CRM-Manager im E-Commerce und Retail mit großem Kundenbestand stehen vor der Herausforderung, die Balance zwischen kurzfristigen Umsatzzielen und nachhaltiger Kundenbindung zu finden. Die Session beleuchtet, wie datengetriebenes CRM und eine konsequente Testkultur dazu beitragen, die optimale E-Mail-Frequenz zu bestimmen und die Abmelderate zu senken. Im Mittelpunkt steht eine Fallstudie, die den Einsatz von First-Party-Daten und einer Customer Data Platform (CDP) in der Praxis zeigt. Die Analyse adressiert die Auswirkungen steigender Marketingkosten, die Einschränkung von Third-Party-Daten und die wachsende Bedeutung von Engagement-Signalen für die Zustellung von E-Mails.
Die Fallstudie demonstriert, wie ein datenbasiertes Modell zur Abmeldewahrscheinlichkeit entwickelt und im Rahmen eines kontrollierten Tests eingesetzt wird. Zwei Kundengruppen erhalten unterschiedlich viele Newsletter, um die Effekte auf Abmelderate, Umsatz pro Kontakt und Conversion-Rate zu messen. Die Ergebnisse zeigen, dass eine deutliche Reduktion der Mailing-Frequenz zu signifikant weniger Abmeldungen führt, ohne die Umsätze negativ zu beeinflussen. Die Integration einer CDP ermöglicht eine differenzierte Segmentierung und gezielte Ansprache, auch ohne Data-Science-Kenntnisse im Fachbereich. Die Argumentation stützt sich auf konkrete Kennzahlen und unterstreicht die Notwendigkeit, den Customer Lifetime Value als zentrale Steuerungsgröße zu etablieren und datengetriebene Entscheidungsprozesse im CRM zu verankern.
