Datengetriebene Strategien und die frühe Einbindung von Kunden und Anwendern stehen im Mittelpunkt dieses Impuls-Vortrags zur Optimierung der Digital Experience in Handels-, Industrie- und Versicherungsunternehmen. Andreas Frary greift die zunehmende Komplexität digitaler Touchpoints und die steigenden Erwartungen an personalisierte Erlebnisse auf, die aus dem Retail- und E-Commerce-Umfeld auch in den B2B-Bereich übergehen. Die Argumentation basiert auf der Analogie zum Hausbau: Eine fundierte Architektur und Konzeption bilden die Grundlage für nachhaltigen Erfolg, weshalb Frary empfiehlt, bereits in frühen Projektphasen gezielt in Strategie und Konzeption zu investieren. Die Verbindung von technologischer und konzeptioneller Perspektive sowie die Integration verschiedener Systeme und Plattformen werden als zentrale Herausforderungen adressiert.
Im inhaltlichen Fokus stehen Methoden wie Customer Journey Mapping, qualitative Interviews und ein Reifegrad-Modell, das auf einem umfangreichen Kriterienkatalog basiert. Frary beschreibt einen vierphasigen Optimierungsprozess: Anforderungsidentifikation, Prototyping und Validierung, Messbarkeit der Customer Experience sowie kontinuierliche empirische Optimierung. Personalisierung wird als fortlaufender Prozess verstanden, der auf vorhandenen Daten, Hypothesenbildung und iterativen Tests aufbaut. Praxisbeispiele aus Retail und Versicherung belegen die Wirkung datengetriebener Anpassungen auf Conversion Rates und Nutzererlebnis. Die Empfehlung lautet, Maßnahmen nach Hebelwirkung zu priorisieren, Quick Wins früh umzusetzen und Kundenfeedback systematisch in die Weiterentwicklung einzubinden. Digital Experience wird als kontinuierlicher, datenbasierter Verbesserungsprozess positioniert, der regelmäßiges Testing und flexible Anpassungen an sich wandelnde Anforderungen erfordert.
