Customer Journey Management in starren Strukturen implementieren - Mission impossible?

Customer Journey Management in starren Strukturen implementieren - Mission impossible?
Mitschnitt-Länge: 50 Minuten
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Top-Down oder aus der Mitte: Analyse der Erfolgsfaktoren für nachhaltiges Customer Journey Management in hierarchischen Organisationen.

Customer Journey Management stößt in hierarchisch geprägten Großunternehmen auf spezifische Herausforderungen, die sich aus Silostrukturen, pyramidenförmiger Organisation und der Fokussierung auf Managementebenen ergeben. Die Keynote von Annika Björck adressiert diese Rahmenbedingungen aus der Perspektive von CX-Verantwortlichen und Führungskräften in Matrixorganisationen. Im Zentrum steht die Frage, wie kundenzentriertes Handeln nachhaltig verankert und der Wirkungsnachweis von Customer Experience Initiativen erbracht werden kann. Der Beitrag zeichnet sich durch die Gegenüberstellung von Top-Down-Ansätzen und Initiativen aus der Mitte aus, wobei beide Wege hinsichtlich ihrer Chancen, Risiken und Anforderungen analysiert werden. Besonderes Augenmerk liegt auf der praktischen Umsetzbarkeit und der Notwendigkeit, Change Management als kontinuierlichen Prozess zu begreifen.

Im inhaltlichen Fokus stehen konkrete Handlungsoptionen für die Implementierung von Customer Journey Management: Top-Down-Initiativen bieten hohe Sichtbarkeit und Ressourcen, bergen jedoch das Risiko, im mittleren Management zu versanden oder den Bezug zur Wirkung zu verlieren. Ansätze aus der Mitte setzen auf den Nachweis von Nutzen und Wirkung, um Management-Attention zu gewinnen, und erfordern gezielte Kommunikation sowie die Einbindung der operativen Ebene. Die Keynote betont die Bedeutung von konsistentem Handeln des Top-Managements, klaren Zielen und strategischer Planung. Tools wie Powerpoint und Confluence werden als etablierte Werkzeuge zur Transparenz und Steuerung genutzt, ersetzen jedoch nicht die Notwendigkeit bewusster Steuerung und kontinuierlicher Erfolgskontrolle. Die Rolle der CX-Verantwortlichen wird klar abgegrenzt: Sie identifizieren Handlungsfelder und geben Empfehlungen, die Umsetzung liegt bei den Fachbereichen. Abschließend wird ein iterativer Ansatz empfohlen: Maßnahmen umsetzen, Wirkung nachweisen, kommunizieren und wiederholen, um nachhaltige Veränderungen in starren Strukturen zu erreichen.

Kundenzentriertes Denken und Handeln ins Unternehmen zu bringen, gelingt nicht durch einzelne Maßnahmen, sondern durch konsequente Verankerung im Alltag. – Annika Björck

Wer als Customer Journey Manager Wirkung erzielen will, muss den Nachweis für den eigenen Case im eigenen Unternehmen erbringen – Best Cases aus anderen Organisationen überzeugen das Management nicht. – Annika Björck

Change in der Customer Journey macht nur dann nachhaltig Spaß und Wirkung, wenn wir mit echter Begeisterung statt mit Angst führen. – Annika Björck

  • Customer Journey Management stößt in starren Organisationsstrukturen auf besondere Herausforderungen, insbesondere durch Silos und die Pyramidenstruktur von Unternehmen.

  • Top-Down-Ansätze bieten hohe Sichtbarkeit und Management-Attention, bergen aber die Gefahr, dass Initiativen im mittleren Management versanden und nicht in die Organisation diffundieren.
  • Middle-Out-Ansätze ermöglichen Change Management aus der Mitte, erfordern jedoch einen klaren Wirkungsnachweis und die gezielte Kommunikation von Erfolgen, um Management-Attention zu gewinnen.
  • Der nachhaltige Erfolg von Customer Experience Initiativen hängt maßgeblich davon ab, Wirkung nachzuweisen, konkrete Maßnahmen planvoll umzusetzen und Change Management als kontinuierlichen Prozess zu verstehen.
  • Tools wie Powerpoint und Confluence können zur Transparenz und Nachverfolgung von Customer Insights und Maßnahmen genutzt werden, ersetzen aber nicht die Notwendigkeit, Wirkung und Fortschritt regelmäßig zu kommunizieren.

Customer Journey Management in hierarchisch geprägten Großunternehmen steht exemplarisch für den Zielkonflikt zwischen strategischer Ambition und operativer Realität. Die strukturelle Starrheit, manifestiert in Silos und pyramidenförmigen Entscheidungswegen, erzeugt systemische Barrieren für kundenzentriertes Handeln. Das zentrale Problem liegt weniger in der Methodik des Journey Mappings als in der nachhaltigen Verankerung von Veränderungen in Prozessen, Verhalten und Entscheidungswegen. Zwei Denkmodelle stehen sich gegenüber: Top-Down-Initiativen versprechen schnelle Sichtbarkeit, laufen jedoch Gefahr, an der mittleren Führungsebene zu versanden oder in Tool- und Methodenfixierung zu erstarren. Ansätze aus der Mitte fordern den Nachweis von Wirkung, geraten aber ohne Management-Attention schnell an ihre Grenzen. Verantwortungsverschiebung und die Illusion, dass Tools oder externe Best Practices strukturelle Defizite kompensieren könnten, sind typische Denkfehler. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, Kundenzentrierung quer zu den etablierten Linienstrukturen zu verankern und Change Management als kontinuierlichen, nicht als einmaligen Prozess zu begreifen.

Der Beitrag schärft zentrale Prinzipien für die Praxis: Wirkungsmessung, konsequente Kommunikation von Erfolgen und ein strategisch-planvolles Vorgehen sind unverzichtbar. CX-Verantwortliche werden aufgefordert, ihre Rolle klar zu definieren: Sie identifizieren Handlungsfelder und liefern Entscheidungsgrundlagen, die Umsetzung bleibt in den Fachbereichen. Die Perspektive verschiebt sich von der Suche nach universellen Lösungen hin zu kontextsensitiven, iterativen Maßnahmen, die Wirkung nachweisbar machen und so Widerstände abbauen. Die operative Praxis erhält dadurch einen Rahmen, der strategische Ambitionen mit realistischen Umsetzungspfaden verbindet. Für die Zielgruppe bedeutet dies, Change Management als lernenden Prozess zu etablieren, Erfolge sichtbar zu machen und die eigene Wirksamkeit systematisch zu reflektieren. Der Beitrag liefert damit einen Impuls, kulturelle und strukturelle Blockaden nicht als Ausrede, sondern als Gestaltungsauftrag zu verstehen.

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