und -strategie zu verankern.

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