Im Gespräch mit Stephan Abeler (cx/omni) zum datenbasierten Customer Experience Management

Folge 09

Im Gespräch mit Stephan Abeler (cx/omni) zum datenbasierten Customer Experience Management
Mitschnitt-Länge: 45 Minuten
Mitschrift verfügbar

Datenbasiertes CX-Management: Prozessintegration und systematisches Feedback für nachhaltige Kundenerlebnisse. Insights von Stephan Abeler.

Stephan Abeler, COO von cxomni, beleuchtet im Interview datenbasiertes Customer Experience Management mit einem besonderen Fokus auf die Integration von Prozessen und systematisches Feedback. Der Beitrag richtet sich an Fachverantwortliche im B2B-SaaS- und Retail-Bereich und bietet tiefgehende Einblicke in die Operationalisierung von Customer Journey Mapping und Closed-Loop-Experience-Management. Abeler bringt seine langjährige Erfahrung im Customer Experience Management ein und diskutiert die Herausforderungen und Möglichkeiten der Prozessintegration, um Kundenerlebnisse nachhaltig zu verbessern.


Im Zentrum des Gesprächs steht die Notwendigkeit, Feedback systematisch zu erfassen und mit Prozessdaten zu verknüpfen. Abeler plädiert für ein differenziertes, prozessbasiertes Feedbackmanagement, das über generische Metriken wie den Net Promoter Score hinausgeht. Er betont die Bedeutung der Automatisierung und Systematisierung der Feedbackerhebung, um kontinuierliche Verbesserungen zu erzielen. Methoden wie Design Thinking und Process Mining werden als komplementäre Ansätze betrachtet, um sowohl die emotionale als auch die operative Dimension der Customer Experience abzudecken. Abschließend empfiehlt Abeler, den Paradigmenwechsel von der reinen Journey-Sicht zur prozessorientierten Sicht zuzulassen, um die tägliche Arbeit aus Kundensicht zu optimieren.

Wir müssen den Kunden systematisch fragen, um relevantes Feedback zu erhalten und daraus die Prozesse zu optimieren. – Stephan Abeler


Der Prozess ist das Feste, das die Customer Experience auslöst. Wir erleben eine Customer Experience auf Basis unserer Leistungen und Prozesse. – Stephan Abeler


Die größte Herausforderung ist, dass die Customer Journey oft nicht mit den operativen Prozessen übereinstimmt. Wir müssen diese Kluft überwinden, um echte Kundenerlebnisse zu schaffen. – Stephan Abeler

  • Customer Journey Mapping wird oft nur als Planungstool genutzt, sollte jedoch als Steuerungs- und Managementinstrument etabliert werden.
  • Ein Closed-Loop-Ansatz verbindet systematisches Feedback mit Prozessdaten, um Kundenerlebnisse kontinuierlich zu verbessern.
  • Die Integration von Kundenfeedback in operative Prozesse ist entscheidend, um die Customer Experience nachhaltig zu optimieren.
  • Datengetriebenes Arbeiten erfordert gezielte Fragen an spezifische Prozesspunkte, um relevante Erkenntnisse zu gewinnen.
  • Customer Experience Management sollte sich auf die Verbesserung der täglichen Arbeit aus Kundensicht konzentrieren.

Datenbasiertes Customer Experience Management gewinnt zunehmend an strategischer Bedeutung, insbesondere für B2B SaaS-Unternehmen und den Retail-Sektor. Der Beitrag beleuchtet die Diskrepanz zwischen der theoretischen Modellierung von Customer Journeys und deren praktischer Umsetzung in Unternehmensprozesse. Ein zentraler blinder Fleck ist die oft fehlende Integration von Feedback in operative Abläufe, was zu einer Kluft zwischen Kundenwahrnehmung und Unternehmensprozessen führt. Diese Lücke wird durch die Tendenz verstärkt, Customer Journey Mapping als einmaliges Planungstool zu betrachten, anstatt es als kontinuierliches Steuerungsinstrument zu nutzen. Der Beitrag macht deutlich, dass die Transformation hin zu einem datengetriebenen Ansatz nicht nur technologische Anpassungen, sondern auch einen kulturellen Wandel erfordert, bei dem die Verantwortung für die Customer Experience auf alle Unternehmensebenen verteilt wird.


Der Beitrag fordert Unternehmen auf, Feedback systematisch zu erfassen und in die Prozessoptimierung zu integrieren, um die Customer Experience nachhaltig zu verbessern. Er empfiehlt, gezielte Fragen an spezifischen Prozesspunkten zu stellen, um relevante Erkenntnisse zu gewinnen und diese direkt in die operativen Abläufe zurückzuspielen. Dies verschiebt die Perspektive von einer reinen Journey-Sicht hin zu einer prozessorientierten Betrachtung, die sowohl die emotionale als auch die operative Dimension der Customer Experience berücksichtigt. Der Beitrag leistet einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung des Themas, indem er die Notwendigkeit betont, kreative und datengetriebene Ansätze zu kombinieren, um die tägliche Arbeit aus Kundensicht zu verbessern und einen echten kulturellen Wandel im Unternehmen zu fördern.

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