Wichtige Trends aus dem CEX Trendradar und ihre Bewertung

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Strategien zur Verankerung von Customer Experience im B2B: Von Feedbackintegration bis Ökosystem-Entwicklung und datenbasierter Steuerung.

Strategisches Customer Experience Management in B2B-Großunternehmen steht im Mittelpunkt dieser Paneldiskussion, die verschiedene Branchen wie Versicherung, Automotive und Healthcare adressiert. Die Diskussion beleuchtet die Spannbreite der CX-Implementierung: Während einige Unternehmen bereits fortgeschrittene Methoden wie Voice of Customer Programme und Customer Journey Mapping etabliert haben, kämpfen andere mit marginalisierten CX-Einheiten oder fehlender Verankerung in der Unternehmenskultur. Die Panelisten bringen unterschiedliche Perspektiven aus Beratung, Praxis und Forschung ein und diskutieren, wie Feedbackintegration, datenbasierte Steuerung und organisationsübergreifende Kulturtransformation gelingen können. Besonderes Augenmerk liegt auf der Rolle von Führung, der Notwendigkeit interdisziplinärer Zusammenarbeit und der Entwicklung von Ökosystemen zur ganzheitlichen Adressierung von Kundenbedürfnissen.

Im Austausch werden zentrale Herausforderungen und Lösungsansätze deutlich: Viele Unternehmen sammeln umfangreiches Feedback, scheitern jedoch an der Überführung in konkrete Verbesserungsmaßnahmen. Die Integration von Daten in CX-Cockpits, die Nutzung der Value Irritant Matrix zur Priorisierung von Kontaktpunkten und die methodische Weiterentwicklung im Customer Journey Mapping stehen im Fokus. Die Panelisten betonen, dass nachhaltiges Customer Experience Management eine Kombination aus kulturellem Wandel, methodischer Exzellenz und technologischer Integration erfordert. Die Diskussion zeigt, dass Priorisierung, kontinuierliche Weiterentwicklung und die Bereitschaft, auch unbequeme Wahrheiten offen zu adressieren, zentrale Erfolgsfaktoren für die Zukunft von CX-Initiativen sind.

Wir stellen CX-Manager ein, kaufen uns ein tolles Feedback-Tool und dann warten wir ab, was passiert – das reicht nicht. Es braucht echte Rückkopplung und Umsetzung auf allen Ebenen. – Rainer Kolm

Das Cockpit muss die Daten so aufbereiten, dass jeder versteht, welchen Beitrag er zum Unternehmensergebnis und zur Kundenzufriedenheit leistet. – Harald Henn

Man muss die richtigen Stakeholder identifizieren, Koalitionen aufbauen und sich nicht nur auf schnelle Quick Wins verlassen, sondern auch die dicken Bretter parallel bohren – und das geht nur mit echtem Backing von oben. – Dr. Judith Glüsenkamp

Ein Customer-Journey-Map ist ein dynamisches Wesen, das kontinuierlich weiterentwickelt werden muss, um an den Moments of Truth gezielt Verbesserungen für den Kunden zu erzielen. – Michael Brandt

Die größte Herausforderung ist, aus den vielen gesammelten Daten echte Initiativen zu entwickeln, die beim Kunden ankommen – erst dann entsteht Business Impact. – Nicolas Riedle

  • Viele Unternehmen sammeln umfangreiches Kundenfeedback, nutzen aber die daraus gewonnenen Erkenntnisse zu wenig für konkrete Verbesserungsmaßnahmen.

  • Die Verankerung von Customer Experience Management erfordert eine organisationsweite Kulturveränderung und die aktive Unterstützung durch das Top-Management.
  • Datenintegration und die Aufbereitung in CX-Cockpits sind entscheidend, um den Wertbeitrag von CX-Maßnahmen sichtbar und steuerbar zu machen.
  • Customer Journey Mapping ist nicht nur ein methodischer, sondern auch ein kultureller Hebel für interdisziplinäre Zusammenarbeit und kontinuierliche Optimierung.
  • Der Aufbau von Ökosystemen und Multi-Experience-Ansätzen wird zunehmend wichtiger, um Kundenbedürfnisse ganzheitlich zu adressieren.

Customer Experience Management im B2B-Umfeld bleibt ein Feld grundlegender Zielkonflikte und struktureller Widersprüche. Die Diskussion legt offen, wie Unternehmen zwar systematisch Feedback sammeln und Methoden wie Customer Journey Mapping etablieren, jedoch an der konsequenten Umsetzung und Integration in die Unternehmenssteuerung scheitern. Die eigentliche Herausforderung liegt weniger in der Verfügbarkeit von Daten oder Tools, sondern in der organisationsweiten Verankerung von Kundenzentrierung als Führungsprinzip. Hier kollidieren kurzfristige Effizienzziele, Silodenken und mangelnde Rückendeckung aus dem Top-Management mit dem Anspruch, Customer Experience als strategischen Werttreiber zu etablieren. Die Panelisten machen deutlich, dass Transformation nicht an fehlender Technologie, sondern an kulturellen Barrieren und Verantwortungsdiffusion scheitert: CX-Manager agieren oft ohne klares Mandat, Initiativen versanden, wenn sie nicht durch Netzwerke und Führung legitimiert werden. Gleichzeitig bleibt die Priorisierung von Maßnahmen und der Nachweis des Wertbeitrags ein ungelöstes Spannungsfeld, das operative und strategische Interessen gegeneinander ausspielt.

Für die Praxis bedeutet das: Erfolgreiches Customer Experience Management erfordert eine konsequente Fokussierung auf die Verbindung von Mindset, Methodik und Technologie. Die Diskussion liefert keine einfachen Rezepte, sondern fordert dazu auf, Prioritäten zu setzen, Quick Wins mit langfristigen Veränderungsprozessen zu kombinieren und die eigene Sichtbarkeit sowie das interne Netzwerk gezielt zu stärken. Entscheidend ist die Fähigkeit, Feedbackdaten nicht nur zu sammeln, sondern in konkrete Verbesserungen und organisationale Lernprozesse zu überführen. Die Entwicklung von Ökosystemen und Multi-Experience-Ansätzen verschiebt die Perspektive von isolierten Kontaktpunkten hin zu ganzheitlichen Kundenerlebnissen, verlangt aber auch eine neue Form der interdisziplinären Zusammenarbeit und Datenintegration. Der Beitrag fordert Führungskräfte auf, die kulturelle Dimension von Customer Experience Management als zentrales Steuerungsfeld zu begreifen und die Bereitschaft zu fördern, unbequeme Wahrheiten offen zu adressieren. Damit liefert er einen Impuls, operative Praxis, strategische Zielsetzung und kulturellen Wandel als untrennbare Einheit zu denken.

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