Führungskräfte und Expert:innen aus Handel, Technologie und Beratung diskutieren im Panel die Herausforderungen und Chancen datenbasierter Geschäftsmodelle sowie hybrider Customer Journeys im DACH-Raum. Im Mittelpunkt steht der internationale Vergleich: Während Skandinavien und andere Märkte bei der Umsetzung innovativer, kundenorientierter Commerce-Ansätze vorausgehen, bleibt der DACH-Raum zurück. Die Diskussion beleuchtet, wie lange Vertragslaufzeiten, hohe Einstiegshürden und komplexe Angebotsstrukturen schnelle Innovationen hemmen. Gleichzeitig wird die Notwendigkeit betont, Profitabilität und Nachhaltigkeit nicht als Gegensätze, sondern als integrierte Bestandteile neuer Geschäftsmodelle zu betrachten. Die Panelist:innen bringen unterschiedliche Perspektiven aus Praxis, Forschung und Beratung ein und adressieren die spezifischen Anforderungen von Handelsunternehmen mit 200 bis 2.000 Mitarbeitenden sowie Digitalstrategien im B2B- und B2C-Retail.
Im Austausch werden zentrale Erfolgsfaktoren für die Transformation herausgearbeitet: Erstens, die schnelle, experimentelle Umsetzung neuer Ansätze mit niedrigen Budgets und iterativen Tests, um Innovationszyklen zu verkürzen. Zweitens, die konsequente Integration von Profitabilität und Nachhaltigkeit in die Geschäftsmodelle, wobei Nachhaltigkeit als Wirtschaftsfaktor und nicht als emotionales Add-on verstanden wird. Drittens, die Entwicklung einer ganzheitlichen, kanalübergreifenden Customer Experience, die durch die enge Zusammenarbeit von Marketing, HR und IT getragen wird. Das Panel diskutiert konkrete Modelle wie die Erweiterung der klassischen „4 Ps“ des Marketings, die Bedeutung von Pay-per-Use-Modellen im B2B und die Rolle eines europäischen datenbasierten Ökosystems. Die Teilnehmenden sehen im DACH-Raum Nachholbedarf, aber auch die Chance, durch die Verbindung von industriellem Kern und datengetriebenen Ansätzen einen eigenständigen Weg zu gehen.
