Von der autoritären Führung zur Customer Journey geleiteten Kollaboration

Von der autoritären Führung zur Customer Journey geleiteten Kollaboration
Mitschnitt-Länge: 40 Minuten
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Mitschrift verfügbar

Lieferkettenanalyse als Schlüssel zur Integration von Customer Journey und Kollaboration: Silos überwinden, interne Beziehungen sichtbar machen.

Fach- und Führungskräfte im Customer Experience Management großer Serviceorganisationen erhalten in diesem Talk einen differenzierten Zugang zur Überwindung von Silos und zur Integration der Customer Journey in kollaborative Arbeitsprozesse. Die Perspektive richtet sich auf die strukturellen Ursachen für die geringe Wirksamkeit vieler Customer Experience Initiativen, insbesondere die Trennung zwischen outside-in gedachten Journeys und inside-out gestalteten Prozessen. Der Beitrag zeichnet sich durch die Verbindung von Praxiserfahrung aus der Versicherungsbranche mit einer methodischen Analyse der internen Lieferkette aus und adressiert die Herausforderungen, die aus hierarchischem Denken und fehlender Einbindung interner Kundenbeziehungen entstehen.

Im Zentrum steht die Lieferkettenanalyse als Ansatz, um interne und externe Kundenbeziehungen entlang der Wertschöpfungskette sichtbar zu machen und gezielt in die Customer Journey Arbeit einzubinden. Die Referentin empfiehlt, an konkreten Touchpoints zu starten, die beteiligten Teams und deren Beziehungen zu identifizieren und so die Organisation als Netzwerk von Wertströmen zu verstehen. Die Unterscheidung zwischen Prozess und Lieferkette wird herausgearbeitet: Während Prozesse idealisierte Abläufe abbilden, zeigt die Lieferkette die tatsächlichen Beziehungen und Abhängigkeiten. Die operative Verantwortung für das Kundenerlebnis liegt bei den Fachbereichen, Customer Experience Teams initiieren und begleiten die interne Kollaboration. Für die Priorisierung empfiehlt die Referentin, sich zunächst auf zentrale Moments of Truth und konkrete Projekte zu konzentrieren, um Wirkung und Sichtbarkeit zu erzielen, bevor ein umfassendes Programm mit strategischer Ressourcenverteilung etabliert wird.

Die Macht, die ihr als Customer-Experience-Team habt, ist viel größer, als ihr denkt – wenn ihr aufhört, in Silos zu denken und stattdessen entlang der Wertschöpfungskette kollaboriert. – Annika Bj\u00f6rck

Customer-Journey-Management funktioniert nur, wenn wir die interne Lieferkette vom Kundenkontakt bis zur Produktentwicklung sichtbar machen und gezielt alle relevanten Teams einbinden. – Annika Bj\u00f6rck

Wer Wirkung und Visibilität erzielen will, muss raus aus der Kontrollrolle und die Organisation befähigen, selbst Kundenerlebnisse aktiv zu gestalten. – Annika Bj\u00f6rck

  • Viele Organisationen scheitern daran, aus Customer Experience Messungen konkrete Veränderungen abzuleiten, weil sie in Silos und hierarchischem Denken gefangen sind.

  • Der Disconnect zwischen Customer Journey und Prozessen entsteht, weil Customer Journey outside-in und Prozesse inside-out gedacht werden.
  • Die Analyse der Lieferkette (Leistungskette) ausgehend vom Kunden ermöglicht es, relevante Teams und interne Kundenbeziehungen zu identifizieren und gezielt in die Customer Journey Arbeit einzubinden.
  • Wirksamkeit und Visibilität sind entscheidend, um Management-Attention zu gewinnen und Customer Experience Management in der Organisation zu verankern.
  • Customer Experience Manager sind für die Befähigung und das Programm verantwortlich, nicht für das operative Kundenerlebnis – die Verantwortung liegt bei den operativen Einheiten entlang der Wertschöpfungskette.

Die konsequente Integration der Customer Journey in kollaborative Arbeitsprozesse adressiert einen der zentralen blinden Flecken großer Serviceorganisationen: den strukturellen Widerspruch zwischen hierarchisch geprägter Prozesslogik und der tatsächlichen Wertschöpfung entlang interner und externer Kundenbeziehungen. Das Spannungsfeld entsteht, weil Customer Experience Initiativen häufig an der Oberfläche bleiben und in Silos verharren, während operative Verantwortung und Veränderungsdruck entlang der Wertschöpfungskette diffus verteilt sind. Die Trennung von outside-in orientierter Journey-Logik und inside-out getriebenen Prozessen führt zu einem Disconnect, der nicht nur die Wirksamkeit von CX-Programmen limitiert, sondern auch kulturelle Barrieren gegen echte Kundenzentrierung verstärkt. Die Analyse der Lieferkette als gelebte Realität – jenseits idealisierter Prozessdarstellungen – macht sichtbar, wie Verantwortungsverschiebungen und Zielkonflikte die Transformation blockieren. Damit rückt die Frage nach der tatsächlichen Befähigung der Organisation und der Sichtbarkeit von CX-Initiativen ins Zentrum der strategischen Diskussion.

Der Beitrag fordert dazu auf, Customer Experience Management nicht als isolierte Funktion oder Kontrollinstanz zu begreifen, sondern als Impulsgeber für eine organisationsweite Kollaboration, die an den realen Wertströmen und internen Kundenbeziehungen ansetzt. Die Empfehlung, die Lieferkette ausgehend von konkreten Touchpoints zu analysieren und die relevanten Teams gezielt einzubinden, verschiebt den Fokus von der Optimierung einzelner Kontaktpunkte hin zu einer systemischen Veränderung der Zusammenarbeit. Damit entsteht ein Reflexionsimpuls für Führungskräfte, die operative Praxis konsequent mit strategischen Zielen und kulturellem Wandel zu verknüpfen. Die Rolle von CX-Teams wandelt sich: Sie initiieren und begleiten Veränderungsprozesse, ohne operative Verantwortung zu übernehmen, und stärken so die Eigenverantwortung der Fachbereiche. Sichtbarkeit und Wirkung werden zur zentralen Währung, um die Gravitationskraft von CX-Initiativen zu erhöhen und nachhaltige Veränderungen in der Organisation zu verankern.

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