CX 2026: Ganz konkrete Tipps zur Umsetzung noch in diesem Jahr

CX 2026: Ganz konkrete Tipps zur Umsetzung noch in diesem Jahr
Mitschnitt-Länge: 40 Minuten
Mitschrift verfügbar

Alphabetisch strukturierte Praxistipps für CX-Teams: Automatisierung, Qualitätsanalyse, neue Rollen und qualitative Erfolgsmetriken.

Führungskräfte im Customer Experience Management großer Unternehmen und Beratungen erhalten in diesem Talk einen systematischen Überblick über sofort umsetzbare Maßnahmen zur Steigerung von Kundenzufriedenheit und Effizienz. Die Perspektive ist konsequent operativ und praxisorientiert: Im Zentrum stehen konkrete Ansätze, die bestehende Infrastrukturen nutzen und den Fokus von quantitativen auf qualitative Erfolgsmetriken verschieben. Der Beitrag strukturiert die Empfehlungen alphabetisch und adressiert dabei sowohl technologische als auch organisatorische Hebel, um Automatisierung, Echtzeit-Analyse und neue Rollenmodelle im CX-Umfeld voranzutreiben.

Im Detail werden Themen wie KI-gestützte Qualitätsanalyse, dynamische Dienstleistervergütungsmodelle und Customer Effort Score Routing behandelt. Die Keynote zeigt, wie Tools wie Medallia und Baltrix zur automatisierten Auswertung von Kundeninteraktionen eingesetzt werden können, um Einwandsbehandlung, Gesprächsqualität und NPS-Werte vorherzusagen. Die Integration von Live-Video-Support, abteilungsübergreifenden Quality Boards und der gezielten Nutzung von Echtzeitdaten stehen ebenso im Fokus wie die Notwendigkeit, Agenten mehr Entscheidungsspielraum zu geben und qualitative Ziele wie die Erstlösungsquote zu priorisieren. Abschließend wird die Entwicklung neuer Rollenprofile im CX-Bereich diskutiert und das Potenzial von asynchronen, KI-gestützten Kundenerfahrungen aufgezeigt.

Wir müssen endlich aufhören, nur über Umsatz und Kosten zu sprechen – Impact im Customer Experience Management muss konkret berechnet und sichtbar gemacht werden. – Ralf Mühlenhöfer

Je höher der Automatisierungsgrad, desto mehr Freiheit brauchen Agentinnen und Agenten, um komplexe Fälle wirklich fallabschließend zu lösen. – Ralf Mühlenhöfer

Wer das Problem beim ersten Kontakt löst, darf auch 15 Minuten dafür brauchen – entscheidend ist die Erstlösungsquote als größter Treiber für Kundenzufriedenheit. – Ralf Mühlenhöfer

  • KI-gestützte Qualitätsanalyse und Echtzeit-Transkript-Auswertung ermöglichen eine kontinuierliche Verbesserung von Bot-Dialogen und menschlichen Interaktionen im Customer Experience Management.

  • Dynamische Vergütungsmodelle für Dienstleister, die qualitative Kennzahlen wie Customer Effort Score und Customer Lifetime Value einbeziehen, fördern nachhaltige Kundenzufriedenheit und Effizienz.
  • Customer Effort Score Routing und intelligente Personalisierung von Kundenkontakten steigern die Erstlösungsquote und ermöglichen eine gezielte Steuerung von Serviceprozessen.
  • Die Transformation im Customer Experience Bereich erfordert neue Rollen wie Conversational AI Designer und neurolinguistische Experten, die abteilungsübergreifend Prozesse optimieren.
  • Nutzung bereits vorhandener Daten und Automatisierung von Standardfällen durch KI sind zentrale Hebel für eine zukunftsorientierte und effiziente Customer Experience.

Die konsequente Verschiebung von quantitativen auf qualitative Steuerungsgrößen im Customer Experience Management adressiert einen zentralen Zielkonflikt: Während Effizienz und Kostenkontrolle traditionell im Vordergrund stehen, bleibt die nachhaltige Steigerung der Kundenzufriedenheit oft ein nachgelagerter Aspekt. Der Beitrag legt offen, wie Automatisierung und KI-gestützte Qualitätsanalyse nicht nur operative Prozesse beschleunigen, sondern auch die kulturelle Verantwortung für Kundenerlebnisse neu verorten. Die Einführung dynamischer Vergütungsmodelle und die Betonung abteilungsübergreifender Zusammenarbeit machen deutlich, dass klassische Silostrukturen und starre KPI-Logiken zunehmend an Wirksamkeit verlieren. Gleichzeitig wird ein blinder Fleck adressiert: Die Rolle menschlicher Agenten verändert sich fundamental, wenn Standardfälle automatisiert werden und nur noch komplexe, empathiegetriebene Aufgaben beim Menschen verbleiben. Hier entsteht ein Spannungsfeld zwischen dem Wunsch nach Effizienz und der Notwendigkeit, individuelle Kundenbedürfnisse situativ und mit Entscheidungsspielraum zu adressieren.

Aus dem Beitrag lassen sich mehrere handlungsrelevante Prinzipien ableiten: Erstens fordert er dazu auf, bestehende Daten und Technologien sofort zu nutzen, statt auf umfassende Transformationen zu warten. Zweitens verschiebt er die Perspektive von reiner Prozessoptimierung hin zu einer ganzheitlichen, datenbasierten Qualitätssteuerung, die sowohl operative als auch strategische Ziele integriert. Drittens wird die Bedeutung neuer Rollenmodelle und interdisziplinärer Zusammenarbeit betont, um die steigende Komplexität im CX-Management zu bewältigen. Für die Zielgruppe bedeutet dies, das eigene Operating Model kritisch zu hinterfragen, die Steuerung von Dienstleistern und internen Teams an qualitative Erfolgsmetriken zu koppeln und den kulturellen Wandel aktiv zu gestalten. Der Beitrag liefert damit nicht nur konkrete Impulse für die operative Praxis, sondern setzt auch einen Reflexionsrahmen für die strategische Weiterentwicklung von Customer Experience in großen Organisationen.

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