Der Einsatz von Chatbots in Krisenzeiten birgt großes Potential

Der Einsatz von Chatbots in Krisenzeiten birgt großes Potential
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Wie Conversational AI und RPA im Krisenfall Kundenservice skalieren, Prozesse automatisieren und flexible Anpassungen ermöglichen.

Krisen wie Pandemie, Energiekrise und Inflation stellen Energie- und Telekommunikationsunternehmen vor die Herausforderung, Kundenservice und Informationsbereitstellung flexibel und skalierbar zu gestalten. Der Praxisbericht gibt Einblick in die Entwicklung und den operativen Einsatz eines Chatbots, der seit 2019 als digitale Assistentin im Kundenservice eines breit aufgestellten Versorgers agiert. Im Mittelpunkt stehen datenbasierte Weiterentwicklung, pragmatische Prozessintegration und die Kombination von Conversational AI mit RPA, um volatile Anforderungen und kurzfristige Veränderungen effizient zu adressieren. Die Perspektive aus der Digitalisierungsleitung beleuchtet, wie sich die Roadmap eines Conversational-AI-Projekts unter Krisenbedingungen dynamisch anpassen muss und welche organisatorischen wie technischen Hebel für schnelle Reaktionsfähigkeit entscheidend sind.

Im Erfahrungsbericht werden konkrete Use Cases wie die automatisierte Abwicklung von Internet-Upgrades, die digitale Bereitstellung von Kundennummern für staatliche Zuschüsse sowie die Integration von End-to-End-Prozessen für Förderanträge vorgestellt. Die Assistentin verarbeitet jährlich zehntausende Kundenanfragen und nutzt Personalisierung, um die Nutzerbindung zu stärken. Die Einführung von Generative AI und Large Language Models eröffnet neue Möglichkeiten für natürlichere Dialoge, erfordert aber ein engmaschiges Monitoring hinsichtlich Halluzinationen, Transparenz und Kosten. Die Kombination von Conversational AI mit RPA ermöglicht schnelle Automatisierung auch ohne vollständige Backend-Integration. Die Empfehlung: Unternehmen sollten frühzeitig praktische Erfahrungen mit Conversational AI sammeln, flexibel auf neue Anforderungen reagieren und die kontinuierliche Weiterentwicklung als festen Bestandteil ihrer Digitalstrategie etablieren.

Wir mussten in den letzten drei Jahren unsere gesamte Roadmap für den Chatbot mehrfach über Bord werfen und extrem schnell auf neue Krisen reagieren – das hat uns gelehrt, dass Flexibilität wichtiger ist als jede langfristige Planung. – Sarah Heider

Die größte Herausforderung bei Conversational AI in Krisenzeiten ist, Prozesse so zu automatisieren, dass sie Service-Teams wirklich entlasten und Kunden trotzdem fallabschließend informiert werden – auch wenn die Systemlandschaft komplex und Schnittstellen rar sind. – Sarah Heider

Generative AI bietet enormes Potenzial, aber als Corporate darf man nie vergessen: Halluzinationen, Blackbox-Modelle und Kostenrisiken machen einen verantwortungsvollen, schrittweisen Einsatz zwingend – Monitoring und Kontrolle bleiben unverzichtbar. – Sarah Heider

  • Der Einsatz von conversational AI wie Lea ermöglicht es, auch in Krisenzeiten wie Pandemie, Energiekrise und Inflation, Kundenanfragen effizient und skalierbar zu bearbeiten.

  • Die Integration von digitalen Prozessen über die Assistentin, wie z.B. Internet-Upgrade oder Abfrage der Zielpunktnummer, entlastet den Kundenservice signifikant und erhöht die Kundenzufriedenheit.
  • Die schnelle Anpassung von conversational AI an neue, durch Krisen getriebene Themen ist entscheidend, um relevante Informationen und End-to-End-Prozesse bereitzustellen.
  • Generative AI und large language models bieten neue Möglichkeiten für natürlichere Konversationen, bergen aber Risiken wie Halluzinationen und Kosten, die bedacht werden müssen.
  • Kreative Kombinationen von conversational AI mit RPA und pragmatische Prozessintegration sind notwendig, wenn klassische Systemintegration zu langsam ist.

Die konsequente Nutzung von Conversational AI im Krisenkontext offenbart ein zentrales Dilemma digitaler Transformation: Die Erwartung an planbare, lineare Entwicklung kollidiert mit der Realität volatiler Anforderungen und disruptiver Ereignisse. Der Beitrag legt offen, wie klassische Steuerungsmodelle – etwa langfristige Roadmaps und starre Systemintegrationen – an ihre Grenzen stoßen, sobald externe Schocks wie Pandemie, Energiekrise oder Inflation die Prioritäten verschieben. Hier entsteht ein Spannungsfeld zwischen dem Bedürfnis nach Stabilität und der Notwendigkeit, Prozesse und Systeme situativ zu adaptieren. Gleichzeitig wird ein blinder Fleck vieler Digitalisierungsinitiativen sichtbar: Die Annahme, dass technologische Lösungen allein Skalierbarkeit und Resilienz sichern, greift zu kurz. Erst die Kombination aus datenbasierter Weiterentwicklung, kreativer Prozessintegration und einer Kultur der Flexibilität ermöglicht es, Kundeninteraktion und Servicequalität auch unter Krisenbedingungen aufrechtzuerhalten. Die Integration von Generative AI verschärft diese Dynamik, da sie neue Potenziale für Automatisierung und Dialog eröffnet, aber auch Unsicherheiten und Kontrollverluste mit sich bringt.

Für die Zielgruppe ergibt sich daraus ein klarer Reflexionsimpuls: Erfolgreiches Krisenmanagement mit Conversational AI verlangt nicht nur technologische Kompetenz, sondern vor allem die Bereitschaft, etablierte Steuerungs- und Verantwortungsmodelle infrage zu stellen. Die operative Praxis muss sich an der Fähigkeit messen lassen, Prozesse schnell zu digitalisieren und dabei Risiken wie Halluzinationen, Kosten und mangelnde Transparenz aktiv zu steuern. Strategisch verschiebt sich der Fokus von der reinen Effizienzsteigerung hin zu einer resilienten, lernfähigen Organisation, die situative Anpassung als Kernkompetenz begreift. Der Beitrag fordert dazu auf, Experimentierräume zu schaffen, pragmatische Lösungen zuzulassen und die Rolle von Conversational AI als Treiber für kulturellen Wandel zu verstehen. Damit liefert er einen inspirierenden Impuls für Führungskräfte, die Automatisierung nicht als Selbstzweck, sondern als Hebel für nachhaltige Kundenorientierung und organisationale Agilität begreifen wollen.

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