Im Gespräch mit Bernhard Steimel zu Smarter Service und digitaler Produktinnovationen

Folge 22

Im Gespräch mit Bernhard Steimel zu Smarter Service und digitaler Produktinnovationen
Mitschnitt-Länge: 45 Minuten
Mitschrift verfügbar

Smarter Service als Profitcenter: Erfahren Sie, wie digitale Innovationen und Kundenzentrierung Wettbewerbsvorteile sichern.

Bernhard Steimel, Strategy Consultant bei Mind Digital, beleuchtet in einem Interview die Umwandlung von Serviceleistungen zu Profitcentern durch digitale Innovationen und Kundenzentrierung. Der Beitrag richtet sich an Verantwortliche für Customer Experience in B2B-Unternehmen sowie an Leiter von Service und Vertrieb im Mittelstand. Im Fokus steht die Etablierung von smarter Service als profitabler Wachstumstreiber, um Wettbewerbsvorteile zu sichern. Steimel diskutiert die grundlegende Veränderung des klassischen Servicebegriffs und die Rolle digitaler Technologien bei der Schaffung neuer Nutzererlebnisse.


Im Interview identifiziert Steimel zwei zentrale Ansatzpunkte für die Service-Transformation: die Reduktion des Kundenaufwands und die Steigerung des Produktnutzens. Er hebt die Bedeutung von unterstützenden Services hervor, die den Anwender befähigen, Produkte erfolgreicher einzusetzen. Methoden wie Lean Startup, agile Prototypen und MVPs werden als Schlüssel zur Entwicklung neuer Produkte und Services genannt. Steimel betont die Notwendigkeit, Vertrieb, Marketing und Service zu integrieren, um konsistente Kundenerlebnisse zu schaffen. Die Corona-Pandemie sieht er als Katalysator für die Digitalisierung, wobei Resilienz und finanzielle Gesundheit entscheidend für den Erfolg sind.

Service ist kein Reparaturbetrieb mehr, sondern wird zum Profitcenter. Die eigentliche Wertschöpfung entsteht im Service. – Bernhard Steimel


Ein smarter Service bringt das Digitale mit dem Analogen zusammen und schafft dadurch ein neues Nutzererlebnis. – Bernhard Steimel


Die größte Herausforderung liegt im Lösungsverkauf. Vertrieb, Marketing und Service müssen neu gedacht und stärker miteinander verschränkt werden. – Bernhard Steimel

  • Service ist nicht länger ein Reparaturbetrieb, sondern kann durch digitale Transformation zum Profitcenter werden.
  • Smarter Service verbindet digitale und analoge Elemente, um ein neues Nutzererlebnis zu schaffen und den Kundenaufwand zu senken.
  • Die Rolle des Verkäufers verändert sich grundlegend, da Kunden zunehmend verkäuferfreie Einkaufserlebnisse bevorzugen.
  • Personalisierung, Barrierefreiheit und transparente Kosten sind zentrale Merkmale eines smarten Services.
  • Unternehmen müssen Vertrieb, Marketing und Service stärker integrieren, um konsistente Kundenerlebnisse zu schaffen.

Die digitale Transformation von Serviceleistungen zu Profitcentern ist für B2B-Unternehmen von strategischer Bedeutung, da sie die traditionelle Rolle des Services neu definiert. Der Beitrag beleuchtet die Notwendigkeit, den Service nicht länger als reine Nachkaufleistung zu betrachten, sondern als integralen Bestandteil der Wertschöpfung. Dies erfordert ein Umdenken in der Unternehmensführung, da die Digitalisierung den Kundenkontakt revolutioniert und verkäuferfreie Einkaufserlebnisse zunehmend bevorzugt werden. Ein zentrales Spannungsfeld entsteht durch die Herausforderung, digitale Services als Umsatztreiber zu etablieren, während sie im B2C-Bereich oft noch als Kostenfaktor wahrgenommen werden. Die Integration von Vertrieb, Marketing und Service ist entscheidend, um konsistente Kundenerlebnisse zu schaffen und die Rolle des Verkäufers im digitalen Zeitalter neu zu definieren.


Der Beitrag liefert wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung smarter Services, indem er auf die Bedeutung von Personalisierung, Barrierefreiheit und transparenten Kostenstrukturen hinweist. Diese Prinzipien fördern nicht nur die Kundenbindung, sondern auch die Bereitschaft zur Datenteilung, was wiederum die Servicequalität steigert. Unternehmen werden aufgefordert, digitale Fähigkeiten mit internem Wissen zu kombinieren und separate Einheiten für den digitalen Vertrieb zu schaffen, um Pionierarbeit zu leisten. Die Reflexion über die Notwendigkeit eines geschützten Inkubationsumfelds zeigt, wie wichtig es ist, neue Ansätze vor internen Widerständen zu schützen. Der Beitrag verschiebt die Perspektive von einer rein operativen Praxis hin zu einem strategischen Ziel, das kulturellen Wandel erfordert, um die digitale Transformation erfolgreich zu gestalten.

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