Eröffnung & Icebreaker: KI, Content-Infrastruktur und Engagement - wie Digital Marketing die Ära der Agenten meistert

Eröffnung & Icebreaker: KI, Content-Infrastruktur und Engagement - wie Digital Marketing die Ära der Agenten meistert
Mitschnitt-Länge: 20 Minuten
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Agentische Systeme verändern Content-Strategien und MarTech-Architekturen: Wie Unternehmen digitale Ökosysteme neu ausrichten müssen.

Digitale Plattformen und Content-Infrastrukturen stehen vor einem grundlegenden Wandel: Agentische Systeme und neue digitale Gatekeeper verändern die Steuerung von Informationsflüssen und die Gestaltung von Kundeninteraktionen. Die Eröffnung der Shift/CX Digital Marketing & Experience Konferenz 2026 adressiert diese Entwicklung mit einem Fokus auf die Anpassung von Systemarchitekturen und Content-Strategien an die Anforderungen von autonomen Agenten. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Unternehmen ihre digitalen Ökosysteme so gestalten, dass sie sowohl für menschliche Nutzer als auch für maschinelle Intermediäre funktionieren. Die Perspektive richtet sich auf Entscheider und IT-Architekten, die vor der Aufgabe stehen, bestehende Strukturen auf die neuen Rahmenbedingungen auszurichten.

Im inhaltlichen Schwerpunkt analysiert der Beitrag die Verschiebung von klassischen Customer Journeys und MarTech-Architekturen hin zu einer Realität, in der agentische Systeme zentrale Schnittstellen und Filterfunktionen übernehmen. Der WebMCP-Standard und die Integration maschinenlesbarer Funktionen auf Webseiten werden als zentrale technische Entwicklungen vorgestellt. Die Rolle von Conversational Interfaces und die zunehmende Autonomie digitaler Agenten verändern die Anforderungen an Content-Bereitstellung, Datenmanagement und Interaktionsdesign. Unternehmen müssen ihre Prozesse und Architekturen darauf ausrichten, dass Informationen von Agenten erkannt, interpretiert und weitervermittelt werden. Die Diskussion schließt mit der Empfehlung, bestehende Systeme auf Orchestrierungsfähigkeit und die Integration intelligenter Schichten zu überprüfen, um Engagement und Kundenbindung im Kontext neuer Gatekeeper zu sichern.

Digitale Plattformen müssen heute nicht mehr nur für Menschen, sondern auch für Agenten gebaut werden – das verändert die gesamte Architektur des Marketings. – Björn Eglemann

Mit KI frisst die Journey auf: Agentensysteme übernehmen zunehmend die Steuerung von Informations- und Kaufprozessen und stellen die klassische Kampagnendenke infrage. – Björn Eglemann

Die neue Realität verlangt, dass wir nicht mehr nur Interfaces gestalten, sondern Funktionalität und Kontext für Agenten bereitstellen – Experience entsteht erst, wenn der Mensch tatsächlich einsteigt. – Björn Eglemann

  • digitale Kundeninteraktion

  • WebMCP Standard
  • MarTech-Architekturwandel

Digitale Marketing- und Experience-Strategien stehen vor einem Paradigmenwechsel, der die Rolle von Unternehmen im Informationsfluss grundlegend verschiebt. Die klassische Steuerung der Customer Journey über klar definierte Touchpoints und Portale verliert an Wirksamkeit, sobald agentische Systeme als neue Gatekeeper agieren. Damit geraten nicht nur die etablierten MarTech-Architekturen unter Druck, sondern auch die Verantwortungsbereiche im Unternehmen: Wer gestaltet die Schnittstellen zu den Agenten, wer orchestriert die Datenflüsse, und wie wird sichergestellt, dass Inhalte maschinenlesbar und kontextsensitiv bereitgestellt werden? Die Unsicherheit über die zukünftige Rolle von Experience Management und Digital Marketing wird verstärkt durch die Geschwindigkeit, mit der sich Nutzerverhalten und technologische Standards – etwa durch WebMCP – verändern. Der Beitrag macht deutlich, dass viele Organisationen an einem blinden Fleck operieren: Sie optimieren weiterhin für menschliche Nutzer, während die entscheidenden Interaktionen zunehmend von autonomen Systemen vorstrukturiert werden. Daraus entsteht ein strukturelles Spannungsfeld zwischen gewachsenen Prozessen, die auf Kontrolle und Planbarkeit setzen, und der Notwendigkeit, sich auf fluide, datengetriebene Interaktionsmodelle einzulassen.

Für die Praxis bedeutet das: Unternehmen müssen ihre Content- und Systemarchitekturen konsequent auf Orchestrierbarkeit und Agentenfähigkeit prüfen. Es reicht nicht mehr, Inhalte nur auffindbar und attraktiv zu gestalten – sie müssen so strukturiert sein, dass sie von digitalen Agenten erkannt, interpretiert und in situativen Kontexten ausgespielt werden können. Der Beitrag fordert dazu auf, die klassische Kampagnendenke zu hinterfragen und stattdessen flexible, datenbasierte Steuerungsmodelle zu etablieren, die situative Kontexte und unterschiedliche Stakeholder-Perspektiven berücksichtigen. Damit verschiebt sich der Fokus von der reinen Optimierung einzelner Touchpoints hin zur Entwicklung neuer Systemkategorien und Orchestrierungsschichten, die Engagement und Personalisierung auch in agentisch geprägten Interaktionsszenarien ermöglichen. Für Entscheider und Fachverantwortliche entsteht daraus ein klarer Handlungsauftrag: Die eigene digitale Infrastruktur muss nicht nur technologisch, sondern auch kulturell auf die Anforderungen einer intermediär geprägten Experience Economy ausgerichtet werden.

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