Automatisierte und menschliche Interaktionen stellen neue Anforderungen an die Architektur von Digital Experience Plattformen in B2B-Unternehmen. Im Panel diskutieren ein Berater und ein Plattformanbieter, wie sich die Content-Ausspielung und Personalisierung durch die zunehmende Bedeutung von Agenten, Crawlern und KI-basierten Systemen verändern. Im Fokus stehen flexible Content Supply Chains, die parallele Ausspielung für Agenten und Menschen sowie die Notwendigkeit, Content granular, formatneutral und kanalübergreifend bereitzustellen. Die Panelisten beleuchten, wie klassische Kampagnenlogik durch intentbasierte, modulare Orchestrierung abgelöst wird und welche Herausforderungen sich durch fragmentierte Systemlandschaften und neue Messbarkeitsanforderungen ergeben.
Die Diskussion zeigt, dass Unternehmen ihre Content- und Datenarchitektur konsequent an den Anforderungen von Agenten und menschlichen Nutzern ausrichten müssen. Personalisierung erfolgt zunehmend implizit über Nutzerpfade und semantische Strukturen, während Ontologien und Annotationen für die zielgerichtete Ausspielung eine Rolle spielen. Die Panelisten betonen, dass die Transformation weniger eine Tool-Frage als eine Frage von Prinzipien, Mindset und Prozessanpassung ist. Handlungsempfehlungen umfassen die Konsolidierung modularer Systeme, die Integration von KI-Komponenten und die kontinuierliche Optimierung entlang der Customer Journey. Die Fähigkeit, konversationale Interaktionen zu ermöglichen und die Brand Experience konsistent zu steuern, wird als zentrale Aufgabe für die nächsten Entwicklungsschritte identifiziert.