Im Gespräch mit Michael Brandt zum alten & neuen CX-Fokus auf der Customer Retention

Folge 72

Im Gespräch mit Michael Brandt zum alten & neuen CX-Fokus auf der Customer Retention
Mitschnitt-Länge: 45 Minuten
Mitschrift verfügbar

Michael Brandt analysiert, wie Prozessoptimierung und Customer Journey Mapping die Kundenbindung in wirtschaftlich unsicheren Zeiten stärken.

Michael Brandt, Gründer von Michael Brandt CX-Excellence, diskutiert im Interview auf der Shift/HR Talks 2022 die strategische Neuausrichtung von CX auf die Kundenbindung. Der Beitrag beleuchtet die Notwendigkeit, bestehende Kunden durch optimierte Prozesse und kulturell angepasste Strategien besser zu binden, insbesondere in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten. Brandt bietet eine tiefgehende Analyse der Herausforderungen, die sich aus kulturellen Unterschieden und wirtschaftlichen Unsicherheiten ergeben, und betont die Bedeutung einer kundenzentrierten Unternehmenskultur.


Im Gespräch hebt Brandt die essenzielle Rolle von Prozessoptimierung und Customer Journey Mapping hervor, um Schwachstellen in der Kundeninteraktion zu identifizieren und zu beheben. Er kritisiert die häufige Vernachlässigung der Kundenbindung zugunsten der Neukundengewinnung und plädiert für eine stärkere Fokussierung auf bestehende Kunden. Brandt empfiehlt den Einsatz von Technologien wie Chatbots und Voice-of-Customer-Systemen, um die Effizienz zu steigern und die Kundenzufriedenheit zu verbessern. Zudem betont er die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Anpassung der Customer Journey Maps und einer datenbasierten Kundenanalyse, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Kundenbindung ist keine neue Modeerscheinung, sondern der Kern von CX-Strategien. Gerade jetzt müssen wir uns darauf konzentrieren, bestehende Kunden zu halten und zu pflegen. – Michael Brandt


Die kulturellen Unterschiede zwischen Europa und den USA erfordern angepasste Ansätze in der Kundenorientierung. Was in Amerika funktioniert, kann in Europa völlig anders wahrgenommen werden. – Michael Brandt


Ein stabiles Fundament ist entscheidend. Wir müssen die grundlegenden Prozesse beherrschen, bevor wir versuchen, unsere Kunden mit außergewöhnlichen Erlebnissen zu beeindrucken. – Michael Brandt

  • Customer Retention ist in wirtschaftlich schwierigen Zeiten essenziell, da die Gewinnung neuer Kunden teurer ist.
  • Prozessoptimierung und Customer Journey Mapping sind entscheidend, um Schwachstellen in der Kundeninteraktion zu identifizieren und zu beheben.
  • Kulturelle Unterschiede zwischen Europa und den USA erfordern angepasste CX-Strategien, da nicht alle Ansätze übertragbar sind.
  • Effizienz in der Kundenkommunikation und schnelle Reaktionszeiten sind zentrale Faktoren für die Kundenzufriedenheit.
  • Eine kundenzentrierte Unternehmenskultur erfordert Zusammenarbeit über Abteilungsgrenzen hinweg und einheitliche Prozesse.

Customer Retention ist in wirtschaftlich angespannten Zeiten von strategischer Bedeutung, da die Kosten für die Neukundengewinnung steigen. Der Beitrag beleuchtet die Herausforderungen, die sich aus der Notwendigkeit ergeben, bestehende Kunden durch optimierte Prozesse und kulturell angepasste Strategien zu binden. Ein zentrales Spannungsfeld liegt in der Diskrepanz zwischen der Fokussierung auf Neukundengewinnung und der Vernachlässigung der Kundenbindung. Diese Prioritätenverschiebung offenbart strukturelle Widersprüche, die durch ineffiziente Prozesse und unzureichende Anpassung an kulturelle Unterschiede verstärkt werden. Die Diskussion um die organisatorische Verankerung von Customer Experience zeigt, dass viele Unternehmen noch nicht die notwendige Transformation vollzogen haben, um eine kundenzentrierte Kultur zu etablieren. Zielkonflikte entstehen, wenn kurzfristige Gewinnziele über langfristige Kundenbeziehungen gestellt werden, was die Notwendigkeit eines umfassenden Change Managements unterstreicht.


Der Beitrag fordert Unternehmen auf, ihre Prozesse zu optimieren und eine echte kundenzentrierte Kultur zu etablieren, um langfristig erfolgreich zu sein. Die Empfehlungen betonen die Bedeutung von Customer Journey Mapping und Process Mapping, um Schwachstellen zu identifizieren und zu beheben. Die kontinuierliche Analyse von Kundendaten wird als entscheidend angesehen, um Veränderungen in den Kundenanforderungen frühzeitig zu erkennen. Der Inhalt verschiebt die Perspektive von einer reinen Serviceorientierung hin zu einer strategischen Ausrichtung auf Kundenbindung als zentralem Unternehmensziel. Dies erfordert eine enge Zusammenarbeit über Abteilungsgrenzen hinweg und die Entwicklung einer einheitlichen Philosophie für den Kundenservice. Der Beitrag leistet einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung des Themas, indem er die Notwendigkeit einer strukturellen und kulturellen Transformation betont, um den Herausforderungen des Marktes zu begegnen.

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