Erfolgsfaktoren für die Schaffung einer ganzheitlichen Sicht auf die Customer Experience

Erfolgsfaktoren für die Schaffung einer ganzheitlichen Sicht auf die Customer Experience
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Wie Unternehmen Feedback-, Beobachtungs- und Transaktionsdaten zu handlungsrelevanten Insights für CX-Maßnahmen verknüpfen.

Erfahrene CX- und Analytics-Verantwortliche aus Großunternehmen sowie externe Beratungsexperten diskutieren, wie Unternehmen eine integrierte Sicht auf die Customer Experience etablieren. Im Mittelpunkt steht die Verbindung von Feedback-, Beobachtungs- und Transaktionsdaten, der gezielte Aufbau interner analytischer Kompetenz und die systematische Einbindung des Managements. Die Panelisten beleuchten, wie sich operative Maßnahmen effizient aus Daten ableiten lassen und welche organisatorischen Voraussetzungen dafür notwendig sind. Die Diskussion bietet Einblicke in die Praxis, etwa durch Beispiele für Teamaufbau, die Nutzung von Basisdaten und die Zusammenarbeit zwischen internen und externen Stakeholdern.

Die Teilnehmenden betonen, dass Management-Engagement und ein robustes Zielsystem zentrale Erfolgsfaktoren sind. Der Aufbau einer zentralen Analytics-Plattform für X- und O-Data, die Standardisierung und Automatisierung von Analyseprozessen sowie die Fokussierung auf relevante Datenpunkte stehen im Vordergrund. Praxisbeispiele zeigen, wie kleine, interdisziplinäre Teams durch gezielte Datenverknüpfung schnell handlungsrelevante Insights generieren. Die Panelisten empfehlen, mit vorhandenen Datenquellen zu starten, operative Fragestellungen klar zu priorisieren und die Analysebasis schrittweise zu erweitern. Externe Beratung kann unterstützen, nachhaltige Veränderungen und ein lernender Feedback-Zyklus müssen jedoch intern verankert werden.

Zur Ganzheitlichkeit gehört, dass die allerhöchsten Hierarchie-Ebenen an einem Strang ziehen – sonst bleibt Customer Experience in einzelnen Silos stecken. – Dr. Heiko Dees

Die Low Hanging Fruits in der Datenanalyse sind oft mit einfachen Mitteln erreichbar – ein CX-Analyst muss vor allem die Basics beherrschen, um intern schnell Mehrwert zu zeigen. – Dr. Heiko Dees

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, eine Infrastruktur anzulegen, die relevante Experience- und Operational Data sinnvoll verknüpft – nicht 100 Datenpunkte, sondern die, die schnelle Antworten auf Business-Fragen ermöglichen. – Lutz Möllmann

  • Eine ganzheitliche Sicht auf Customer Experience erfordert die Unterstützung und das Engagement des Top-Managements, damit Erkenntnisse unternehmensweit umgesetzt werden können.

  • Der Aufbau interner analytischer Kompetenz ist essenziell, um aus bestehenden Datenquellen schnell handlungsrelevante Insights zu generieren und Akzeptanz für CX-Analytics im Unternehmen zu schaffen.
  • Die Verknüpfung von Feedback-Daten (z.B. NPS, CSAT) mit Beobachtungs- und Transaktionsdaten ermöglicht ein umfassenderes Verständnis der Customer Journey und identifiziert relevante Handlungsfelder.
  • Professionalisierung im CX-Analytics gelingt durch systematische, zielgerichtete Datennutzung, die Fokussierung auf relevante Datenpunkte und die konsequente Ableitung von Maßnahmen zur Effizienzsteigerung oder Kostensenkung.
  • Externe Beratung kann unterstützen, aber Ownership und Kontextwissen müssen intern verankert sein, um nachhaltige Veränderungen und einen lernenden Feedback-Zyklus zu etablieren.

Eine ganzheitliche Sicht auf Customer Experience bleibt in vielen Großunternehmen ein strategisches Versprechen, das an kulturellen und strukturellen Barrieren scheitert. Die Diskussion legt offen, wie stark der Erfolg datengetriebener CX-Initiativen von der aktiven Verantwortung des Top-Managements abhängt. Transformation gelingt nicht durch punktuelle Projekte, sondern nur, wenn Führungskräfte bereichsübergreifend Ownership übernehmen und die Umsetzung von Erkenntnissen einfordern. Gleichzeitig wird ein verbreiteter Denkfehler adressiert: Die Annahme, dass technische Lösungen oder die bloße Anhäufung von Daten automatisch zu besseren Entscheidungen führen. Tatsächlich entstehen blinde Flecken, wenn Unternehmen Datenintegration als Selbstzweck betreiben oder Verantwortlichkeiten an externe Dienstleister delegieren, ohne interne analytische Kompetenz und ein gemeinsames Zielsystem zu etablieren. Die Panelisten machen deutlich, dass die eigentliche Herausforderung weniger in der Technologie als im Management-Alignment, der Priorisierung relevanter Datenpunkte und der konsequenten Ableitung operativer Maßnahmen liegt. Zielkonflikte zwischen kurzfristigen Sales-Zielen und nachhaltiger CX-Verbesserung verschärfen das Spannungsfeld und erfordern eine klare strategische Verankerung von Customer Experience im Zielsystem.

Der Beitrag fordert dazu auf, die Professionalisierung von CX Analytics als kontinuierlichen Lernprozess zu verstehen, der mit vorhandenen Datenquellen beginnt und sich an konkreten Geschäftsfragen orientiert. Statt auf komplexe Lösungen zu setzen, empfiehlt sich ein pragmatischer Fokus auf einfache, schnell umsetzbare Datenverknüpfungen, die erste Erfolge und Akzeptanz schaffen. Die Integration von X- und O-Data wird als Hebel für ein umfassenderes Verständnis der Customer Journey positioniert, wobei die Auswahl und Priorisierung der Datenquellen stets an operativen Zielen ausgerichtet sein muss. Für die Zielgruppe ergibt sich daraus ein klarer Reflexionsimpuls: CX Analytics entfaltet nur dann Wirkung, wenn analytische und kommunikative Kompetenzen im Team gebündelt werden und die Ergebnisse systematisch in die Organisation getragen werden. Der Beitrag verschiebt die Perspektive von technikzentrierter Optimierung hin zu einer strategisch und kulturell verankerten Praxis, die Management-Alignment, interne Kompetenz und eine lernende Feedback-Kultur als zentrale Erfolgsfaktoren adressiert.

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