Journey optimiert... und trotzdem springt der Kunde ab?

Journey optimiert... und trotzdem springt der Kunde ab?
Mitschnitt-Länge: 30 Minuten
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Mitschrift verfügbar

Verhaltensökonomie und KI zur Optimierung von Customer Journeys: Reduzierung von Churn durch Behavioral Diagnostics und Choice Architecture.

Johannes Poscharnig beleuchtet in seinem Vortrag auf der Shift/CX Konferenzwoche 2026 die Anwendung von Verhaltensökonomie und generativer KI zur Optimierung von Customer Journeys in digitalen Plattformunternehmen. Der Fokus liegt auf der Analyse und Steuerung von Kundenverhalten, um die Abwanderungsrate zu senken und die Customer Experience zu verbessern. Poscharnig nutzt praxisnahe Beispiele und verhaltensökonomische Modelle, um die Bedeutung intuitiver und emotionaler Entscheidungsprozesse zu verdeutlichen. Dabei hebt er die Notwendigkeit hervor, über reine Korrelationen hinauszugehen und kausale Zusammenhänge zu erkennen.

Im Zentrum des Vortrags stehen Methoden wie Behavioral Diagnostics, Nudging und Choice Architecture, die in Kombination mit A/B-Tests und generativer KI eingesetzt werden, um Kundenverhalten gezielt zu beeinflussen. Poscharnig betont die Wichtigkeit, spezifische Touchpoints in der Customer Journey zu analysieren und durch gezielte Experimente zu optimieren. Er warnt vor der Nutzung von Dark Patterns und empfiehlt, synthetische Daten nur als erste Indikation zu verwenden, um anschließend mit realen Kundendaten valide Ergebnisse zu erzielen. Die Diskussion thematisiert die Herausforderungen und Potenziale der Verhaltenssteuerung, insbesondere im Hinblick auf die emotionale Dimension des Kundenverhaltens.

Wir kreieren viele Journeys aus Unternehmenssicht, berücksichtigen aber zu wenig die situative Verhaltenssicht unserer Kunden. – Johannes Poscharnig

Das Ziel muss sein, dass ich Verhalten als Unternehmen langfristig nicht nur nachempfinden, sondern auch wirklich steuern kann. – Johannes Poscharnig

Mit generativer KI können wir Verhalten verstehen und verändern, um die Customer Experience zu verbessern. – Johannes Poscharnig

  • Verhaltensökonomie hilft, die irrationalen und emotionalen Entscheidungen von Kunden zu verstehen und zu beeinflussen.
  • Generative KI ermöglicht es, Verhaltensmuster zu analysieren und gezielte Interventionen zu testen.
  • Customer Experience Dashboards können irreführend sein, wenn sie nur Korrelationen statt kausaler Zusammenhänge zeigen.
  • Nudging und Choice Architecture sind effektive Methoden, um Kundenverhalten zu steuern.
  • Experimente mit Hypothesen und A/B-Tests an spezifischen Touchpoints sind entscheidend, um Verhalten zu analysieren und zu optimieren.

Die Optimierung von Customer Journeys in digitalen Plattformunternehmen steht im Spannungsfeld zwischen datengetriebener Analyse und der oft irrationalen Natur menschlicher Entscheidungen. Die strategische Relevanz für CX-Verantwortliche liegt in der Fähigkeit, nicht nur auf oberflächliche Metriken wie NPS zu reagieren, sondern die tieferliegenden emotionalen und kontextabhängigen Faktoren zu verstehen, die Kundenverhalten beeinflussen. Ein blinder Fleck in vielen Unternehmen ist die Tendenz, sich auf Korrelationen zu verlassen, ohne die kausalen Zusammenhänge zu hinterfragen. Dies führt zu Fehlschlüssen und ineffektiven Maßnahmen. Die Herausforderung besteht darin, die Balance zwischen intuitiven, schnellen Entscheidungen und bewussten, langsamen Prozessen zu finden, um eine Customer Experience zu schaffen, die sowohl effizient als auch anpassungsfähig ist.

Der Beitrag fordert die Zielgruppe auf, Behavioral-Science-Methoden wie Nudging und Choice Architecture gezielt einzusetzen, um Kundenverhalten zu analysieren und zu steuern. Durch den Einsatz von generativer KI können Unternehmen Verhaltensmuster erkennen und gezielte Interventionen testen, um die Customer Experience zu verbessern und die Churn-Rate zu senken. Diese Ansätze verschieben die Perspektive von reaktiven zu proaktiven Maßnahmen, indem sie die emotionalen Treiber und Motivationen der Kunden in den Fokus rücken. Die operative Praxis wird so mit strategischen Zielen verknüpft, was einen kulturellen Wandel hin zu einer datenbasierten und verhaltensgesteuerten Unternehmensführung unterstützt. Unternehmen sind aufgefordert, mit kleinen, gezielten Experimenten an spezifischen Touchpoints zu beginnen, um langfristig eine differenzierte und effektive Kundenbindung zu erreichen.

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