Kundenservice Reloaded: Fit für die Service-Welt 2030

Kundenservice Reloaded: Fit für die Service-Welt 2030
Mitschnitt-Länge: 30 Minuten
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Wie Automatisierung, API-Integration und neue Rollenprofile den Kundenservice bis 2030 transformieren und Effizienzpotenziale erschließen.

Serviceverantwortliche großer Organisationen stehen vor der Aufgabe, die Transformation ihres Kundenservice bis 2030 strategisch zu gestalten. Im Mittelpunkt steht die Integration von LLM-basierter Serviceautomatisierung, die Bewertung der Wirtschaftlichkeit neuer Technologien und die Entwicklung zukunftsfähiger Rollenprofile. Der Beitrag bietet einen tiefen Einblick in die aktuellen Treiber und Herausforderungen: steigende Kundenerwartungen an kanalübergreifende Erreichbarkeit, zunehmende Nutzung digitaler Assistenten und die Notwendigkeit, API-Ökosysteme wie MCP-Protokoll und Headless 360 zur Systemintegration einzusetzen. Die Perspektive ist geprägt von einer klaren Abgrenzung gegenüber isolierten Automatisierungsprojekten und betont die Bedeutung eines integrierten, datengetriebenen Ansatzes.

Im Detail analysiert der Vortrag, wie LLMs und Bots den Erstkontakt und die Prozessgestaltung im Service verändern. Die Wirtschaftlichkeit von Automatisierungslösungen wird differenziert betrachtet: Kostenvorteile entstehen nur bei optimierten Prozessen und sauberer Datenbasis, während längere Bearbeitungszeiten pro Fall die Effizienzgewinne relativieren können. Die Rolle menschlicher Mitarbeitender verschiebt sich hin zu Spezialfällen, Ausnahmemanagement und Bot-Überwachung, während klassische Serviceagenten an Bedeutung verlieren. Neue Herausforderungen entstehen bei der Authentifizierung und im Datenmanagement, insbesondere im Hinblick auf Sicherheit und Compliance. Die Empfehlung lautet, Use-Case-Roadmaps zu entwickeln, Prozesse vor der Automatisierung zu optimieren und Governance-Strukturen zur Vermeidung von Halluzinationen bei LLMs zu etablieren. Die kontinuierliche Anpassung der Roadmap, die Entwicklung outcome-orientierter KPIs und die Integration von API-Ökosystemen werden als zentrale Erfolgsfaktoren für die Serviceorganisation der Zukunft herausgearbeitet.

Der Voicebot ist der Dreh- und Angelpunkt für alles, was wir jetzt neu denken im Serviceprozess. – Jonas Leismann

Wer nicht hinschaut, schaut bald hinterher: Wer jetzt nicht die richtige Entscheidung fällt im Service, für den kann es ziemlich stressig werden. – Jonas Leismann

Wir stehen alle am Anfang einer Transformation im Service – einen State-of-the-Art-Service hat es noch nie gegeben. – Jonas Leismann

  • Voicebots und LLMs verändern den Erstkontakt im Kundenservice grundlegend, erfordern aber eine bewusste Strategie und liefern nur dann wirtschaftliche Vorteile, wenn Prozesse und Datenbasis stimmen.

  • Die Einführung einzelner Automatisierungslösungen wie Voicebots oder Chatbots führt häufig zu Stückwerk – entscheidend ist ein ganzheitlicher Plan, der Kanäle, Daten und Rollen integriert.
  • Outcome-orientierte KPIs wie Lösungsquote im Erstkontakt gewinnen an Bedeutung, während Volumen- und Bearbeitungszeit weiterhin als Kosten- und Zufriedenheitsfaktoren relevant bleiben.
  • Die Rolle des Menschen im Kundenservice verschiebt sich hin zu Spezialfällen, Ausnahmemanagement und Überwachung von Bots, während einfache Anfragen zunehmend automatisiert werden.
  • Eine solide Datenbasis und API-Ökosysteme sind Voraussetzung, um LLMs und Bots effizient einzusetzen und Halluzinationen sowie Prozessbrüche zu minimieren.

Die strategische Relevanz der Serviceautomatisierung bis 2030 liegt in der fundamentalen Verschiebung von Verantwortlichkeiten und Wertschöpfungsketten im Kundenservice. Die Integration von LLM-basierten Automatisierungslösungen und API-Ökosystemen zwingt Serviceorganisationen, ihre bisherigen Denkmodelle zu hinterfragen: Automatisierung ist kein Selbstzweck, sondern erfordert eine bewusste Neuausrichtung von Prozessen, Datenstrukturen und Rollenprofilen. Der blinde Fleck vieler Unternehmen besteht darin, Automatisierung als additive Technologie zu betrachten, statt sie als Katalysator für eine tiefgreifende Transformation zu begreifen. Die eigentliche Herausforderung liegt nicht in der Einführung einzelner Tools, sondern in der Überwindung von Silos, der Entwicklung einer integrierten Servicearchitektur und der konsequenten Ausrichtung auf neue KPIs wie Lösungsquote im Erstkontakt. Die kulturelle Barriere manifestiert sich in der Unsicherheit, wie viel Menschlichkeit und Differenzierung im Service künftig noch wirtschaftlich tragfähig sind, während gleichzeitig die Anforderungen an Datenqualität, Governance und Compliance exponentiell steigen.

Der Beitrag fordert dazu auf, Automatisierung als strategisches Steuerungsinstrument zu begreifen und nicht als kurzfristige Effizienzmaßnahme. Er verschiebt die Perspektive von der reinen Prozessdigitalisierung hin zu einer kontinuierlichen, datengetriebenen Organisationsentwicklung, in der die Rolle des Menschen neu definiert wird. Die Empfehlung, Use-Case-basiert und iterativ vorzugehen, adressiert die operative Praxis ebenso wie die Notwendigkeit, outcome-orientierte KPIs und eine robuste Datenbasis als Fundament zu etablieren. Für die Zielgruppe entsteht daraus ein klarer Handlungsimpuls: Wer Serviceautomatisierung nicht als integralen Bestandteil der Unternehmensstrategie verankert, riskiert strukturelle Wettbewerbsnachteile. Die Auseinandersetzung mit neuen Rollenprofilen, der intelligenten Orchestrierung von Bots und Menschen sowie der proaktiven Gestaltung von API-Ökosystemen wird zum zentralen Hebel für nachhaltigen Unternehmenserfolg im Servicebereich.

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