Wie lassen sich Customer Journeys und User Journeys in großen, dezentralen B2B-Organisationen systematisch skalieren und organisatorisch verankern? Der Praxisbericht von Ulf Schubert beleuchtet, wie eine Genossenschaft mit 8.000 Mitarbeitenden und über 250 Produkten datengetriebenes Touchpoint Measurement, eine dedizierte CX-Manager-Rolle und eine eigene Analyse-Infrastruktur etabliert. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Teams in einer agilen, End-to-End-verantwortlichen Struktur Transparenz über Kundenerlebnisse gewinnen und daraus kontinuierlich Verbesserungen ableiten. Besonderes Augenmerk liegt auf der Verbindung von qualitativen und quantitativen Methoden, der technischen Umsetzung und der Governance in einer komplexen Produktlandschaft.
Im Erfahrungsbericht werden zentrale Methoden wie Customer Journey Mapping, Touchpoint Measurement Analytics und Persona-Entwicklung vorgestellt. Die Einführung eines Journey-Atlas als Framework ermöglicht die strukturierte Dokumentation und Messung von über 100 Journeys. Ein datengetriebenes Analytics-System automatisiert die Erhebung und Auswertung von Feedback an definierten Kontaktpunkten, visualisiert in Dashboards mit Tableau. Die CX-Manager-Rolle fungiert als Bindeglied zwischen Teams, sorgt für die Nutzung der Erkenntnisse und unterstützt die Umsetzung bereichsübergreifender Maßnahmen. Governance-Regeln und technische Infrastruktur sichern die Verbindlichkeit und Skalierbarkeit. Die Kombination spezialisierter Tools und die Balance zwischen qualitativen und quantitativen Insights werden als Erfolgsfaktoren für nachhaltiges Customer Experience Management herausgearbeitet.
