Conversational + AI = Agenten-basierte Kundeninteraktionen?

Conversational + AI = Agenten-basierte Kundeninteraktionen?
Mitschnitt-Länge: 50 Minuten
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Panel diskutiert, wie generative KI und RAG Serviceprozesse automatisieren, Compliance sichern und Nutzerakzeptanz im Kundenkontakt stärken.

Fachverantwortliche aus Automotive, B2B-SaaS und Enterprise diskutieren in einer Panelrunde die Integration generativer KI und Retrieval-Augmented-Generation (RAG) in agentengestützte Kundeninteraktionen. Im Mittelpunkt stehen die Herausforderungen und Potenziale bei der Automatisierung von Serviceprozessen, der Einhaltung regulatorischer Vorgaben wie dem AI Act sowie der kontinuierlichen Optimierung von Wissensbasen. Die Panelisten bringen unterschiedliche Perspektiven aus Produktmanagement, Beratung und Technologieentwicklung ein und beleuchten die Auswirkungen technologischer Innovationen auf Organisation, Prozesse und Nutzerakzeptanz.

Im Austausch heben die Teilnehmenden hervor, dass RAG als Weiterentwicklung klassischer Feintuning-Ansätze gilt, jedoch neue Anforderungen an Datenaufbereitung und Plattformintegration stellt. Generative KI ermöglicht eine signifikante Automatisierung und Qualitätssteigerung, erfordert aber flexible Anpassungen an sich wandelnde Use Cases. Die Diskussion adressiert die Notwendigkeit interdisziplinärer Teams, die neben technischer auch psychologische und soziolinguistische Kompetenzen einbringen, um die Nutzererfahrung zu optimieren. Regulatorische Anforderungen, insbesondere durch den AI Act, werden als zentrale Herausforderung für 2025 identifiziert. Die Panelisten betonen, dass die wirtschaftliche Tragfähigkeit und die kontinuierliche Befähigung der Mitarbeitenden entscheidend für die erfolgreiche Einführung neuer Conversational-AI-Technologien sind.

First Level Tätigkeiten im Kundenservice wird es in zwei, drei, vier Jahren nicht mehr geben. – Andreas Klug

Wir müssen anders denken und die entscheidenden Personen sowie die Mitarbeitenden mitnehmen – Innovationsoffenheit ist der Schlüssel. – Ralf Mühlenhöver

Das Thema Shit in, Shit out trifft uns nach wie vor: Prozesse ohne Reifegrad lassen sich auch mit der besten Technologie nicht sinnvoll digitalisieren. – Monika Arbter-Hubrich

Die Firmen müssen besser verstehen, was die Kernbotschaft ist, die sie rüberbringen wollen – weniger Technik, mehr User Experience. – Daniel Fitzpatrick

Wir dürfen uns bei der Anzeige von Emissionsdaten keinen Fehler leisten, sonst drohen empfindliche Strafen – Qualitätssicherung ist Pflicht. – Dr. Ralf Nikolai

  • Retrieval-Augmented-Generation wird als fortschrittlichere Methode gegenüber klassischem Feintuning bei Conversational AI betrachtet, erfordert jedoch kontinuierliche Anpassung und Datenmanagement.

  • Die Integration generativer KI ermöglicht eine signifikante Automatisierung und Qualitätssteigerung im Kundenservice, insbesondere bei FAQ-Bots und End-to-End-Prozessen.
  • AI Act Compliance wird ab 2025 ein zentrales Thema für Unternehmen, insbesondere im Hinblick auf verbotene Anwendungen und die Notwendigkeit, regulatorische Anforderungen in Serviceprozessen zu berücksichtigen.
  • Akzeptanz und Adaption neuer Conversational AI-Technologien hängen maßgeblich von der Einbindung und Befähigung der Mitarbeitenden sowie der Nutzerfreundlichkeit für Endkunden ab.
  • Die Geschwindigkeit technologischer Entwicklungen und die Vielfalt an Plattformen erfordern flexible Governance-Strukturen und kontinuierliche Optimierung der Wissensbasen.

Agentenbasierte Kundeninteraktion mit generativer KI und Retrieval-Augmented-Generation thematisiert einen strategischen Zielkonflikt zwischen Automatisierungseffizienz, regulatorischer Sicherheit und nachhaltiger Nutzerakzeptanz. Im Zentrum steht die Frage, wie Unternehmen die Potenziale neuer KI-Methoden operationalisieren, ohne in die Falle kurzfristiger Technologieadaption oder unreflektierter Prozessdigitalisierung zu geraten. Die Diskussion legt offen, dass die eigentliche Transformationshürde nicht in der Tool-Auswahl oder Implementierung liegt, sondern in der kontinuierlichen Anpassung von Daten, Prozessen und Verantwortlichkeiten. Denkfehler entstehen dort, wo Plug-and-Play-Lösungen als Allheilmittel betrachtet werden und die Komplexität von Wissensmanagement, Compliance und Change Management unterschätzt wird. Die Panelisten machen deutlich, dass die Integration generativer KI nicht nur technologische, sondern auch kulturelle und organisatorische Reibungen erzeugt: Verantwortungsverschiebungen zwischen Fachbereichen und IT, Unsicherheiten bei der Qualitätssicherung und Zielkonflikte zwischen Effizienzsteigerung und regulatorischer Konformität prägen die Führungsperspektive.

Für die operative und strategische Praxis hebt die Diskussion mehrere handlungsleitende Prinzipien hervor. Erstens: Die Qualität der zugrundeliegenden Daten und Prozesse ist entscheidend für den Erfolg von KI-gestützten Serviceprozessen. Zweitens: Die Befähigung und Einbindung der Mitarbeitenden wird zur zentralen Stellschraube für Akzeptanz und nachhaltige Nutzung. Drittens: Compliance, insbesondere im Kontext des AI Act, erfordert proaktive Maßnahmen und kontinuierliche Überprüfung der eingesetzten Systeme. Die Panelisten verschieben die Perspektive von einer rein technischen auf eine interdisziplinäre Herangehensweise, bei der psychologische, soziolinguistische und kreative Kompetenzen ebenso relevant sind wie technisches Know-how. Für die Zielgruppe bedeutet dies: Erfolgreiche KI-Integration verlangt nicht nur Investitionen in Technologie, sondern vor allem in Change Management, Wissensaufbau und die Gestaltung tragfähiger Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine. Der Beitrag fordert dazu auf, Automatisierung nicht als Selbstzweck zu verfolgen, sondern als Teil eines umfassenden Transformationsprozesses, der wirtschaftliche Tragfähigkeit, regulatorische Sicherheit und Nutzerzentrierung in Einklang bringt.

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