CX Accountability im Führungskonzept

CX Accountability im Führungskonzept
Mitschnitt-Länge: 40 Minuten
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Mitschrift verfügbar

Wie Persönlichkeitsentwicklung und Reifegradmodelle die Verankerung von Customer Experience in Führung und Kultur ermöglichen.

Führung und Unternehmenskultur stehen im Zentrum der Transformation hin zu einer kundenzentrierten Organisation. Christine Krimmel beleuchtet, wie sich Customer Experience (CX) Governance als unternehmensweite Aufgabe etablieren lässt und welche Rolle Persönlichkeitsentwicklung, Reifegradmodelle und bereichsübergreifende Zusammenarbeit dabei spielen. Der Beitrag adressiert insbesondere erfahrene CX-Verantwortliche und Change Leader in größeren Unternehmen, die CX nicht als Einzelinitiative, sondern als integralen Bestandteil der Unternehmensführung verankern wollen. Im Fokus stehen die Herausforderungen, CX-Disziplinen und -Methoden in bestehende Führungsstrukturen zu integrieren und die Unternehmenskultur gezielt weiterzuentwickeln.

Im Talk erläutert Krimmel zentrale Modelle wie das Reifegradmodell nach Frédéric Laloux und das Drei-Ebenen-Modell der Unternehmenskultur. Sie grenzt Transformation klar vom klassischen Change Management ab und betont die Bedeutung von Multiperspektivität und Ich-Entwicklung für nachhaltige Veränderung. Praktische Ansätze wie bereichsübergreifende Teams, Customer Journey Circles und die bewusste Gestaltung von Führungsverhalten werden als Hebel für die Verankerung von CX und die Entwicklung hin zu selbstorganisierten, purpose-orientierten Organisationen vorgestellt. Die Diskussion adressiert zudem Zielkonflikte, die Rolle des Top-Managements, Generationenwechsel und die Notwendigkeit, Persönlichkeitsentwicklung als Grundlage für organisationale Reife zu verstehen.

Kundenzentrierung ist keine Aufgabe für ein Team oder eine Abteilung – die gesamte Organisation muss daran arbeiten, sonst bleibt es bei Lippenbekenntnissen. – Christine Krimmel

Führung ist heute eine Dienstleistung: Es geht darum, Räume zu schaffen, in denen Menschen wachsen, sich entwickeln und Verantwortung übernehmen können. – Christine Krimmel

Transformation gelingt nur, wenn Führungskräfte bereit sind, alte Erfolgsrezepte loszulassen und sich selbst sowie die Organisation kontinuierlich zu hinterfragen. – Christine Krimmel

  • Customer Experience Management erfordert unternehmensweite Anstrengung und kann nicht auf einzelne Rollen oder Teams beschränkt werden.

  • Führungskonzepte müssen sich an den Reifegraden der Organisation orientieren und von transaktionaler zu transformierender und selbstorganisierter Führung weiterentwickeln.
  • Unternehmenskultur wird maßgeblich durch das Verhalten und die Entscheidungen der Führungskräfte im Alltag geprägt.
  • Persönlichkeitsentwicklung und die Fähigkeit zur Multiperspektivität sind zentrale Voraussetzungen für eine kundenzentrierte Organisation.
  • Transformation gelingt nur, wenn Führungskräfte und Management die Veränderung initiieren, begleiten und selbst reflektieren.

Kundenzentrierung als Führungsprinzip stellt etablierte Organisationslogiken und Machtstrukturen infrage. Die Diskussion um CX Governance im Führungskonzept legt offen, wie tiefgreifend die Transformation von Führung und Unternehmenskultur verlaufen muss, um Customer Experience nicht als isolierte Initiative, sondern als unternehmensweite Aufgabe zu verankern. Im Zentrum steht das Spannungsfeld zwischen klassischer Steuerungslogik – geprägt von Kontrolle, Hierarchie und KPI-Orientierung – und der Notwendigkeit, Führung als geteilte, entwicklungsorientierte Aufgabe zu verstehen. Die Reflexion über Reifegradmodelle und Ich-Entwicklung macht deutlich, dass nachhaltige Veränderung nicht durch neue Prozesse oder Strukturen allein gelingt, sondern durch die Persönlichkeitsentwicklung der Führungskräfte und die bewusste Gestaltung von Kultur. Besonders sichtbar wird der blinde Fleck vieler Organisationen: Die Annahme, Transformation lasse sich top-down anordnen, ohne dass sich die Führung selbst verändert und alte Muster verlernt. Zielkonflikte zwischen Effizienz, Kontrolle und echter Kundenzentrierung werden nicht gelöst, solange Führungskräfte nicht bereit sind, ihre Rolle und Wirkung kritisch zu reflektieren und Multiperspektivität zu entwickeln.

Für die Praxis bedeutet das: Erfolgreiche CX-Transformation erfordert, dass Führungskräfte Räume für Entwicklung schaffen, bereichsübergreifende Zusammenarbeit fördern und die Intelligenz vieler moderieren. Die Empfehlung, Projekte als Prototypen der gewünschten Kultur zu gestalten und Kolleg:innen intern wie externe Kund:innen zu behandeln, verschiebt den Fokus von kurzfristiger Steuerung hin zu nachhaltiger Entwicklung. Die Orientierung an Reifegraden und Persönlichkeitsentwicklung liefert einen handlungsleitenden Rahmen, um Führungskonzepte an die tatsächliche Veränderungsbereitschaft und -fähigkeit der Organisation anzupassen. Der Beitrag fordert dazu auf, Transformation als evolutionären Prozess zu begreifen, der mit kleinen, priorisierten Initiativen beginnt und konsequent auf die Entwicklung von Menschen und Kultur setzt. Für CX-Verantwortliche und Change Leader entsteht daraus der Impuls, die eigene Wirksamkeit im Alltag zu nutzen, systemische Barrieren zu adressieren und Führung als Hebel für echte Kundenzentrierung zu verstehen.

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