CXM@INTER: Auf dem Weg zur lernenden Organisation und wie uns Kundenfeedback dabei hilft

CXM@INTER: Auf dem Weg zur lernenden Organisation und wie uns Kundenfeedback dabei hilft
Mitschnitt-Länge: 40 Minuten
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Systematisches Kundenfeedback und Journey Mapping als Hebel für bereichsübergreifende Lernprozesse und messbare CX-Verbesserungen.

Systematisches Kundenfeedback und Journey Mapping stehen im Mittelpunkt eines praxisorientierten Erfahrungsberichts aus einem mittelständischen Versicherungsunternehmen. Der Beitrag beleuchtet, wie die Integration von Kundenbefragungen entlang zentraler Kontaktpunkte und die Ableitung konkreter Maßnahmen zur Entwicklung einer lernenden Organisation beitragen. Besonderes Augenmerk liegt auf der Einbindung aller betroffenen Mitarbeitenden in bereichsübergreifende Communities, die gemeinsam mit den Feedbackdaten arbeiten und Veränderungen in der Organisation vorantreiben. Die Nutzung von Benchmarks aus Marktstudien ermöglicht eine objektive Einordnung der eigenen Kundenzufriedenheit und unterstützt die Priorisierung von Handlungsfeldern.

Im Zentrum der Ausführungen stehen die methodische Anwendung von Customer Journey Mapping, Treiber- und Wirkungsanalysen sowie die Verankerung von Kundenzufriedenheits-KPIs in der unternehmensweiten Steuerung. Praxisbeispiele, wie die Analyse und Optimierung der Schadensjourney, verdeutlichen den Ansatz „messen, verstehen, handeln“: Nach der Erhebung und Auswertung von Feedback werden gezielte Maßnahmen entwickelt und deren Wirkung kontinuierlich überprüft. Die Transparenz der Ergebnisse, die aktive Kommunikation von Erfolgen und die konsequente Nutzung von Kundenfeedback als Entscheidungsgrundlage fördern Akzeptanz und Motivation für den Wandel. Perspektivisch adressiert der Beitrag die Weiterentwicklung der Analytik, die systematische Erhebung interner Servicebeziehungen und die Stärkung der Verbindung zwischen Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit.

Wir gewinnen Mitstreiter für den Kunden, indem wir Feedback transparent machen und die Betroffenen aktiv in die Analyse und Umsetzung einbinden. – Christopher Schmitt

Erst wenn Kundenzufriedenheit als gleichberechtigter KPI auf der unternehmensweiten Balanced Scorecard steht, haben wir wirklich etwas verändert. – Christopher Schmitt

Der Kunde hilft beim Priorisieren, weil er uns zeigt, wo die schwierigsten Pains liegen – und damit arbeiten wir nach Fakten, nicht nach Bauchgefühl. – Christopher Schmitt

  • Kundenfeedback muss entlang der Customer Journey systematisch erhoben und analysiert werden, um relevante Verbesserungen abzuleiten.

  • Die Einbindung aller betroffenen Mitarbeiter und die Bildung von bereichsübergreifenden Arbeitsgruppen sind entscheidend für die Umsetzung von Maßnahmen und den Erfolg der Organisationsentwicklung.
  • Benchmarks aus unabhängigen Marktstudien ermöglichen eine objektive Einordnung der eigenen Kundenzufriedenheit und helfen bei der Priorisierung von Handlungsfeldern.
  • Die Verankerung von Kundenzufriedenheits-KPIs auf der unternehmensweiten Balanced Scorecard ist ein zentraler Schritt, um Kundenorientierung im Unternehmen zu etablieren.
  • Erfolge und positive Veränderungen durch Kundenfeedback müssen sichtbar gemacht und intern kommuniziert werden, um Motivation und Akzeptanz für den Wandel zu schaffen.

Systematisches Kundenfeedback und Journey Mapping adressieren einen zentralen Zielkonflikt mittelständischer Versicherungsunternehmen: den Anspruch, Kundenorientierung als strategisches Leitmotiv zu verankern, und die Realität fragmentierter Verantwortlichkeiten und Silostrukturen. Die konsequente Nutzung von Feedbackdaten als Ausgangspunkt für organisationsweite Lernprozesse legt offen, wie stark klassische Steuerungslogiken und Prozesskennzahlen noch dominieren und wie schwer es fällt, Kundenzufriedenheit als gleichwertige Entscheidungsgrundlage zu etablieren. Der Beitrag macht deutlich, dass die eigentliche Herausforderung nicht in der Datenerhebung, sondern in der Überwindung kultureller und struktureller Barrieren liegt. Die Einbindung aller Hierarchieebenen in bereichsübergreifende Communities konfrontiert Führungskräfte mit der Notwendigkeit, Kontrolle abzugeben und Verantwortung für Veränderungen zu teilen. Gleichzeitig wird ein blinder Fleck adressiert: Die Gefahr, Kundenfeedback rein defizitorientiert zu interpretieren und Innovationspotenziale zu übersehen, bleibt in vielen Organisationen bestehen. Die systematische Verknüpfung von Benchmarking, Wirkungsanalyse und Maßnahmenumsetzung zwingt dazu, Zielkonflikte zwischen Effizienz, Kundennähe und Veränderungsbereitschaft transparent zu machen.

Für die Zielgruppe liefert der Beitrag konkrete Prinzipien für die Transformation zur lernenden Organisation: Kundenfeedback muss als kontinuierlicher Steuerungsimpuls in die operative und strategische Arbeit integriert werden. Die aktive Einbindung der Mitarbeitenden in die Analyse und Umsetzung erzeugt nicht nur Akzeptanz, sondern verschiebt die Perspektive von reiner Prozessoptimierung hin zu echter Kundenzentrierung. Die Verankerung von Kundenzufriedenheits-KPIs auf Managementebene fordert Führungskräfte heraus, Entscheidungen faktenbasiert und nicht aus dem Bauch heraus zu treffen. Der Beitrag regt dazu an, die eigene Organisation auf blinde Flecken, Verantwortungsdiffusion und kulturelle Blockaden zu prüfen und systematische Feedbackschleifen als Motor für nachhaltige Veränderung zu etablieren. Damit wird ein Rahmen geschaffen, in dem Kundenorientierung nicht als Projekt, sondern als kollektive Haltung und strategischer Erfolgsfaktor wirksam werden kann.

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