Im Interview mit Rainer Kolm wird das Customer Experience Management (CEM) aus einer praxisnahen Perspektive beleuchtet. Der Fokus liegt auf der Umsetzung kleiner, gezielter Maßnahmen, die schnelle Erfolge im B2B- und Großunternehmenskontext ermöglichen. Kolm, Inhaber des i-CEM, teilt seine langjährige Erfahrung und betont die Bedeutung von operativ umsetzbaren Initiativen gegenüber umfassenden Großprojekten. Besondere Aufmerksamkeit erhält die Rolle von Automatisierung und Digitalisierung im Kundenservice, die als Enabler für effizientere Prozesse dienen, jedoch mit Bedacht eingeführt werden sollten.
Zentrale Aussagen des Gesprächs umfassen die Empfehlung, CEM mit kleinen Projekten zu starten, die messbare Ergebnisse liefern. Kolm kritisiert den oft vergeblichen Versuch, CEM ganzheitlich anzugehen, und plädiert für eine iterative Optimierung entlang der Customer Journey. Er hebt hervor, dass Erfolge durch fokussierte Maßnahmen schneller erzielt werden können und betont die Notwendigkeit, diese sichtbar zu machen, um weitere Unterstützung im Unternehmen zu gewinnen. Die Diskussion um die Messbarkeit von Verbesserungen zeigt, dass direkte Kundenbefragungen effektiver sein können als traditionelle Kennzahlen wie der Net Promoter Score.
