Im Gespräch mit Annemarie Bich zu Empfehlungen für ein gutes UX Design

Folge 82

Im Gespräch mit Annemarie Bich zu Empfehlungen für ein gutes UX Design
Mitschnitt-Länge: 45 Minuten
Mitschrift verfügbar

Annemarie Bich diskutiert, wie interdisziplinäre Zusammenarbeit und Design Thinking die Nutzererfahrung in digitalen Produkten verbessern.

Im Interview mit Annemarie Bich, Expertin für UX/UI Design, wird die Gestaltung nutzerzentrierter digitaler Produkte im Kontext der Shift/HR Talks 2022 beleuchtet. Der Beitrag bietet einen tiefen Einblick in die Herausforderungen und Strategien zur Anpassung an sich verändernde Kundenerwartungen. Besonders hervorgehoben wird die Notwendigkeit, interdisziplinäre Zusammenarbeit zu fördern und Silos abzubauen, um effektive UX-Strategien zu entwickeln. Die Diskussion um die Abgrenzung von UX und Customer Experience (CX) zeigt die Komplexität der Disziplin und die Bedeutung klarer Verantwortlichkeiten in Unternehmen.


Annemarie Bich betont die Wichtigkeit iterativer Designprozesse und die Integration von Methoden wie Design Thinking und Customer Journey Mapping, um die Nutzererfahrung kontinuierlich zu verbessern. Sie beschreibt, wie Unternehmen durch eine ganzheitliche Betrachtung der Nutzerreise und die strategische Verknüpfung von User Experience Design mit der Businessidee Wettbewerbsvorteile erzielen können. Die FinTech-Branche dient als Beispiel für die Notwendigkeit, sich ständig an neue Nutzererwartungen anzupassen. Abschließend plädiert Bich für eine nachhaltige Verankerung von Experience Design als interdisziplinären Lernprozess, der über die digitale Interaktion hinausgeht und ethische sowie nachhaltige Aspekte berücksichtigt.

Experience Design sollte nicht mehr in Customer Experience und User Experience unterteilt werden. Wir sollten einfach von Experience Design sprechen. – Annemarie Bich


User Experience ist nicht nur ein Designprozess, sondern eine Haltung. Es geht darum, kontinuierlich zu lernen und sich an die sich ändernden Bedürfnisse der Nutzer anzupassen. – Annemarie Bich


Die größte Herausforderung liegt intern: Unternehmen müssen ihre bestehenden Prozesse hinterfragen und sich auf interdisziplinäre Zusammenarbeit einlassen, um wirklich nutzerzentriert zu arbeiten. – Annemarie Bich

  • User Experience Design erfordert eine kontinuierliche Anpassung an sich verändernde Kundenerwartungen.
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit und Abbau von Silos sind essenziell für erfolgreiche UX-Strategien.
  • UX-Design ist nicht nur ein Prozess, sondern auch ein Mindset, das in Unternehmen verankert werden muss.
  • Die Abgrenzung zwischen UX und CX ist wichtig, um klare Verantwortlichkeiten und Prozesse zu definieren.
  • Iterative Designansätze ermöglichen es, Produkte und Prozesse kontinuierlich zu verbessern.

User Experience Design ist für Unternehmen von strategischer Bedeutung, da es die Fähigkeit erfordert, sich kontinuierlich an verändernde Kundenerwartungen anzupassen. Im Spannungsfeld zwischen User Experience (UX) und Customer Experience (CX) wird deutlich, dass viele Unternehmen noch mit der klaren Abgrenzung dieser Begriffe kämpfen. Diese Unsicherheit führt zu Verantwortungsverschiebungen und strukturellen Widersprüchen, die die Implementierung eines ganzheitlichen Experience Design-Ansatzes erschweren. Die Herausforderung besteht darin, interdisziplinäre Zusammenarbeit zu fördern und Silos abzubauen, um UX als integralen Bestandteil der Unternehmensstrategie zu verankern. Transformation und Veränderungsbarrieren sind zentrale Themen, die im Beitrag reflektiert werden, da bestehende Routinen oft mit neuen, lernorientierten Prozessen kollidieren.


Der Beitrag liefert wertvolle Impulse für die praktische Umsetzung nutzerzentrierter Designansätze. Er empfiehlt, bestehende Kompetenzen zu nutzen und Transformationsprozesse an bestehende Strukturen anzudocken, um Widerstände zu minimieren. Die Integration von Methoden wie Design Thinking und iterativen Verbesserungsprozessen wird als Schlüssel zur Anpassung an sich wandelnde Kundenerwartungen hervorgehoben. Der Inhalt fordert die Zielgruppe auf, Experience Design als kontinuierlichen Lernprozess zu begreifen und die Nutzerorientierung über die digitale Interaktion hinaus zu denken. Diese Perspektive verschiebt den Fokus von einer rein produktzentrierten Sichtweise hin zu einer strategischen und kulturellen Neuausrichtung, die Unternehmen hilft, sich im Wettbewerb zu differenzieren und nachhaltig erfolgreich zu sein.

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