Ein crossfunktionales Team aus Produktverantwortlichen, Service-Expertinnen und Conversational Designern entwickelt und integriert einen Chatbot für den B2B-Telekommunikations-Kundensupport. Im Mittelpunkt steht die Herausforderung, Automatisierung und Userzentrierung miteinander zu verbinden, ohne die persönliche Kundenbeziehung zu verlieren. Die Praxisperspektive umfasst sowohl die technische Weiterentwicklung – von einem einfachen Dialogflow-Agenten hin zu einer eigenentwickelten Bot-Architektur – als auch die organisatorische Zusammenarbeit zwischen internen und externen Partnern. Agile Methoden wie Scrum und die kontinuierliche Analyse von Nutzungsdaten prägen den Projektverlauf.
Der Beitrag zeigt, wie datengetriebenes Training, systematische Erfassung von Nutzeranfragen und die Integration des Chatbots ins Kundenportal zu einer verbesserten Servicequalität führen. Konkrete Learnings betreffen unter anderem die Ablehnung generischer Reformulierungsaufforderungen, die direkte Weiterleitung an den menschlichen Support bei unklaren Anfragen und die Bedeutung einer nahtlosen Übergabe inklusive Chatverlauf und Kundendaten. Die iterative Entwicklung basiert auf enger Abstimmung zwischen Produkt, Service und externen Conversational Designern. Die Erfahrungen unterstreichen, dass ein Chatbot als zusätzlicher Kanal verstanden werden muss und kontinuierliches Lernen sowie der Zugang zu internem Wissen entscheidend für die Akzeptanz und Wirksamkeit im Kundensupport sind.
