CX@LV1871: Vom Novum zum strategischen Unternehmensziel

CX@LV1871: Vom Novum zum strategischen Unternehmensziel
Mitschnitt-Länge: 30 Minuten
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Omnikanalmanagement und Feedback-Integration als Hebel: Wie ein Versicherer Kundenzentrierung strategisch und messbar verankert.

Kundenzentrierung entwickelt sich im Versicherungssektor zunehmend vom Innovationsprojekt zum strategischen Unternehmensziel. Der Praxisbericht beleuchtet, wie ein mittelständischer Versicherer mit 200–500 Mitarbeitenden diesen Wandel systematisch gestaltet. Im Fokus stehen die Herausforderungen und Lösungsansätze beim Aufbau eines umfassenden Omnikanalmanagements, der Integration von Feedback-Management und der unternehmensweiten Verankerung von Kundenzentrierung. Die Perspektive einer CX-Managerin zeigt, wie interne Strukturen, abteilungsübergreifende Teams und gezielte Anreizsysteme geschaffen werden, um Kundenerwartungen in einem dynamischen Marktumfeld zu erfüllen.

Im inhaltlichen Schwerpunkt beschreibt der Beitrag die Einführung und Weiterentwicklung von Omnikanalmanagement und Feedback-Management als zentrale Hebel. Methoden wie Customer Journey Mapping und Design Thinking werden genutzt, um Kundenkontaktpunkte zu identifizieren und gezielt zu optimieren. Die systematische Erfassung von Kundenfeedback erfolgt über spezialisierte Befragungs- und Analysesoftware, wobei KPIs wie der Net Promoter Score zur Erfolgsmessung dienen. Die kontinuierliche Verbesserung basiert auf der Verknüpfung von externem Feedback mit internen Unternehmensdaten und der konsequenten Ableitung von Maßnahmen. Die Verankerung von Kundenzentrierung als strategisches Ziel wird durch klare Zielvorgaben, Boni für Führungskräfte und die Einbindung aller relevanten Bereiche unterstützt. Der Beitrag gibt praxisnahe Einblicke in die Umsetzung, adressiert typische Herausforderungen wie Datenschutz und Ressourcenknappheit und zeigt, wie CX-Initiativen in der Organisation nachhaltig etabliert werden.

Kundenzentrierung ist bei uns kein Modethema, sondern ein strategisches Ziel, das wir mit klaren, skalierbaren Maßnahmen und Boni für Führungskräfte im gesamten Unternehmen verankern. – Katharina Gollwitzer

Die größte Herausforderung für ein mittelständisches Versicherungsunternehmen ist nicht die Technologie, sondern der kontinuierliche Kampf um IT-Ressourcen und die Priorisierung von Customer Experience im Wettbewerb um Aufmerksamkeit. – Katharina Gollwitzer

Customer Experience Management funktioniert nur, wenn es von der Unternehmensspitze als Priorität anerkannt und konsequent top-down wie bottom-up gelebt wird. – Katharina Gollwitzer

  • Kundenzentrierung ist bei der LV 1871 seit 2019 ein strategisches Ziel und wird durch Omnikanalmanagement, Feedback-Management und interne Strukturen umgesetzt.

  • Omnikanalmanagement ermöglicht es Kunden, auf vielfältigen Wegen mit dem Unternehmen in Kontakt zu treten, was insbesondere im Versicherungsbereich eine Herausforderung darstellt.
  • Das Feedback-Management wird kontinuierlich ausgebaut, indem Touchpoints systematisch analysiert, KPIs wie NPS gemessen und Maßnahmen zur Verbesserung abgeleitet werden.
  • Kundenzentrierung ist nur erfolgreich, wenn sie von der Unternehmensspitze priorisiert und mit klaren, skalierbaren Zielen sowie entsprechenden Gratifikationen für Führungskräfte verknüpft wird.
  • Die kontinuierliche Verbesserung von CX-Prozessen erfordert die Verknüpfung von externem Kundenfeedback mit internen Unternehmensdaten und die konsequente Umsetzung von Optimierungsmaßnahmen.

Kundenzentrierung als strategisches Unternehmensziel im Versicherungsbereich offenbart einen grundlegenden Paradigmenwechsel: Die klassische Fokussierung auf Produkte, Vertriebskanäle oder regulatorische Anforderungen tritt zugunsten einer konsequenten Ausrichtung auf die Kundenperspektive in den Hintergrund. Gerade im Spannungsfeld zwischen tradierten Strukturen, begrenzten Ressourcen und digitalem Transformationsdruck entsteht ein komplexes Feld von Zielkonflikten und Verantwortungsverschiebungen. Die Einführung von Omnikanalmanagement und systematischem Feedback-Management macht sichtbar, wie tiefgreifend die organisatorische Transformation verlaufen muss, um Kundenzentrierung nicht als Lippenbekenntnis, sondern als handlungsleitendes Prinzip zu etablieren. Dabei wird deutlich, dass die eigentliche Barriere weniger in fehlenden Tools oder Methoden liegt, sondern in der nachhaltigen Verankerung von CX-Zielen auf Führungsebene, der Priorisierung im Zielsystem und der Bereitschaft, interne Macht- und Verantwortungsstrukturen neu zu justieren. Die Kopplung von CX-Zielen an Boni für Führungskräfte adressiert dabei einen häufig übersehenen blinden Fleck: Ohne verbindliche Anreizsysteme bleibt Kundenzentrierung oft ein nachrangiges Thema im operativen Alltag.

Für die Zielgruppe liefert der Beitrag konkrete Reflexionsimpulse, wie sich operative Praxis, strategische Zielsetzung und kultureller Wandel miteinander verschränken lassen. Die konsequente Integration von Kundenfeedback in Steuerungsprozesse, die institutionalisierte Zusammenarbeit über Bereichsgrenzen hinweg und die iterative Optimierung von Touchpoints markieren zentrale Prinzipien, die über den Einzelfall hinausweisen. Entscheider erhalten damit nicht nur methodische Anregungen, sondern werden aufgefordert, die eigene Organisation auf strukturelle Widersprüche und Priorisierungslücken zu überprüfen. Die Perspektive verschiebt sich: Kundenzentrierung wird nicht als Projekt, sondern als kontinuierlicher Veränderungsprozess verstanden, der nur dann Wirkung entfaltet, wenn er von der Unternehmensspitze getragen und in alle operativen Ebenen übersetzt wird. Damit leistet der Beitrag einen substanziellen Beitrag zur Weiterentwicklung des Themas, indem er zeigt, wie strategische Zielsetzungen, operative Umsetzung und kulturelle Verankerung in der Praxis miteinander in Einklang gebracht werden können.

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