Überdenken des Case-Management-Ansatzes als Basis für die Service-Automation

Überdenken des Case-Management-Ansatzes als Basis für die Service-Automation
Mitschnitt-Länge: 30 Minuten
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Wie zentrale Case-Management-Architekturen Silos auflösen und Automatisierung im Bankenservice kanalübergreifend skalierbar machen.

Viele Banken und Finanzdienstleister stoßen Automatisierungsprojekte an, ohne eine zentrale Case Management Architektur als verbindende Grundlage zu etablieren. Jana Skerswetat beleuchtet, wie die Fragmentierung durch historisch gewachsene, kanalzentrierte Systeme die Integration und Skalierung von Service-Automation erschwert. Im Fokus steht die Notwendigkeit, sämtliche Kommunikationskanäle – von Telefonie über E-Mail bis zu Webformularen – in einer zentralen Informationsbasis zusammenzuführen, um Automatisierungspotenziale systematisch zu erschließen und Silos im Kundenservice abzubauen.

Im Talk differenziert Skerswetat Case Management klar vom klassischen Ticketing und CRM, betont die Bedeutung vollständiger, kanalübergreifender Dokumentation und zeigt anhand von Praxisbeispielen aus dem Bankenbereich, wie Voice Recognition, intelligentes Rückrufmanagement und KI-gestützte Coaching-Systeme Effizienz und Erreichbarkeit steigern. Die Argumentation verdeutlicht, dass nachhaltige Automatisierung nur auf Basis einer konsistenten Datenhaltung und einer übergreifenden Architektur gelingt. Herausforderungen wie Datenschutz, Pilotprojekte ohne Skalierung und die Überwindung von Kanal-Silos werden adressiert. Abschließend empfiehlt Skerswetat, Case Management als zentrale Instanz zu etablieren, Automatisierungslösungen direkt zu integrieren und die Kanalstrategie strategisch auszurichten, um nachhaltige Effizienzgewinne im Kundenservice zu realisieren.

Wenn das Ganze wirklich skalieren und für Unternehmen sowie Kunden den richtigen Mehrwert bringen soll, braucht es eine dahinterliegende Architektur – Case Management ist dafür die Basis.
– Jana Skerswetat

Die größte Herausforderung liegt darin, kanalübergreifend alle Kundeninteraktionen sauber im Case Management zu dokumentieren und zu orchestrieren, statt weiter in Silos zu denken.
– Jana Skerswetat

Daten sammeln bringt erst dann Nutzen, wenn wir sie intelligent mit Automatisierung verknüpfen und daraus Effizienzgewinne realisieren.
– Jana Skerswetat

  • Eine skalierbare Service-Automation benötigt eine zentrale Case Management Architektur, die alle Kanäle integriert und als Informationsbasis dient.

  • Kundeninteraktionen müssen kanalübergreifend dokumentiert werden, um Automatisierung und effiziente Bearbeitung zu ermöglichen.
  • Intelligentes Rückrufmanagement und Voice Recognition verbessern die Erreichbarkeit und reduzieren die durchschnittliche Bearbeitungszeit im Kundenservice.
  • Effizienzgewinne entstehen erst, wenn gesammelte Daten aktiv genutzt und in Automatisierungsprozesse eingebunden werden.
  • Die größte Herausforderung liegt in der Integration historisch gewachsener, kanalzentrierter Systeme und der Überwindung von Silos.

Die Diskussion um Case Management als Fundament für Service-Automation legt einen zentralen Zielkonflikt im Kundenservice offen: Unternehmen investieren massiv in punktuelle Automatisierungsprojekte, scheitern jedoch an der Integration historisch gewachsener, kanalzentrierter Systeme. Die eigentliche Transformation bleibt aus, solange die Architektur fragmentiert bleibt und Silos bestehen. Damit wird ein blinder Fleck adressiert, der weit über technische Fragen hinausgeht: Es geht um die Bereitschaft, Informationsmanagement als strategische Führungsaufgabe zu begreifen und die Verantwortung für kanalübergreifende Transparenz nicht an einzelne Fachbereiche oder IT-Projekte zu delegieren. Die kulturelle Barriere liegt in der Tendenz, Automatisierung als Add-on zu bestehenden Prozessen zu betrachten, statt sie als Treiber für eine grundlegende Neuausrichtung der Service-Architektur zu nutzen. Der Beitrag macht deutlich, dass nachhaltige Effizienzgewinne und echte Kundenzentrierung nur entstehen, wenn Unternehmen den Mut aufbringen, bestehende Verantwortlichkeiten und Systemgrenzen radikal zu hinterfragen.

Für die Praxis bedeutet das: Wer Service-Automation skalieren will, muss Case Management als zentrale, kanalübergreifende Instanz etablieren und die operative Fragmentierung überwinden. Die Empfehlung, Automatisierungslösungen direkt in das Case Management zu integrieren und alle Kanäle konsequent zu dokumentieren, verschiebt den Fokus von isolierten Business Cases hin zu einer strategischen Gesamtarchitektur. Die Zielgruppe erhält damit einen klaren Reflexionsimpuls: Nicht die Einführung einzelner Tools oder Piloten entscheidet über den Erfolg, sondern die Bereitschaft, Prozesse, Datenflüsse und Verantwortlichkeiten neu zu denken. Der Beitrag fordert dazu auf, die eigene Kanalstrategie kritisch zu analysieren, Automatisierungspotenziale systematisch zu identifizieren und die aktive Nutzung gesammelter Daten als Hebel für Effizienz und Qualität zu begreifen. Damit liefert er einen substanziellen Beitrag zur Weiterentwicklung des Themas und adressiert die Notwendigkeit eines kulturellen Wandels im Kundenservice.

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