Im Gespräch mit Tobias Reiland zum CX-Umsetzungsproblem in den Unternehmen

Folge 59

Im Gespräch mit Tobias Reiland zum CX-Umsetzungsproblem in den Unternehmen
Mitschnitt-Länge: 45 Minuten
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Kundenzentrierung erfordert klare Führung und Silos zu überwinden. Erfahren Sie, wie Feedback-Programme effektiv operationalisiert werden.

Im Interview mit Tobias Reiland, Senior Director Business Development bei Kantar, wird die Herausforderung der Kundenzentrierung in großen Unternehmen beleuchtet. Der Beitrag bietet einen tiefen Einblick in die strategische Umsetzung von Kundenzentrierung, insbesondere in den Branchen Telekommunikation und Automobil. Reiland diskutiert die Notwendigkeit, Silostrukturen zu überwinden und Feedback-Programme effektiv zu operationalisieren. Die Perspektive eines erfahrenen Branchenexperten verleiht dem Gespräch eine besondere Tiefe, indem es die Diskrepanz zwischen strategischen Absichten und operativer Realität aufzeigt.


Reiland betont, dass Kundenzentrierung eine klare Führung und Durchgriff auf alle Abteilungen erfordert. Feedback-Programme müssen regelmäßig überprüft und an neue Anforderungen angepasst werden. Ein zentrales Hindernis ist die fehlende Umsetzung von Konzepten in die Praxis, oft bedingt durch mangelnde Ressourcen und unzureichendes Verständnis der Mitarbeitenden. Reiland sieht iterative Ansätze und kontinuierliche Prozessoptimierung als Schlüssel zum Erfolg. Er empfiehlt, den ROI von Kundenzentrierungsmaßnahmen klar zu argumentieren, um Budgets und Ressourcen zu sichern. Die Transformation erfordert Mut und die Bereitschaft, bestehende Strukturen zu hinterfragen und anzupassen.

In unsicheren Zeiten suchen Kunden Beziehungen zu Marken, die Vertrauen erwecken und Sicherheit bieten. Der Brand Promise muss eingehalten werden, um eine loyale Kundenbasis zu schaffen. – Tobias Reiland


Viele Unternehmen haben kein Konzeptionierungsproblem, sondern ein Umsetzungsproblem. Es fehlt oft an Ressourcen und Verständnis, warum Kundenzentrierung wichtig ist. – Tobias Reiland


Die größte Herausforderung bei der Umsetzung von Customer Experience ist das Aufbrechen von Silos innerhalb der Organisation. Ohne eine klare Governance und ein starkes Mandat bleibt Kundenzentrierung oft nur ein Lippenbekenntnis. – Tobias Reiland

  • Kundenzentrierung erfordert eine klare Governance-Struktur mit Management-Buy-in und Durchgriff auf alle Abteilungen.
  • Feedback-Programme müssen regelmäßig überprüft und an neue Anforderungen angepasst werden, um wirksam zu bleiben.
  • Die Überwindung von Silostrukturen ist essenziell, um Kundenerwartungen ganzheitlich zu erfüllen.
  • Unternehmen müssen Mut zeigen, iterative Ansätze verfolgen und bereit sein, Prozesse kontinuierlich zu optimieren.
  • Eine klare ROI-Argumentation ist notwendig, um Budgets und Ressourcen für CX-Initiativen zu sichern.

Kundenzentrierung in großen Unternehmen ist nicht nur ein strategisches Ziel, sondern auch ein kultureller Wandel, der tiefgreifende Transformationen erfordert. Der Beitrag beleuchtet die Diskrepanz zwischen der theoretischen Priorisierung von Kundenzentrierung und den praktischen Herausforderungen ihrer Umsetzung. Ein zentrales Spannungsfeld liegt in der Verantwortungsverschiebung: Während auf Managementebene Kundenzentrierung als oberste Priorität gilt, scheitert die operative Umsetzung oft an Silostrukturen und fehlendem Durchgriff auf alle Abteilungen. Diese strukturellen Widersprüche verhindern, dass aus theoretischen Konzepten gelebte Praxis wird. Der Beitrag macht deutlich, dass Unternehmen häufig an der Oberfläche kratzen, indem sie Feedback-Programme einführen, ohne die zugrunde liegenden Barrieren zu adressieren. Transformation erfordert jedoch mehr als kosmetische Anpassungen; sie verlangt eine grundlegende Neuausrichtung der Organisation entlang der Customer Journey.


Der Beitrag fordert Unternehmen auf, mutig und iterativ vorzugehen, um die Kluft zwischen strategischem Anspruch und operativer Realität zu überbrücken. Er empfiehlt, Feedback-Programme nicht nur als Mittel zur Datensammlung zu sehen, sondern als Ausgangspunkt für kontinuierliche Prozessoptimierungen. Die Notwendigkeit, den ROI von Kundenzentrierungsmaßnahmen klar zu argumentieren, wird als entscheidend hervorgehoben, um Budgets und Ressourcen zu sichern. Der Beitrag verschiebt die Perspektive von einer rein operativen zu einer strategischen und kulturellen Betrachtung, indem er die Rolle von Führungskräften als Gestalter und Promoter betont. Diese sollen nicht nur Feedback sammeln, sondern aktiv in die Organisation eingreifen und den Nutzen ihrer Maßnahmen klar kommunizieren. Der Inhalt inspiriert dazu, Transformation als fortlaufende Aufgabe zu begreifen, die Zeit, Kraft und Ausdauer erfordert, und ermutigt Unternehmen, sich nicht auf Konzepten oder Dashboards auszuruhen, sondern kontinuierlich weiterzumachen.

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