Erfolgsfaktoren für Design und Orchestrierung der Customer Journey im Multiexperience-Zeitalter

Erfolgsfaktoren für Design und Orchestrierung der Customer Journey im Multiexperience-Zeitalter
Mitschnitt-Länge: 30 Minuten
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Customer Journey Mapping als Lernprozess: Wie Silos, Feedback und KI-Tools in großen B2B-Organisationen wirksam zusammenspielen.

Expert:innen aus Beratung, User Experience und Unternehmenspraxis diskutieren, wie Customer Journey Mapping und Orchestrierung in großen B2B-Organisationen als kontinuierlicher Lern- und Verbesserungsprozess etabliert werden. Im Mittelpunkt steht der Umgang mit organisationalen Silos, die Integration von Feedbackschleifen und die Berücksichtigung von Nachhaltigkeit sowie Seiteneffekten. Die Diskussion beleuchtet, wie Methoden wie Customer Journey Mapping und Plan-Do-Check-Act nicht nur als Analysewerkzeuge, sondern als Steuerungsinstrumente und Lernprozesse genutzt werden. Ein besonderer Fokus liegt auf der Skalierung von Orchestrierung und Analytics in komplexen Unternehmensstrukturen sowie auf der Rolle neuer Technologien wie ChatGPT und Figma.

Die Panelteilnehmenden bringen unterschiedliche Perspektiven ein: Während aus der Unternehmenspraxis die nachhaltige Verankerung von Effizienz und die iterative Weiterentwicklung von Customer Journeys betont wird, thematisieren Beratung und Forschung die Herausforderungen bei der Überwindung von Machtstrukturen und die Notwendigkeit, Nachhaltigkeitsaspekte systematisch zu integrieren. Die Diskussion zeigt, dass Standardisierung durch KI-Tools zwar Effizienzgewinne ermöglicht, aber Differenzierung und Empathie weiterhin zentrale Erfolgsfaktoren bleiben. Empfehlungen umfassen die Befähigung von Mitarbeitenden mit direktem Kundenkontakt, die Entwicklung einer gemeinsamen Sprache und die Sichtbarmachung von Erfahrungswissen. Die Panelrunde plädiert für eine offene Fehlerkultur, kontinuierliche kleine Verbesserungen und die konsequente Einbindung von Kundenstimmen, um Customer Experience als lernende Organisation zu verankern.

Customer Journey Mapping ist kein Selbstzweck – es muss als Steuerungsmechanismus genutzt werden, um kontinuierlich aus jeder Interaktion zu lernen und echte Verbesserungen zu erzielen. – Ulf Schubert

Wir müssen die Menschen an der Kundenfront befähigen und ihre Erfahrungen sichtbar machen, damit Verbesserungen dort ankommen, wo sie wirklich wirken. – Janine Kreienbrink

Wir dürfen nicht nur die User Experience optimieren, sondern müssen immer auch den Impact auf andere Akteure und das größere System mitdenken. – Thorsten Jonas

Der Schlüssel zu besseren Erlebnissen liegt darin, Silos aufzubrechen und den Austausch zwischen allen Beteiligten zu fördern – nur so entsteht ein gemeinsames Verständnis. – Daniela Vey

  • Customer Journey Mapping muss als kontinuierlicher Lern- und Verbesserungsprozess verstanden und in alle Bereiche der Organisation getragen werden.

  • Die größte Herausforderung ist die nachhaltige Verankerung von Customer Experience über Silos hinweg durch Brückenbau zwischen Menschen und unterstützende Technologien.
  • Feedbackschleifen und die Einbindung von Mitarbeitenden an Kundenkontaktpunkten sind entscheidend, um relevante Insights zu generieren und Verbesserungen zu ermöglichen.
  • Nachhaltigkeit und Seiteneffekte der Customer Experience müssen in Journey Mapping und Orchestrierung explizit mitgedacht und abgebildet werden.
  • Standardisierung durch KI-Tools wie ChatGPT kann Differenzierungspotenziale verringern, daher bleibt menschliche Empathie und qualitative Forschung zentral für einzigartige Kundenerlebnisse.

Customer Journey Mapping und Orchestrierung in großen B2B-Organisationen stehen exemplarisch für den Zielkonflikt zwischen Effizienzsteigerung, organisationalem Lernen und nachhaltiger Transformation. Die Diskussion legt offen, dass die eigentliche Herausforderung nicht in der Methodik, sondern in der nachhaltigen Verankerung von Customer Experience über Bereichs- und Machtgrenzen hinweg liegt. Silos, etablierte Routinen und die Tendenz, Verantwortung für Kundenerlebnisse an spezialisierte Teams oder Tools zu delegieren, verhindern eine ganzheitliche Perspektive. Gleichzeitig offenbart sich ein blinder Fleck: Die Integration von Nachhaltigkeit und Nebenwirkungen in die Journey-Logik bleibt oft methodisch unterbelichtet. Der Beitrag macht deutlich, dass Standardisierung durch KI-Tools zwar Effizienz verspricht, aber Differenzierung und Empathie gefährdet. Damit verschiebt sich der Fokus von der reinen Prozessoptimierung hin zu einer kritischen Reflexion über die Grenzen technologischer Automatisierung und die Notwendigkeit, menschliche Faktoren und qualitative Forschung als Differenzierungsmerkmal zu stärken.

Für die Zielgruppe ergibt sich daraus ein klarer Reflexions- und Handlungsimpuls: Customer Journey Mapping muss als kontinuierlicher, lernorientierter Prozess verstanden und in der gesamten Organisation verankert werden. Die Panel-Beiträge fordern dazu auf, Feedbackschleifen systematisch zu integrieren, Mitarbeitende mit direktem Kundenkontakt als Multiplikatoren zu gewinnen und eine offene Fehlerkultur zu etablieren. Nachhaltigkeit und Auswirkungen auf alle Stakeholder sind nicht als Add-on, sondern als integrale Dimension der Journey-Methodik zu begreifen. Die Diskussion verschiebt die Perspektive von punktuellen Leuchtturmprojekten hin zu einer Kultur der kleinen, sichtbaren Verbesserungen, die organisationsweit geteilt und reflektiert werden. Damit leistet der Beitrag einen substanziellen Impuls für die Weiterentwicklung von Customer Experience Management als strategischem und kulturellem Transformationsfeld im B2B-Kontext.

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