Von Change bis Governance: Erfolgsfaktoren für die Optimierung des CX-Projektmanagements

Von Change bis Governance: Erfolgsfaktoren für die Optimierung des CX-Projektmanagements
Mitschnitt-Länge: 40 Minuten
Mitschrift verfügbar

Kundenzentrierung strategisch verankern: Governance, Change-Management und interne Hebel für nachhaltige CX-Transformation im Unternehmen.

Erfahrene CX-Praktikerinnen und Beraterinnen diskutieren, wie Kundenzentrierung in Großunternehmen als nachhaltiges Transformationsprojekt strategisch verankert werden kann. Im Fokus stehen die Herausforderungen und Erfolgsfaktoren bei der Umsetzung von Customer-Experience-Initiativen: Die Panelistinnen beleuchten, wie emotionale Beteiligung im Change Management erzeugt, Governance-Strukturen etabliert und die Wirkung von Maßnahmen nachgewiesen werden. Die Diskussion zeichnet sich durch den Austausch unterschiedlicher Perspektiven aus – von der operativen Umsetzung über die qualitative Forschung bis hin zur strategischen Steuerung –, wobei konkrete Praxisbeispiele und typische Hürden adressiert werden.

Im Verlauf des Panels wird deutlich, dass reine Messsysteme und Dashboards nicht ausreichen, um Kundenzentrierung wirksam zu verankern. Stattdessen empfehlen die Sprecherinnen, regelmäßig die strategische Ausrichtung zu reflektieren, Maßnahmen auf ihren Wertbeitrag zu prüfen und kleine, sichtbare Erfolge gezielt intern zu kommunizieren. Die Bedeutung von Governance-Strukturen, klaren Verantwortlichkeiten und der Einbindung erfahrener, gut vernetzter Mitarbeitender wird mehrfach hervorgehoben. Pilotprojekte, pragmatische Lösungen und die gezielte Kommunikation von Mehrwerten gelten als zentrale Hebel, um Ressourcen zu sichern und Veränderungsdynamik zu erzeugen. Die Panelistinnen betonen, dass nachhaltige Transformation kontinuierliche Lernbereitschaft, Freude an der Vielseitigkeit und die Bereitschaft zum Experimentieren erfordert.

Wir sind oft so beschäftigt mit Dashboards und Messungen, dass wir vergessen, strategisch zu hinterfragen, ob unsere Aktivitäten wirklich Wert für das Unternehmen schaffen. – Annika Bj\u00f6rck

Kleine Umsetzungserfolge sind der Schlüssel: Erst wenn wir ins Tun kommen und Wirkung nachweisen, entsteht Dynamik und echtes Interesse im Unternehmen. – Carina Frei

Erfolgreiche Transformation gelingt nur, wenn erfahrene, gut vernetzte Manager das Thema treiben – externe Sternschnuppen scheitern meist an fehlender Glaubwürdigkeit und Bindung. – Christine Krimmel

  • Kundenzentrierung muss als strategisches Transformationsprojekt verstanden und nicht auf reine Messung reduziert werden.

  • Emotionale Beteiligung und direkte Kundenerfahrungen im Unternehmen sind entscheidend, um nachhaltige Veränderungen zu bewirken.
  • Die Wirkung von CX-Projekten muss nachweisbar sein; reine System- und Messungsinvestitionen reichen nicht aus.
  • Governance-Strukturen sind notwendig, um Verantwortlichkeiten, Entscheidungswege und Erfolgskriterien in CX-Programmen zu klären.
  • Kleine, sichtbare Umsetzungserfolge und die Einbindung erfahrener, gut vernetzter Personen sind zentrale Erfolgsfaktoren für nachhaltigen Wandel.

Kundenzentrierung als strategisches Transformationsprojekt offenbart einen zentralen Zielkonflikt: Während Organisationen häufig in der Implementierung von Messsystemen und Dashboards verharren, bleibt die tatsächliche Wirkung auf Kunden und Geschäftsprozesse diffus. Die Diskussion legt offen, dass viele Unternehmen Kundenzentrierung als technische oder operative Aufgabe missverstehen und so in eine Verantwortungsverschiebung zwischen Linienorganisation und Projektteams geraten. Die emotionale Beteiligung der Mitarbeitenden und Führungskräfte wird als unterschätzter Hebel sichtbar, der über den Erfolg oder das Scheitern von Veränderungsinitiativen entscheidet. Gleichzeitig zeigt sich ein struktureller Widerspruch: Die Investition in Systeme und Daten ersetzt nicht die Notwendigkeit, konkrete Veränderungen in der Organisation zu verankern und deren Wirkung nachweisbar zu machen. Governance wird dabei nicht als bürokratische Hürde, sondern als Voraussetzung für Klarheit in Verantwortlichkeiten, Entscheidungswegen und Erfolgskriterien verstanden – ein Aspekt, der in der Praxis häufig vernachlässigt wird.

Für die Zielgruppe leitender CX-Verantwortlicher liefert der Beitrag handlungsrelevante Prinzipien: Kleine, sichtbare Erfolge und die gezielte Einbindung erfahrener, gut vernetzter Mitarbeitender schaffen Akzeptanz und Dynamik für nachhaltigen Wandel. Die Panelistinnen fordern dazu auf, Transformation nicht als Großprojekt zu inszenieren, sondern mit Pilotprojekten Wirkung zu demonstrieren und so Ressourcen und Unterstützung zu gewinnen. Die Reflexion über die Rolle des Topmanagements und die Notwendigkeit klarer Governance-Strukturen verschiebt den Fokus von reiner Messung hin zu strategischer Steuerung und kultureller Verankerung. Der Beitrag fordert dazu auf, Komplexität als Chance für Lernen und Entwicklung zu begreifen, Verantwortung zu teilen und Veränderung als kontinuierlichen, kollaborativen Prozess zu gestalten. Damit liefert er einen Impuls, operative Praxis, strategische Zielsetzung und kulturellen Wandel konsequent miteinander zu verbinden.

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