Eröffnung und Einführung in den 2. Konferenztag

Eröffnung und Einführung in den 2. Konferenztag
Mitschnitt-Länge: 20 Minuten
Präsentationsunterlagen verfügbar
Mitschrift verfügbar

Wie sich Customer Insights in messbare Optimierungen überführen lassen: Verantwortlichkeiten, Kontext und Feedbackschleifen im Fokus.

Björn Negelmann eröffnet den zweiten Tag der Shift/CX Customer Insights & Journey Konferenz 2026 mit einem Fokus auf die Überführung von Customer Insights in konkrete Handlungsoptionen und die operative Umsetzung von Optimierungsmaßnahmen entlang der Customer Journey. Im Zentrum steht die Frage, wie Unternehmen relevante Erkenntnisse aus Kundenfeedback nicht nur technisch erfassen, sondern in der Organisation so verankern, dass daraus nachhaltige Verbesserungen entstehen. Der Beitrag adressiert die Herausforderungen bei der Priorisierung und Ausarbeitung von Maßnahmen, betont die Notwendigkeit klarer Verantwortlichkeitsstrukturen und hebt die Rolle des Customer Experience Managements als koordinierende und steuernde Instanz hervor. Die Veranstaltung setzt auf Interaktivität, technologische Unterstützung – insbesondere durch Künstliche Intelligenz – und die Einbindung von Kontextinformationen, um Bruchstellen im Prozess zu identifizieren und zu schließen.

Inhaltlich arbeitet Negelmann mit dem Bild eines Trichters, um die Diskrepanz zwischen der Fülle an gesammelten Daten und der geringen Zahl tatsächlich umgesetzter Optimierungen zu verdeutlichen. Er benennt sieben zentrale Handlungsfelder: die Generierung relevanten Feedbacks unter Einbezug emotionaler Stressmomente, die Nutzung von Journey Maps als dynamische Diskussionsgrundlage, die klare Definition von Verantwortlichkeiten für die Umsetzung, die frühzeitige Integration von Kontextinformationen, das organisationale Lernen über einzelne Projekte hinaus, den Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur Signalverarbeitung sowie die systematische Verknüpfung von Feedbackschleifen mit der operativen Umsetzung. Negelmann fordert, dass Customer Experience Manager die Steuerungsfunktion übernehmen und die Wirkung von Veränderungen messbar machen. Die Teilnehmer:innen erhalten zudem Hinweise auf weiterführende Vorträge, Interaktionsformate und Zugangsmöglichkeiten zu vertiefenden Inhalten.

Wir haben kein Problem mehr, Insights zu sammeln und auszuwerten – die eigentliche Herausforderung liegt darin, diese Erkenntnisse in der Organisation wirksam zu machen. – Björn Hegemann

Customer Insights Management muss über reine Erkenntnisse hinausgehen und konkrete Handlungsoptionen sowie Verantwortlichkeiten für die Umsetzung liefern. – Björn Hegemann

Die Bruchstellen entstehen nicht bei der Datenerfassung, sondern bei der Priorisierung, Ausarbeitung und Umsetzung von Maßnahmen – hier entscheidet sich, ob Customer Experience wirklich verbessert wird. – Björn Hegemann

  • Die größte Herausforderung liegt nicht in der Sammlung oder Auswertung von Insights, sondern in deren Verwertung und Umsetzung innerhalb der Organisation.

  • Bruchstellen entstehen vor allem bei der Priorisierung, Ausarbeitung von Handlungsoptionen und der operativen Umsetzung von Optimierungen.
  • Die Rolle des Customer Experience Managements ist primär koordinierend und steuernd, mit der Aufgabe, relevante Informationen und Ansatzpunkte in die Organisation zu bringen.
  • Kontextinformationen und die Motivation des Kunden müssen stärker in die Feedback-Auswertung und Optimierung der Customer Journey einbezogen werden.
  • Künstliche Intelligenz unterstützt die Signalerfassung und -auswertung, verschiebt aber die Herausforderungen weiter in Richtung organisatorischer Umsetzung und Projektmanagement.

Customer Insights Management steht exemplarisch für einen strategischen Zielkonflikt in Großunternehmen: Die technische Erfassung und Analyse von Kundenfeedback ist weit fortgeschritten, doch die eigentliche Wertschöpfung bleibt an der Schwelle zur Umsetzung stecken. XYZ thematisiert die systemische Lücke zwischen Erkenntnisgewinn und operativer Verwertung. Verantwortlichkeiten verschwimmen, wenn es darum geht, aus Daten konkrete Verbesserungen zu generieren. Die Rolle des Customer Experience Managements wird dabei als koordinierende Instanz neu definiert, die nicht nur Informationen sammelt, sondern deren Überführung in die Organisation aktiv steuert. Transformation bedeutet hier nicht primär technologische Innovation, sondern die Überwindung von Silodenken, Priorisierungskonflikten und mangelnder Accountability. Der Beitrag legt offen, dass die größten Barrieren weniger in der Datentechnik, sondern in der organisatorischen Verankerung und Nachverfolgung von Maßnahmen liegen. Damit adressiert er einen kulturellen Wandel: Weg von der reinen Analyse, hin zu einer konsequenten Umsetzungskultur.

Handlungsrelevant ist vor allem das Prinzip der klaren Verantwortungszuweisung entlang der Customer Journey. Die konsequente Nutzung von Kontextinformationen und die Integration von Feedbackschleifen werden als operative Hebel herausgestellt, um die Lücke zwischen Erkenntnis und Wirkung zu schließen. Die Perspektive verschiebt sich: Customer Experience Management wird als Steuerungsfunktion positioniert, die Wirkungsmessung, organisatorische Verankerung und kontinuierliches Lernen miteinander verbindet. Für die Zielgruppe bedeutet das, sich nicht auf technische Lösungen oder punktuelle Projekte zu verlassen, sondern die eigenen Strukturen, Mandate und Prozesse kritisch zu hinterfragen. Der Beitrag fordert dazu auf, Accountability und Ownership für Optimierungsmaßnahmen explizit zu verankern und die Wirkung von Veränderungen systematisch zu messen. Damit liefert er einen Impuls für die Weiterentwicklung von Customer Insights Management – von der reaktiven Datennutzung hin zu einer proaktiven, wirkungsorientierten Organisationspraxis.

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