VR next Level - Dank Conversational AI?

VR next Level - Dank Conversational AI?
Mitschnitt-Länge: 40 Minuten
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Mitschrift verfügbar

Multimodale Conversational Interfaces in VR: Potenziale, Grenzen und konkrete Ansätze für personalisierte Trainings- und Onboarding-Szenarien.

Conversational User Interfaces in Virtual Reality stehen im Mittelpunkt dieses Talks, der sich an Fachverantwortliche aus B2B-Unternehmen, insbesondere in den Bereichen Bildung, Healthcare, Fertigung und Gaming richtet. Die Sprecherin beleuchtet, wie multimodale Interaktionen – etwa durch Sprache, Gestik und Blickrichtung – in immersiven Trainings- und Onboarding-Szenarien neue Möglichkeiten für Personalisierung, Interaktivität und Effizienz schaffen. Im Fokus stehen die Integration aktueller Tools wie ChatGPT, d-id.com sowie VR-spezifischer SDKs und die damit verbundenen Herausforderungen bei der plattformübergreifenden Entwicklung und Nutzerführung. Die Perspektive basiert auf konkreten Projekterfahrungen und adressiert sowohl technologische als auch konzeptionelle Fragestellungen rund um die Gestaltung von Conversational Experiences in virtuellen Welten.

Im inhaltlichen Kern werden die Potenziale und Grenzen von Conversational AI in VR-Anwendungen anhand praktischer Beispiele und Use Cases diskutiert. Die Sprecherin zeigt, wie Sprach- und Multimodalitätslösungen klassische grafische Interfaces ablösen, Medienbrüche vermeiden und die emotionale Bindung zu virtuellen Agenten stärken. Herausforderungen wie die Verarbeitung von Sprachinput in lauten Umgebungen, der Umgang mit dem Uncanny Valley-Effekt bei Avataren und die Notwendigkeit nutzerzentrierten Prototypings werden konkret benannt. Empfehlungen umfassen die frühe Einbindung von Conversational Design in die Entwicklung, den gezielten Einsatz von 2D-Avataren als Einstieg und die iterative Erprobung in geschützten Testräumen. Die Entwicklung wird als dynamisch beschrieben, mit der Aufforderung, jetzt Pilotprojekte zu initiieren, um Erfahrungen und Nutzerfeedback für die nächste Stufe der Integration zu sammeln.

Virtuelle Welten und Conversational User Interfaces sind ein Match, weil sie sich gegenseitig verstärken und neue Interaktionsmöglichkeiten schaffen. – Laura Grimm

Wir stehen vor der Herausforderung, multimodale Signale wie Sprache, Haptik und Blickrichtung intelligent zu verknüpfen, um wirklich smarte und hilfreiche Avatare zu entwickeln. – Laura Grimm

Jetzt ist die Zeit, Fehler zu machen und Prototypen zu testen – später wird Perfektion erwartet, aber aktuell profitieren wir am meisten vom Ausprobieren. – Laura Grimm

  • Conversational User Interfaces und virtuelle Realitäten ergänzen sich ideal, um Interaktivität, Personalisierung und emotionale Bindung in Trainings- und Onboarding-Szenarien zu steigern.

  • Die Implementierung von Conversational AI in VR-Anwendungen ermöglicht kontextsensitive und multimodale Nutzerinteraktionen, die weit über klassische Sprachsteuerung hinausgehen.
  • Technische Herausforderungen bestehen vor allem in der plattformübergreifenden Integration, der Verarbeitung von Sprachinput in lauten Umgebungen und der Vermeidung des Uncanny Valley-Effekts bei Avataren.
  • Prototyping und iteratives Testen sind essenziell, um nutzerzentrierte und funktionierende Conversational Experiences in virtuellen Welten zu entwickeln.
  • Die Entwicklung befindet sich noch am Anfang, Fehler werden aktuell noch verziehen, weshalb jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um mit Experimenten und Pilotprojekten zu starten.

Die Integration von Conversational User Interfaces in Virtual Reality adressiert einen grundlegenden Wandel im Verständnis von Interaktion, Training und Personalisierung in B2B-Kontexten. Im Zentrum steht das Spannungsfeld zwischen dem technologischen Potenzial multimodaler, kontextsensitiver Nutzererlebnisse und den strukturellen Barrieren, die sich aus fragmentierten Plattformlandschaften, Limitierungen aktueller Sprachverarbeitung und der Erwartungshaltung an Avatare ergeben. Die Diskussion legt offen, wie klassische Denkmodelle – etwa die Trennung von Mensch und Maschine oder die Reduktion von User Experience auf grafische Oberflächen – an ihre Grenzen stoßen. Gleichzeitig verschiebt sich die Verantwortung für gelingende Interaktion: Nicht mehr der Nutzer muss sich an das System anpassen, sondern das System muss in Echtzeit auf Sprache, Gestik und Kontext reagieren. Daraus entsteht ein Zielkonflikt zwischen dem Wunsch nach immersiver, natürlicher Kommunikation und den technischen sowie konzeptionellen Restriktionen, die eine holistische Integration bislang erschweren. Die Gefahr des „Uncanny Valley“ bei Avataren und die Unsicherheit, welche Modalität in der Interaktion dominiert, markieren blinde Flecken, die nicht allein technologisch, sondern auch durch gezieltes Erwartungsmanagement und Storytelling adressiert werden müssen.

Für die operative und strategische Praxis liefert der Beitrag klare Reflexionsimpulse: Frühzeitiges Prototyping, iterative Tests und die bewusste Steuerung der Komplexität von Avataren werden als zentrale Prinzipien herausgestellt, um die Akzeptanz und Wirksamkeit von Conversational Experiences in VR zu sichern. Die Empfehlung, Fehlerkultur und Experimentierfreude zu fördern, verschiebt die Perspektive von der Suche nach perfekten Lösungen hin zu lernorientierten Pilotprojekten. Damit entsteht ein Handlungsrahmen, der nicht nur technologische, sondern auch kulturelle Transformation adressiert: Unternehmen sind gefordert, die Integration von Conversational AI als kontinuierlichen Entwicklungsprozess zu begreifen, in dem Nutzerfeedback, Storytelling und multimodale Interaktionsdesigns gleichrangig behandelt werden. Die inhaltliche Verdichtung fordert dazu auf, bestehende Trainings- und Onboarding-Modelle radikal zu hinterfragen und die Potenziale von VR nicht als Add-on, sondern als Katalysator für nachhaltige Veränderung in Lern- und Arbeitsprozessen zu nutzen.

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