Im Gespräch mit Thomas Wachter über die Herausforderungen & Empfehlungen für globale Kundenfeedback-Programme

Folge 48

Im Gespräch mit Thomas Wachter über die Herausforderungen & Empfehlungen für globale Kundenfeedback-Programme
Mitschnitt-Länge: 45 Minuten
Mitschrift verfügbar

Thomas Wachter analysiert, wie globale Feedback-Programme durch Standardisierung und lokale Anpassung optimiert werden können.

Thomas Wachter, Bereichsleiter Customer Experience Management für internationale Projekte bei Kantar, beleuchtet in einem Interview die Herausforderungen und Erfolgsfaktoren multinationaler Customer Experience Programme. Der Beitrag bietet eine tiefgehende Analyse der Balance zwischen Standardisierung und lokaler Anpassung von Feedback-Programmen. Wachter diskutiert die Notwendigkeit, Feedback-Daten effizient zu nutzen und in konkrete Prozessverbesserungen umzusetzen, um die Markenloyalität zu steigern. Die Diskussion richtet sich an Senior Manager und Analysten in großen, international agierenden Unternehmen und bietet praxisnahe Einblicke in die Optimierung von Customer Experience Strategien.


Im Interview betont Wachter die Bedeutung eines Closed-Loop-Ansatzes, bei dem Feedback systematisch zur Optimierung genutzt wird. Er beschreibt, wie technologische Fortschritte die Anpassung von Feedback-Programmen beschleunigen und die Integration von offenen Feedbacks mit etablierten Metriken wie NPS wertvolle Einblicke für Prozessoptimierungen liefern. Die Herausforderung liegt in der Vermeidung von Überbefragung und der Auswahl strategisch relevanter Kontaktpunkte. Wachter hebt hervor, dass die Umsetzung von Feedback in Maßnahmen nur gelingt, wenn das Management die Bedeutung von Customer Experience vorlebt und Ressourcen bereitstellt. Die Corona-Pandemie hat die Einführung digitaler Feedbackprozesse beschleunigt, und hybride Modelle mit analogen und digitalen Kanälen stellen neue Herausforderungen dar.

Kundenfeedback-Programme sind ressourcenintensiv und erfordern eine klare Kommunikation und Aktivierung, um erfolgreich zu sein. – Thomas Wachter


Ein stabiles Kernprogramm ist essenziell, aber Flexibilität ist notwendig, um auf sich ändernde Kundenerwartungen reagieren zu können. – Thomas Wachter


Top-Management-Buy-In ist entscheidend, um die Umsetzung von Feedback-Programmen zu gewährleisten und organisatorische Veränderungen zu fördern. – Thomas Wachter

  • Kundenfeedback-Programme müssen standardisiert und gleichzeitig lokal angepasst sein, um Akzeptanz und Effizienz zu gewährleisten.
  • Die Kombination aus offenen Feedbacks und etablierten Metriken wie NPS liefert die besten Einblicke für Prozessoptimierungen.
  • Ein erfolgreiches Feedback-Programm erfordert Top-Down-Unterstützung, klare Kommunikation und eine Schulung der Mitarbeiter.
  • Technologische Fortschritte ermöglichen heute eine schnellere und flexiblere Anpassung von Feedback-Programmen an sich ändernde Kundenbedürfnisse.
  • Das größte Hindernis für die Umsetzung von Feedback-Daten in Aktionen ist häufig das Silodenken in Organisationen.

Globale Customer Experience Programme stehen im Spannungsfeld zwischen Standardisierung und lokaler Anpassung. Diese Herausforderung ist strategisch relevant, da sie die Effizienz und Akzeptanz solcher Programme maßgeblich beeinflusst. Der Beitrag beleuchtet die Transformation von retrospektiven zu transaktionalen Feedback-Programmen, die unmittelbare Handlungsempfehlungen ermöglichen. Ein zentraler Konflikt besteht in der Balance zwischen einem einheitlichen Ansatz, der schnelle Implementierung und Vergleichbarkeit bietet, und der Notwendigkeit, lokale Besonderheiten zu berücksichtigen, um Relevanz und Akzeptanz zu gewährleisten. Zudem wird das Silodenken als Barriere identifiziert, das die Umsetzung von Feedback in konkrete Maßnahmen behindert. Diese strukturellen Widersprüche erfordern ein Umdenken in der Verantwortungsübernahme und eine stärkere Integration von Feedback in die Unternehmensprozesse.


Der Beitrag liefert handlungsrelevante Impulse, indem er auf die Notwendigkeit einer klaren Kommunikation und Schulung der Mitarbeitenden hinweist, um das volle Potenzial von Feedback-Programmen auszuschöpfen. Er fordert Unternehmen auf, pragmatisch zu starten und flexibel auf Veränderungen zu reagieren, anstatt auf Perfektion zu warten. Die Kombination aus etablierten KPIs und offenem Feedback wird als Schlüssel zur ganzheitlichen Erfassung der Customer Experience hervorgehoben. Der Inhalt verschiebt die Perspektive von einer rein technischen Umsetzung hin zu einem kulturellen Wandel, der die Einbindung von Führungskräften und die Förderung einer positiven Fehlerkultur erfordert. Dies unterstreicht die Bedeutung von Management-Buy-in und der Integration von Feedback in die tägliche Praxis, um strategische Ziele zu erreichen und einen nachhaltigen Wandel zu fördern.

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