Diskussion: Erfolgsfaktoren für eine ganzheitliche Customer-Experience-Analyse

Diskussion: Erfolgsfaktoren für eine ganzheitliche Customer-Experience-Analyse

Wie Unternehmen qualitative und quantitative Daten für wirksame CX-Maßnahmen kombinieren und Prioritäten in komplexen Datenlandschaften setzen.

Fachverantwortliche aus B2B-SaaS, Marktforschung und Dienstleistungsunternehmen diskutieren, wie sich qualitative und quantitative Datenquellen für eine umfassende Customer-Experience-Analyse integrieren lassen. Im Mittelpunkt steht der Umgang mit komplexen Datenlandschaften, die Priorisierung von Handlungsfeldern mithilfe von Technologie sowie die Bedeutung von Stakeholder-Management und Unternehmenskultur für die Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen. Die Panelisten bringen unterschiedliche Perspektiven aus Praxis, Forschung und Technologie ein und beleuchten, wie Unternehmen relevante Insights generieren, Ressourcen gezielt einsetzen und die Akzeptanz für CX-Initiativen erhöhen.

Die Diskussion zeigt, dass die Kombination von qualitativen Tiefenanalysen und quantitativen Daten essenziell ist, um Kundenbedürfnisse zu verstehen und wirksame Maßnahmen abzuleiten. Technologiegestützte Analysen helfen, Muster zu erkennen und wirtschaftliche Effekte zu quantifizieren, ersetzen jedoch nicht die Notwendigkeit, emotionale und psychografische Aspekte einzubeziehen. Die Panelisten betonen, dass eine klare Fokussierung auf wenige Kernmaßnahmen die Umsetzungschancen erhöht und dass eine gelebte Kundenorientierung in der Organisation Voraussetzung für nachhaltige Verbesserungen ist. Praxisbeispiele verdeutlichen, wie Unternehmen durch Priorisierung, Empathy by Design und die direkte Einbindung der Geschäftsleitung die Customer Experience gezielt weiterentwickeln.

Wer Customer Experience wirklich verbessern will, muss unterschiedliche Perspektiven integrieren und zusammenfassen – das liefert den entscheidenden Mehrwert. – Dr. Peter Pirner

Wir arbeiten für verschiedene Zielgruppen und Marken, aber am Ende zählt, dass wir mit unseren Analysen echten Impact für die Kunden schaffen. – Madeleine Bacz

Mehr Daten sind nicht automatisch besser – entscheidend ist, die Kernpunkte zu filtern und gezielt umzusetzen. – Laura Fritz

Menschen zu verstehen, egal wie technisch das Produkt ist, ist niemals irrelevant. – Ines Imdahl

Die Mitarbeitenden sind der wichtigste Stellhebel – sie müssen den Willen zur Veränderung haben und die Insights in die Prozesse bringen. – Liv Kop

Die Unternehmenskultur ist am Ende entscheidend: Man muss es ehrlich meinen, sonst bleibt Kundenorientierung nur ein schönes Label. – Andreas Mahl

  • Die Kombination von qualitativen und quantitativen Daten ist essenziell für eine ganzheitliche Customer-Experience-Analyse und liefert einen echten Mehrwert für Kunden und Unternehmen.

  • Eine kundenorientierte Unternehmenskultur und der Wille zur Veränderung sind entscheidend, damit CX-Analysen in konkrete Verbesserungen umgesetzt werden.
  • Mehr Daten sind nicht immer besser – die Priorisierung der wichtigsten Pain Points und Maßnahmen ist zentral, um Ressourcen gezielt einzusetzen und Wirkung zu erzielen.
  • Empathy by Design und das Sichtbarmachen von Kundenerlebnissen für Stakeholder fördern das Verständnis und die Akzeptanz von CX-Initiativen.
  • Technologie und KI können helfen, relevante Muster und Handlungsfelder zu identifizieren, ersetzen aber nicht die Notwendigkeit, emotionale und psychografische Aspekte der Kunden zu verstehen.

Ganzheitliche Customer-Experience-Analyse in B2B-Organisationen steht exemplarisch für den Zielkonflikt zwischen datengetriebener Steuerung und echter Kundenzentrierung. Die Diskussion legt offen, dass die Integration qualitativer und quantitativer Daten zwar technisch und methodisch möglich ist, aber an kulturellen und strukturellen Barrieren scheitert. Verantwortungsverschiebung zwischen Marktforschung, Analytics und operativen Einheiten führt dazu, dass Daten zwar gesammelt, aber selten in wirksame Maßnahmen übersetzt werden. Ein blinder Fleck bleibt die Annahme, dass mehr Daten automatisch bessere Entscheidungen ermöglichen. Tatsächlich verschärft die Datenflut die Priorisierungsproblematik und verstärkt die Tendenz, Verantwortung für die Umsetzung von Verbesserungen zu delegieren. Die Panelisten machen deutlich, dass ohne eine gelebte, kundenorientierte Unternehmenskultur und die Bereitschaft, Veränderung zuzulassen, selbst modernste Technologien und ausgefeilte Analysen wirkungslos bleiben. Transformation im Sinne von Customer Experience bedeutet daher nicht primär technologische Innovation, sondern das Überwinden von Veränderungsbarrieren auf organisationaler und individueller Ebene.

Für die Praxis lassen sich daraus mehrere handlungsrelevante Prinzipien ableiten. Erstens: Die gezielte Priorisierung weniger, aber relevanter Maßnahmen ist wirksamer als der Versuch, alle verfügbaren Datenpunkte zu adressieren. Zweitens: Empathie und das Sichtbarmachen von Kundenerlebnissen für Entscheider sind zentrale Hebel, um Akzeptanz und Ressourcen für CX-Initiativen zu sichern. Drittens: Die Rolle von CX-Verantwortlichen verschiebt sich vom reinen Datenlieferanten hin zum Change Agent, der Stakeholder orchestriert und kulturellen Wandel moderiert. Der Beitrag fordert dazu auf, Customer Experience nicht als Reporting- oder Technologieprojekt zu begreifen, sondern als strategische Führungsaufgabe, die operative Praxis, Zielsysteme und Unternehmenskultur integriert. Für die Zielgruppe entsteht daraus der Impuls, die eigene Organisation kritisch auf Priorisierungsfähigkeit, Veränderungsbereitschaft und die tatsächliche Nutzung von Insights zu prüfen – und CX als kontinuierlichen Transformationsprozess zu verankern.

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