Online Reviews plus CX-Umfragen, der neue Goldstandard für CX bei B2C-Firmen?

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Mitschnitt-Länge: 30 Minuten
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Wie Unternehmen Kundenfeedback als Impuls für Veränderung nutzen und Kundenzentrierung strategisch im Unternehmen verankern.

Strategische Kundenzentrierung steht im Mittelpunkt einer Diskussion erfahrener Praktikerinnen und Beraterinnen aus dem Customer Experience Management. Im Talk-Format analysieren die Sprecherinnen, wie Unternehmen Kundenzentrierung als Transformationsaufgabe verstehen und im B2C-Kontext nachhaltig verankern. Die Diskussion beleuchtet, wie emotionale Beteiligung im Top-Management erzeugt wird, welche Bedeutung kleine Umsetzungserfolge für die Ressourcenmobilisierung haben und wie die Wirkung von Customer Experience Initiativen über konkrete Maßnahmen und Business Cases nachgewiesen werden kann. Besonderes Augenmerk liegt auf der Verzahnung von CX-Transformation mit anderen Change-Initiativen und der Rolle erfahrener, intern gut vernetzter Führungspersönlichkeiten für den nachhaltigen Wandel.

Die Teilnehmerinnen betonen, dass Kundenfeedback nicht nur als Messgröße, sondern als Impuls für Veränderung genutzt werden muss. Sie diskutieren die Grenzen reiner Messungen und Dashboards und plädieren für qualitative Methoden, die emotionale Betroffenheit erzeugen, etwa durch direkten Kundenkontakt für Führungskräfte. Die Unterscheidung zwischen lokalen Verbesserungsprojekten und strategischen, bereichsübergreifenden Programmen wird herausgearbeitet. Herausforderungen wie Ressourcenknappheit, Zielkonflikte zwischen kurzfristigen Erfolgen und langfristiger Transformation sowie die Gefahr isolierter Maßnahmen werden adressiert. Empfehlungen umfassen die Fokussierung auf kleine, sichtbare Erfolge, die aktive Einbindung von Mitarbeitenden und die Nutzung interner Netzwerke. Governance-Strukturen, Priorisierung und kontinuierliches Lernen werden als zentrale Erfolgsfaktoren für die nachhaltige Verankerung von Kundenzentrierung genannt.

Wir sind oft so beschäftigt mit Dashboards und Messsystemen, dass wir vergessen, strategisch zu hinterfragen, ob unsere Aktivitäten wirklich Wert für das Unternehmen schaffen. – Pascal de Buren

Zahlen lösen keinen Blutdruck aus – echte Veränderung entsteht erst, wenn Menschen in der Organisation emotional mit den Kundenerlebnissen konfrontiert werden. – Frances Shapiro

Kleine, sichtbare Umsetzungserfolge sind der Schlüssel, um Bewegung in die Organisation zu bringen und langfristig Transformation zu ermöglichen. – Karina Frey

  • Kundenzentrierung muss als strategische Transformationsaufgabe verstanden und im Unternehmen breit verankert werden.

  • Emotionale Beteiligung und Betroffenheit im Management sind entscheidend, um echte Veränderungen und nachhaltige Wirkung zu erzielen.
  • Die Wirkung von Customer Experience Projekten muss durch konkrete Maßnahmen und Business Cases nachgewiesen werden, nicht nur durch Messungen und Dashboards.
  • Kleine, sichtbare Umsetzungserfolge sind wichtig, um Ressourcen und Unterstützung für größere Transformationen zu gewinnen.
  • Erfolgreiche CX-Transformation gelingt besser durch erfahrene, gut vernetzte interne Führungspersönlichkeiten als durch externe Neueinsteiger.

Kundenzentrierung als strategische Transformationsaufgabe offenbart einen grundlegenden Zielkonflikt zwischen operativer Messpraxis und nachhaltiger Veränderung. Die Diskussion legt offen, wie Unternehmen Gefahr laufen, sich in der Erhebung und Auswertung von Daten zu verlieren, während der eigentliche Wandel ausbleibt. Die Fokussierung auf Kennzahlen und Dashboards erzeugt eine Scheinsicherheit, die strukturelle Barrieren und kulturelle Widerstände überdeckt. Entscheidend ist nicht die Quantität der Messungen, sondern die Fähigkeit, aus Kundenfeedback konkrete Impulse für Veränderung abzuleiten und diese in die Organisation zu tragen. Die emotionale Beteiligung des Managements wird als Schlüssel identifiziert, um aus abstrakten Zahlen spürbaren Veränderungsdruck zu erzeugen. Gleichzeitig wird deutlich, dass Transformation nicht als isoliertes Projekt, sondern als kontinuierlicher, bereichsübergreifender Prozess verstanden werden muss, der von erfahrenen, gut vernetzten Führungspersönlichkeiten getragen wird.

Für die Praxis bedeutet das: Wirkungsmessung darf nicht zum Selbstzweck werden, sondern muss in sichtbare, kleine Umsetzungserfolge münden, die Ressourcen und Unterstützung für größere Transformationen mobilisieren. Die Panelistinnen fordern dazu auf, Change-Prozesse als aufeinander aufbauende Schritte zu gestalten, positive Emotionen zu nutzen und Mitarbeitende aktiv einzubinden, um Ownership und nachhaltige Wirkung zu erzielen. Die Reflexion über interne Treiber, Governance-Strukturen und die Rolle von Netzwerken verschiebt die Perspektive von kurzfristigen Erfolgserwartungen hin zu strategischer Verankerung und kulturellem Wandel. Der Beitrag liefert damit einen handlungsrelevanten Impuls für Führungskräfte, Kundenzentrierung nicht als technokratische Messaufgabe, sondern als lebendigen, iterativen Veränderungsprozess zu begreifen, der nur durch konsequente Einbindung, Priorisierung und sichtbare Erfolge langfristig Wirkung entfaltet.

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