Jon Allen adressiert die Herausforderungen großer B2B-Unternehmen und Konsumgüterhersteller im Umgang mit steigenden Serviceanfragen und begrenzten Ressourcen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie digitale Communities als strategischer Bestandteil der Customer Experience genutzt werden können, um das Engagement Capacity Gap zu schließen. Der Praxisbericht basiert auf konkreten Beispielen aus den Bereichen B2B-SaaS, Enterprise-Software und Consumer Electronics und beleuchtet die Integration von Online-Communities in bestehende Service- und Marketingstrukturen. Besonderes Augenmerk liegt auf der Verbindung von Mensch und Bot, der Nutzung von Daten aus verschiedenen Kanälen für KI-gestützte Analysen sowie der unternehmensweiten Verankerung von Customer Experience.
Im Vortrag zeigt Allen vier zentrale Nutzenargumente für den Einsatz von Online-Communities: signifikante Call Deflection durch Peer-to-Peer-Support, Senkung der Supportkosten, Generierung von nutzergenerierten Inhalten für SEO und Wissensmanagement sowie die Erschließung von Insights aus Kundeninteraktionen. Anhand der Beispiele Sage, Olympus und Titleist wird deutlich, wie Unternehmen Communities zur Konsolidierung von Servicekanälen, zur Förderung von Kundenbindung und zur Steigerung der Sichtbarkeit in Suchmaschinen einsetzen. Operativ empfiehlt Allen, mit Seed Content aus häufigen Supportanfragen zu starten, Gamification-Elemente zur Aktivierung von Experten zu nutzen und Mehrsprachigkeit durch technische Integrationen sicherzustellen. Die Rolle von Sponsorship, Ownership in den Fachbereichen und einer flexiblen Architektur wird als Voraussetzung für nachhaltiges Wachstum und die kontinuierliche Wertschöpfung der Community hervorgehoben.
