Wenn Analyse automatisiert wird: Welche Aufgaben bleiben – und welche entstehen neu?

Wenn Analyse automatisiert wird: Welche Aufgaben bleiben – und welche entstehen neu?
Mitschnitt-Länge: 35 Minuten
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Automatisierte Feedbackanalyse verändert CX-Rollen: Herausforderungen und Chancen für Insights-Manager im B2B-Umfeld.

Die Panel-Diskussion auf der Shift/CX Konferenzwoche 2026 beleuchtet die Auswirkungen der Automatisierung von Feedbackanalysen durch KI auf die Rollen und Aufgaben im Bereich Customer Experience. Experten aus verschiedenen Unternehmen diskutieren, wie sich die Anforderungen an CX-Verantwortliche und Insights-Manager verändern und welche organisatorischen Herausforderungen bei der Integration von Feedbackprozessen in Entscheidungsprozesse bestehen. Der Austausch bietet einen tiefen Einblick in die aktuellen Praktiken und Defizite bei der Generierung und Kommunikation von Insights sowie in die Notwendigkeit, organisatorische Silos aufzubrechen und bereichsübergreifende Zusammenarbeit zu fördern.


Im Zentrum der Diskussion stehen die unterschiedlichen Perspektiven der Panelisten auf die Nutzung von KI in der Feedbackanalyse. Oliver Kern und Stefan Kolle betonen die Notwendigkeit menschlicher Kontrolle und kritischen Hinterfragens, während Saskia Kraft und Thomas Maiwald-Immer die Bedeutung von CX-Governance-Strukturen und der Verknüpfung von Feedbackdaten mit der Customer Journey hervorheben. Die Diskussion zeigt, dass KI zwar Prozesse beschleunigen kann, jedoch weiterhin strategisches Verständnis und bereichsübergreifende Zusammenarbeit erfordert, um den vollen Nutzen aus Feedbackprozessen zu ziehen. Die Panelisten sind sich einig, dass die größte Herausforderung nicht in der Technologie, sondern in der organisatorischen Verankerung von CX liegt.

Wir haben kein Datenproblem, sondern ein Menschenproblem. Wir müssen Feedback stärker in den unternehmerischen Kontext bringen und cross-funktional zusammenarbeiten. – Oliver Kern


Ein CX-Manager ist nicht derjenige, der die Datenanalysen macht. Die Rolle sollte einfacher werden, weil wir mehr Daten haben, die wir besser analysieren können. – Stefan Kolle


CX ist ein Betriebssystem, kein Projekt. Ohne die richtige Governance und das Verständnis im Unternehmen bleibt es oft nur bei der Messung und Berichterstattung. – Thomas Maiwald-Immer


KI ist kein Wundermittel, aber sie hilft, große Datenmengen zu analysieren. Trotzdem bleibt ein signifikanter manueller Aufwand, um tiefere Einsichten zu gewinnen. – Saskia Kraft

  • KI kann Feedbackanalysen beschleunigen, erfordert jedoch weiterhin menschliche Kontrolle und kritisches Hinterfragen.
  • Die Rolle des Insights Managers entwickelt sich vom Analysten zum Orchestrator und Storyteller, der Insights in die Organisation trägt.
  • Effektive CX-Governance ist entscheidend, um Feedbackprozesse in Entscheidungsprozesse zu integrieren.
  • Unternehmen müssen organisatorische Silos aufbrechen, um CX-Daten effektiv zu nutzen und Veränderungen zu ermöglichen.
  • Die Nutzung bestehender Daten mit KI-gestützten Analysen kann schnelle Erfolge und nachweisbaren ROI liefern.

Die Automatisierung von Feedbackanalysen durch KI stellt eine strategische Herausforderung für Unternehmen dar, die sich in einem Spannungsfeld zwischen technologischer Innovation und organisatorischer Integration befinden. Während KI die Geschwindigkeit und Effizienz der Datenverarbeitung erhöht, bleibt die menschliche Kontrolle unerlässlich, um die Relevanz und Qualität der Insights sicherzustellen. Ein zentraler Konflikt besteht in der Verantwortungsverschiebung: CX-Manager müssen sich von reinen Analysten zu Orchestratoren entwickeln, die bereichsübergreifende Zusammenarbeit fördern und Insights in konkrete Maßnahmen umsetzen. Die Diskussion verdeutlicht, dass strukturelle Barrieren, wie isolierte Abteilungen und fehlende CX-Governance, die Umsetzung von Feedbackprozessen behindern. Diese Barrieren führen zu einem blinden Fleck in der strategischen Nutzung von Kundenfeedback, da Insights oft nicht in den unternehmerischen Kontext integriert werden.


Der Beitrag fordert Unternehmen auf, ihre Governance-Strukturen zu überdenken und CX als integralen Bestandteil der Unternehmensstrategie zu etablieren. Die Panelisten betonen die Notwendigkeit, organisatorische Silos aufzubrechen und cross-funktionale Teams zu schaffen, die gemeinsam an der Lösung von Kundenproblemen arbeiten. Dies erfordert ein Umdenken in der operativen Praxis, bei dem Feedback nicht nur gesammelt, sondern aktiv in Entscheidungsprozesse eingebunden wird. Die Diskussion verschiebt die Perspektive von einer reinen Datenanalyse hin zu einem datenbasierten Storytelling, das Veränderungen anstößt und den Business Impact von CX-Initiativen verdeutlicht. Unternehmen werden aufgefordert, kleine, nachweisbare Erfolge zu erzielen, um das Mandat für größere strategische Veränderungen zu stärken und die kulturelle Verankerung von CX zu fördern.

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