Prof. Dr. Peter Gentsch analysiert in einer Impuls-Keynote die Integration generativer KI-Modelle in die Customer Experience von Enterprise-Unternehmen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich die breite Verfügbarkeit und schnelle Adaption von Sprachmodellen wie ChatGPT auf Geschäftsprozesse und die Personalisierung von Kundeninteraktionen auswirken. Gentsch vergleicht klassische, eng fokussierte KI-Modelle mit universellen Foundation Models und betont die Notwendigkeit, diese gezielt an unternehmensspezifische Anforderungen anzupassen. Die Keynote zeichnet sich durch eine Verbindung von technischer Tiefe, praktischen Use Cases und einer kritischen Betrachtung der Qualitätssicherung aus. Besonderes Augenmerk liegt auf der Skalierung von Personalisierung, der Integration in bestehende Prozesse und den Auswirkungen auf Organisation und Arbeitswelt.
Im inhaltlichen Fokus stehen die Potenziale und Herausforderungen beim Einsatz generativer Sprachmodelle im B2B-Kontext. Gentsch erläutert, wie Mechanismen wie Attention Layer, Embeddings und Fine-Tuning durch menschliches Feedback die Leistungsfähigkeit der Modelle bestimmen. Er differenziert zwischen explorativen und unternehmenskritischen Anwendungsfällen und hebt hervor, dass Qualitätssicherung, Integration von Unternehmenswissen und kanalübergreifende Nutzung erfolgskritisch sind. Beispiele wie die Generierung personalisierter Inhalte, KI-basierte Q&A-Systeme und hybride Suchlösungen verdeutlichen die Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten. Gleichzeitig adressiert Gentsch die Risiken ungefilterter Inhalte, regulatorische Herausforderungen und die Notwendigkeit von Governance-Mechanismen. Abschließend betont er, dass die erfolgreiche Nutzung von Foundation Models ein Umdenken in Organisation, Technologieauswahl und Prozessintegration erfordert.
