Von Funktion zu Gefühl: Das User-/Kundenerlebnis im Zentrum des Produktdesigns

Von Funktion zu Gefühl: Das User-/Kundenerlebnis im Zentrum des Produktdesigns
Mitschnitt-Länge: 40 Minuten
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Customer Journey Mapping als Hebel: Wie Zeppelin Rental digitale und analoge Touchpoints integriert und Prozesse konsequent auf Nutzer ausrichtet.

Im Mittelpunkt steht die Transformation eines klassischen Produktunternehmens im Bereich Maschinen- und Gerätevermietung hin zu einer Organisation, die Customer Experience als strategisches Steuerungsinstrument etabliert. Der Erfahrungsbericht aus der Praxis adressiert die Herausforderungen, digitale und analoge Kundenerlebnisse zu harmonisieren und kundenzentrierte Prozesse nachhaltig zu verankern. Die Perspektive eines Senior User Experience Designers eröffnet einen detaillierten Einblick in die organisatorische und methodische Umsetzung von Customer Journey Mapping, die Integration digitaler und analoger Touchpoints sowie die Zusammenarbeit zwischen Fachbereichen und Management. Besonderes Augenmerk liegt auf der Verbindung von Online- und Offline-Kanälen und der kontinuierlichen Einbindung relevanter Stakeholder.

Kern des Beitrags ist die Operationalisierung von Customer Journey Mapping als Werkzeug zur Identifikation von Schmerzpunkten und Optimierungspotenzialen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Die Analyse bestehender Nutzergruppen, die Nutzung von Webanalyse-Tools wie Google Analytics 4 und die Integration von Umfragen und Chatbots liefern die Basis für datenbasierte Entscheidungen. Die Migration der Webseite dient als Hebel für benutzerfreundlichere Interaktionen und die Einführung eines digitalen Vertragsabschlusses adressiert konkrete Schwachstellen in der Customer Journey. Die kontinuierliche Verbesserung erfolgt durch die enge Zusammenarbeit mit Marketing und Content Management, wobei Quick Wins direkt umgesetzt und größere Change-Projekte organisationsübergreifend gesteuert werden. Die Ergebnisse zeigen sich in sinkenden Absprungraten, reduzierten Supportanfragen und einer stärkeren Kundenbindung. Die Customer Journey Map fungiert als Leitplanke für alle Initiativen und wird durch gezielte Befähigung der Stakeholder in der Organisation verankert.

Wir müssen weg von der Produktorganisation hin zu einer echten Customer Experience Organisation, die den Nutzer konsequent in den Mittelpunkt stellt. – Manuel Diekamp

Die größten Schmerzpunkte unserer Kunden entstehen oft durch interne Komplexität – je früher wir diese als Großprojekte angehen, desto schneller schaffen wir echte Verbesserungen. – Manuel Diekamp

Das digitale Kundenerlebnis wird zum entscheidenden Unterscheidungsmerkmal: Nur wenn wir online und offline konsequent verzahnen, bleibt unser Markenversprechen glaubwürdig. – Manuel Diekamp

  • Customer Journey Mapping ist zentrales Werkzeug zur Identifikation von Schmerzpunkten und Optimierungspotenzialen.

  • Die Verbindung und Harmonisierung von Online- und Offline-Kundenerlebnissen ist entscheidend für eine konsistente Customer Experience.
  • Organisatorische Großprojekte und interdisziplinäre Zusammenarbeit sind notwendig, um komplexe, kundenorientierte Veränderungen nachhaltig umzusetzen.
  • Die kontinuierliche Einbindung und Befähigung von Fachbereichen fördert die Akzeptanz und Verankerung von Customer Experience Initiativen.
  • Messbarkeit durch KPIs wie NPS-Score, Absprungraten und Rückwärtsquote belegt den Erfolg von Customer Experience Maßnahmen.

Die konsequente Verlagerung des Fokus von funktionaler Produktlogik hin zu einem ganzheitlichen Kundenerlebnis adressiert einen zentralen Zielkonflikt in der digitalen Transformation der Bau- und Vermietbranche: Die Organisationen stehen vor der Herausforderung, historisch gewachsene Silostrukturen und interne Effizienzlogiken zugunsten einer durchgängigen, kanalübergreifenden Customer Experience zu überwinden. Gerade im Spannungsfeld zwischen klassischem Offline-Geschäft und neuen digitalen Touchpoints wird deutlich, wie tief verankerte Denkmodelle – etwa das „inside-out“-Prinzip der Produktentwicklung – die tatsächlichen Kundenbedürfnisse aus dem Blick verlieren. Der Beitrag macht sichtbar, dass die organisatorische Verankerung von Customer Experience nicht nur technologische oder prozessuale Anpassungen erfordert, sondern einen grundlegenden kulturellen Wandel: Verantwortlichkeiten verschieben sich, etablierte Machtverhältnisse werden hinterfragt, und die Integration von Fachbereichen wird zum Schlüssel für nachhaltige Veränderung. Die Messbarkeit von Customer Experience, etwa durch Webanalyse und gezielte Nutzerbefragungen, dient dabei nicht nur als Steuerungsinstrument, sondern auch als Hebel, um interne Widerstände gegenüber kundenorientierten Initiativen zu adressieren.

Für die Zielgruppe liefert der Beitrag handlungsrelevante Impulse, indem er Prinzipien wie die iterative Entwicklung der Customer Journey, die frühzeitige Einbindung von Stakeholdern und die konsequente Nutzung von Daten zur Entscheidungsfindung in den Mittelpunkt rückt. Die Praxis zeigt, dass Quick Wins und langfristige Change-Projekte gleichermaßen notwendig sind, um die Kluft zwischen strategischer Zielsetzung und operativer Umsetzung zu schließen. Besonders relevant ist die Empfehlung, die Customer Journey als zentrales Steuerungsinstrument zu etablieren und kontinuierlich in die Organisation zu tragen – nicht als einmaliges Projekt, sondern als dauerhafte Leitplanke für alle Veränderungsprozesse. Damit verschiebt sich die Perspektive von der Optimierung einzelner Touchpoints hin zu einer systematischen, organisationsweiten Kundenzentrierung, die sowohl die Akzeptanz digitaler Angebote als auch die Effizienz interner Abläufe nachhaltig steigert.

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