Im Gespräch mit Chris Apostel über Conversational Marketing & Service

Folge 46

Im Gespräch mit Chris Apostel über Conversational Marketing & Service
Mitschnitt-Länge: 45 Minuten
Mitschrift verfügbar

Chris Apostel diskutiert, wie Chatbots und Voice-Assistenten den Kundenservice im B2B und Onlinehandel effizienter gestalten können.

Chris Apostel diskutiert im Interview die Implementierung von Conversational Interfaces im Kundenservice, insbesondere im Onlinehandel und B2B-Bereich. Der Beitrag beleuchtet die Herausforderungen und Chancen, die sich durch den Einsatz von Chatbots und Voice-Assistenten ergeben. Apostel bietet Einblicke in die aktuelle Marktsituation und die Notwendigkeit, Expertise und Ressourcen aufzubauen, um dialogorientierte Systeme effektiv zu nutzen. Die Diskussion zeigt, wie Unternehmen durch den Einsatz dieser Technologien Kundeninteraktionen verbessern und Serviceprozesse effizienter gestalten können.


Zentrale Aussagen des Interviews umfassen die Bedeutung von schnellen, direkten Interaktionen über Kanäle wie WhatsApp und Facebook Messenger. Apostel hebt hervor, dass viele Unternehmen noch am Anfang stehen und empfiehlt, mit kleinen Chatbot-Lösungen zu starten und diese agil weiterzuentwickeln. Die Integration von Conversational Interfaces in bestehende Systeme wird als entscheidend angesehen, um den Kundenservice zu optimieren. Technologische Fortschritte ermöglichen es, einfache Anfragen automatisiert zu bearbeiten, während komplexe Anliegen an menschliche Agenten weitergeleitet werden. Die Implementierung solcher Systeme kann innerhalb weniger Wochen erfolgen, was Unternehmen die Möglichkeit gibt, schnell auf veränderte Kundenerwartungen zu reagieren.

Conversational Interfaces sind alle Kanäle, die schnelle, direkte Interaktion zwischen Marken, Unternehmen und Konsumenten ermöglichen. – Chris Apostel


Viele Unternehmen stehen noch am Anfang und probieren erste Use Cases aus. Gerade im Onlinehandel gab es einen Boost, weil Serviceabteilungen überrannt wurden. – Chris Apostel


Es ist unverständlich, warum Unternehmen nicht mehr machen. Wir haben standardisierte Technologien und einen schnellen Einstieg. Der Aufwand ist überschaubar. – Chris Apostel

  • Conversational Interfaces ermöglichen schnelle, direkte Interaktionen zwischen Unternehmen und Kunden über Kanäle wie Chat, Messenger und Voice-Assistenten.
  • Viele Unternehmen stehen noch am Anfang und müssen Ressourcen und Expertise aufbauen, um dialogorientierte Systeme effektiv zu nutzen.
  • Automatisierung durch Chatbots kann einfache Anfragen effizient bearbeiten, während komplexe Anliegen an menschliche Agenten weitergeleitet werden.
  • Die Kundenerwartungen an schnelle und flexible Servicezeiten steigen, wodurch klassische Bürozeiten zunehmend unzeitgemäß wirken.
  • Unternehmen sollten klein starten, erste Use Cases testen und die Systeme agil weiterentwickeln.

Conversational Marketing und Service stehen im Zentrum eines strategischen Wandels, der Unternehmen zwingt, ihre Kundeninteraktionen neu zu denken. Die Relevanz für die Zielgruppe, insbesondere im Onlinehandel und B2B-Bereich, liegt in der Notwendigkeit, den steigenden Erwartungen an schnelle und flexible Servicezeiten gerecht zu werden. Ein zentrales Spannungsfeld ist die Diskrepanz zwischen der technologischen Verfügbarkeit von Conversational Interfaces und der tatsächlichen Implementierung in Unternehmen. Viele Organisationen zögern, diese Systeme zu integrieren, obwohl sie die Effizienz steigern und die Kundenzufriedenheit erhöhen könnten. Diese Zurückhaltung offenbart strukturelle Widersprüche: Während die Technologie bereitsteht, fehlt es oft an interner Expertise und Ressourcen, um die Systeme effektiv zu nutzen. Zudem besteht ein kultureller Wandel, der von traditionellen Bürozeiten zu einer rund um die Uhr verfügbaren Kundenbetreuung führt, was klassische Servicekonzepte infrage stellt.


Der Beitrag liefert handlungsrelevante Impulse, indem er Unternehmen dazu auffordert, pragmatisch mit kleinen Pilotprojekten zu starten und die Systeme agil weiterzuentwickeln. Diese Herangehensweise ermöglicht es, reale Daten zu sammeln und die Akzeptanz bei Kunden zu prüfen, ohne sich in großen, komplexen Projekten zu verlieren. Die Empfehlung, bestehende Standards und Schnittstellen zu nutzen, um Dialoge nahtlos in Geschäftsprozesse zu integrieren, zeigt einen klaren Weg zur operativen Umsetzung auf. Der Beitrag verschiebt die Perspektive von der Angst vor hohen Einstiegskosten hin zu den Chancen, die Conversational Interfaces bieten. Er fordert die Zielgruppe auf, die Transformation aktiv zu gestalten und die strukturellen Barrieren zu überwinden, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

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