Ansatzpunkte für die Optimierung der digitalen Lead-Strecken

Ansatzpunkte für die Optimierung der digitalen Lead-Strecken
Mitschnitt-Länge: 10 Minuten
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Lead-Qualifizierung, Datenintegration und Fachhandelseinbindung im B2B2C-Vertrieb: Praxisansätze für digitale Customer Journeys.

Im Mittelpunkt steht die Optimierung digitaler Lead-Strecken im mehrstufigen Vertrieb der Bauindustrie mit Fokus auf den technischen Sonnenschutzmarkt. Der Praxisbericht beleuchtet die Transformation eines klassischen B2B-Modells hin zu einer B2B2C-Strategie, bei der die direkte Ansprache von Endkunden und die systematische Übergabe qualifizierter Leads an den Fachhandel im Vordergrund stehen. Die Perspektive einer Marketing-Leiterin eines Marktführers liefert Einblicke in die Herausforderungen und Lösungsansätze bei der Gestaltung einer durchgängigen Customer Journey, der Integration von Marketing Automation und CRM sowie der Zusammenarbeit mit regionalen Vertriebspartnern. Besonderes Augenmerk liegt auf der Verbindung von digitalen und stationären Kontaktpunkten sowie der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Systemlandschaft.

Kern des Ansatzes ist die Ausrichtung der digitalen Lead-Strecke entlang der Customer Journey, unterstützt durch Tools wie Lead Cloud, CRM, Google Analytics 4 und ein Endkundenportal. Die Lead-Qualifizierung erfolgt über Conversion Grades für Marketing Qualified Leads und Sales Qualified Leads, während operative und Management-Kennzahlen die Erfolgsmessung steuern. Der Beitrag adressiert die Integration von Kundendaten, die Einbindung von Fachhändlern in digitale Kampagnen und die Notwendigkeit eines strategischen, iterativen Vorgehens bei der Systemoptimierung. Herausforderungen wie Datenbrüche zwischen digitalen und analogen Kanälen, Datenschutz und Ressourcenmanagement werden anhand konkreter Praxisbeispiele und Maßnahmen erläutert.

Wir begleiten unsere Endkunden entlang der gesamten Customer Journey und wollen sie mit relevanten digitalen Services und Inhalten immer wieder erreichen – online wie offline. – Marion Fischer

Unser größter Painpoint ist aktuell die fehlende Integration der Endkundendaten ins CRM – erst damit können wir die 1:1-Kommunikation und professionelle Marketing-Automation wirklich ausspielen. – Marion Fischer

Es bringt nichts, alles auf einmal umzusetzen – entscheidend ist ein klarer Plan, den wir konsequent verfolgen und immer wieder anpassen, um systemseitig und organisatorisch Schritt für Schritt besser zu werden. – Marion Fischer

  • Die digitale Leadstrecke muss entlang der Customer Journey gestaltet werden, um Leads systematisch zu qualifizieren und an den Fachhandel zu übergeben.

  • Die Integration von Endkundendaten ins CRM ist entscheidend, um eine durchgängige 1:1-Kommunikation und Marketing Automation zu ermöglichen.
  • Operative und Management-Kennzahlen wie Conversion Grades für Marketing Qualified Leads und Sales Qualified Leads sind essenziell für die Erfolgsmessung.
  • Die Zusammenarbeit mit Fachhändlern und die Einbindung regionaler Partner sind zentrale Bestandteile der digitalen Leadstrategie.
  • Ein strategischer Plan und kontinuierliche Optimierung sind notwendig, um Herausforderungen wie Blackbox im Vertrieb, Datenschutz und Systembrüche zu adressieren.

Digitale Lead-Strecken im mehrstufigen Vertrieb offenbaren ein zentrales Spannungsfeld zwischen Automatisierung, Datenintegration und der Notwendigkeit, gewachsene Partnerstrukturen einzubinden. Die strategische Relevanz liegt darin, dass die klassische Trennung von B2B- und B2C-Kommunikation zunehmend obsolet wird: Hersteller müssen Endkunden direkt adressieren, ohne die Fachhandelspartner zu marginalisieren oder Kontrollverluste im Lead-Prozess zu riskieren. Sichtbar wird ein struktureller Zielkonflikt zwischen dem Wunsch nach durchgängiger, datenbasierter Customer Journey und den realen Bruchstellen beim Übergang in den stationären Handel. Die operative Herausforderung besteht darin, digitale Sichtbarkeit und Steuerbarkeit nicht an der Schnittstelle zum Fachhandel zu verlieren, während gleichzeitig die Datenqualität und die Integration von Marketing- und Vertriebssystemen noch nicht durchgängig gewährleistet sind. Transformation bedeutet hier nicht nur technologische Migration, sondern auch die Überwindung von Verantwortungsdiffusion und die Entwicklung gemeinsamer Standards für Lead-Qualifizierung und Performance-Messung.

Der Beitrag verdichtet die Notwendigkeit, digitale Lead-Strecken als kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu verstehen, der strategische Zielbilder mit operativer Umsetzungsdisziplin verbindet. Er fordert dazu auf, systematisch an der Integration von CRM, Marketing Automation und Reporting zu arbeiten, ohne die Partner im Vertrieb zu überfordern oder zu verlieren. Die Empfehlung, schrittweise vorzugehen und die Fachhändler aktiv einzubinden, verschiebt die Perspektive: Nicht die vollständige Kontrolle über die Customer Journey steht im Vordergrund, sondern die Fähigkeit, relevante Datenpunkte und Touchpoints gemeinsam zu orchestrieren. Für die Zielgruppe entsteht daraus ein Impuls, die eigene Rolle im Ökosystem neu zu definieren und die Balance zwischen zentraler Steuerung und partnerschaftlicher Kollaboration als Schlüssel für nachhaltige Lead-Performance zu begreifen.

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